Auch bei Frost 22 Grad ohne Heizkörper

Ansichtssache
13. Februar 2012, 06:15

Harte Schale, weicher Kern: Ein neues Passivhaus in der Mühlgrundgasse wirkt von einer Seite gewöhnungsbedürftig, ist aber innen wohlig warm

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michael hierner / www.hierner.info

Den Preis für das romantischste, heimeligste oder hübscheste Haus wird dieses neue Gebäude in der Mühlgrundgasse 3 im 22. Wiener Gemeindebezirk wohl nicht bekommen. Gerade von der daneben vorbeifahrenden U-Bahn aus gesehen erinnert es eher an einen Bunker oder eine kalte Lagerhalle. Warum wird es den Bewohnern trotzdem ein jedes Mal warm, wenn sie "ihr" Haus betreten? Ein Hinweis darauf ist in den zwei kleinen Lüftungsschlitzen versteckt, die links im Bild zu sehen sind.

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Mich würde interessieren ob man eigentlich auch die Fenster aufmachen kann.

Ich kenne einige Niedrigenergiehäuser wo das nicht möglich ist, und wo ich mich immer fühle wie in einer fensterlosen Schiffskabine...

weit vorausschauend geplant eben! schließlich wird der meeresspiegel steigen und steigen und auch nach wien gelangen!
dann wären sie froh hätten sie so ein haus!

Passivhaus super, ABER

- bei Einzug hat es 6-12 Monate gedauert bis sich alles eingespielt hat, Probleme mit Temperatur (zu kalt), Summen/Vibrationen der Lüftung etc ... aber, wurde alles geregelt nach einiger Zeit
+ keine störenden Heizkörper ist ein Segen
+ im Sommer kann man die Hitze ein bisschen runterbringen durch die Lüftung (vielleicht nur subjektiv spürbar)
- sehr, sehr trockene Luft im Winter

- geringere Kosten: ist glaube ich mehr auf dem Papier als in Realität (im Vergleich zu einem ebenso modernen Niedrigenergiehaus)

Passivhaus Kammelweg

Das Passivhaus am Kammelweg bekommt diese Temperaturen auch zusammen (vielleicht bei zu langen Frost mit leichtem Zuheizen).... dafür sieht es gut aus und ist in ruhiger Lage! :-)

stimmt

das haus hat keinen heizkörper dafür heizstäbe in der lüftung die die luft erwärmen. man hat keine heizkörper dafür eine höhere stromrechnung.

Ich wohne hier!!

ich wohne hier, also:
- in den ersten tagen wurde mit 16 grad frischluft hereingeblasen, toll, frisch, aber mehr als saukalt!!
- unterflurheizkörper gibt es, aber die heizten nicht.
- luftzufuhr wurde auf 20 grad erhöht, vorlauftemp. für unterflukonvektoren erhöht.
- umwerfen vor hitze tut es uns immer noch nicht!!!
- das system arbeitet gut bei sonneneinstrahlung
aber wenn diese und andere wärmequellen weg sind, schaut's nimmer so gut aus.
- von energie-comfort, die hier einiges investieren haben dürfen, wird bei der frischluft sicher auch mit fernwärme, was ja auch das warmwasser ist, "zugefüttert".
- heizkosten vorher 85 m2 ohne kaltwasser 58,-/monat
- für 133 m2 passivhaus einstufung 165,- pro monat inkl. kaltwasser.
... ff.

Ich wohne auch hier

Ich denke, dass die kühle Raumtemperatur auch an der Stockwerkslage liegen kann. Unsere Wohnung liegt sowohl horizontal als auch vertikal mittig und ich kann mich nicht über die Temperatur beschweren. Ganz im Gegenteil: wir haben immer mindestens 23°, zwischendurch war uns bei knapp 27° (ohne die Heizung einzuschalten) schon ziemlich warm...
Bei der Vorauszahlung für die Heizung stimme ich zu. Ich denke, dass diese etwas zu hoch bemessen wurde und die erste Abrechnung erfolgt erst in mehr als einem Jahr :/
Dennoch - wir sind sehr glücklich in diesem Haus. Die Architektur sowohl Außen als auch Innen gefällt uns. Einmal etwas anderes als die vielen eckigen Wohnkästen, die sonst in Wien vorherrschen.

ff - ich wohne hier

wir alle hier hoffen, dass die heizkosten, die uns alle überrascht haben, dann doch nicht so hoch ist.
aber eines scheint fakt, die investkosten der energiecomfor, die scheinbar nicht im finanzierungsbeitrag eingerechnet wurden, müssen sich in den nächsten 20 jahren amortisieren.
was dann heißt, fürs energiesparen wird man mit hohen grundkosten bestraft, ganz offensichtlich!!
aber wer weiß was kommt und wie teuer energie noch wird, 30 cm aussenisolierung, 3fach verglasung, viel, viel sonne, frei supertolle sicht aber auch lärm von der autobahn.
die + überwiegen daher doch!
allerdings, hätten wir die kosten von 165,- euro vorher gewusst, hätten wir wohl nicht unterschrieben.
d.t.

Vielen Dank für die interessante Zusammenfassung.

Bestätigt leider alle meine persönlichen Vorbehalte.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass die Kosten in den Griff zu kriegen sind.

eben nicht! bitte lesen! die wärme in der luft bleibt im haus, die luft selbst wird ausgetauscht.

bruhahaha

steht das so im Prospekt

Das Lüftungsgerät und der Wärmetauscher brauchen doch Strom, oder? Und das nicht nur in der Heizperiode. Das Haus ist dunkel, im Sommer braucht man da eine Kühlung, also kann man das Werkel nie abdrehen...

geh bitte

erzö des wen der sie ned mit heizungen auskennt..

ich find des super

jetzt weiß ich endlich wo ich täglich vorbeifahr;
endlich mal ein Bau nicht im üblich einfallslosen Klotzdesign wie sonst alle anderen Gebäude im 22. die kürzlich fertigestellt wurden/grad gebaut werden

das ist ein Wohnhaus ?

ich hab das, klobig und neben der U-Bahn, für eine Park&Ride Garage gehalten

nau servas, da muss aber ganz schön munkeln vor lauter schimmel!

wohl keine Ahnung

... aber grosse klappe.

Alle Passivehaueser, sowie ein guter Teil der Niedrigenergiehaueser hat eine Lueftung - die arbeitet besser als die meisten kritischen Poster

Jede kontrollierte Wohnraumlüftung arbeitet nur wenn sie gewartet wird,

aus Erfahrung weiß man dass dies in 80% nicht erfolgt und in spätestens 10 Jahren zum Sorgenkind für Hygiene und Wohlbefinden sowie Bakterienschleuder wird.
Wussten sie übrigens, dass Luftfilter auch radioaktiv belastet sein können - wird noch ein Super Geschäftszweig die Dinger auszutauschen und zu entsorgen - und sicher voll billig!!

wo sehen sie hier schimmel?

Geduld,

steht ja erst seit einem Jahr die Hütte.

Unsinn!

Lesen Sie den Text: Zwangslüftung.
Besser als wenn Pensionisten wie gewohnt nie lüften dafür aber hermetisch dichte Fenster bekommen.
So entsteht Schimmel.

Technisches Wohnen,

in 10 bis 15 Jahren reden wir weiter, wenn die Lüftungskanäle voll Keime und die Filter verdreckt sind und das schwarze Schimmelranderl bei jeden Luftauslass zu vor sich hin wachsen.

So lange wird es bei der Qualität der Wiener Luft gar nicht dauern. Hoffentlich gibt es wie im Auto Filter, die sich leicht tauschen lassen. Kostet natürlich wieder Geld, das die Mieter bezahlen...

bei den aktuellen energiepreisen, ...

... kann man eine menge filter wechseln!
die lüftungskanäle eines solchen hauses haben übrigens nichts mit klimaanlagen zu tun - ohne die feuchtigkeit aus den kühlanlagen tut sich schimmel schwer!
jedes wohnen ist technisch - egal ob pfahlbau oder passivhaus.

Ihr Wort, dass Membran-Wärmetauscher sauber arbeiten,

aber bei der Weichmacher Ausdünstung eines WohnRaumLüftungsgerätes von heutigen Standard würde ich meine Kinder lieber am Land bei gekippten Fenster aufwachsen lassen. Und Luftaustausch über den Membranwärmetauscher hat mit Filtern absolut Nichts zu tun - dort (beim Wärmetauscher) wird sich mit zunehmender Porösität ein gewaltiges Problempotential auftun - VIEL SPASS - beim technischen Wohnen.

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