Österreicher könnte gegen Hoffenheim in Bremens Startformation rutschen - Heynckes setzt auf Alaba - Stranzl und Ivanschitz nach Verletzungen vor Comebacks
Bremen - Aufgrund der Sperre von Torgarant Claudio Pizarro
winkt Marko Arnautovic erstmals seit 3. Dezember ein
Platz in der Startelf von Werder Bremen. Die Norddeutschen empfangen
in der 21. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag Hoffenheim, neben
Arnautovic dürfte bei den Bremern auch Zlatko Junuzovic neuerlich
von Anpfiff weg zum Einsatz kommen.
Pizarro ist mit 15 Treffern der mit Abstand erfolgreichste Torschütze der Werderaner in der laufenden Meisterschaft, sein Fehlen sollen
Arnautovic und Markus Rosenberg vergessen machen. Eine schwierige Aufgabe. Arnautovic hatte
in den vergangenen Wochen mit körperlichen Problemen (Kehlkopfentzündung, Bauchmuskeln) zu kämpfen. Sebastian Prödl
ist aufgrund seiner Gesichtsverletzung weiterhin außer Gefecht.
Bei Hoffenheim sitzt nach der Entlassung von Holger Stanislawski
erstmals Markus Babbel auf der Trainerbank. Einmal mehr fehlen wird
Andreas Ibertsberger. Der Salzburger plagt sich weiterhin mit
Rückenschmerzen herum.
Verfolgerduell
Im Aufeinandertreffen zwischen dem Vierten Mönchengladbach und dem
Dritten Schalke könnte bei den Hausherren Martin Stranzl nach
überstandener Grippe in den Kader zurückkehren. Bei den Schalkern wird Christian Fuchs einmal mehr die linke
Abwehrseite verteidigen, der Niederösterreicher möchte aber wie
gewohnt auch für Offensivakzente sorgen, bis dato hat er vier Treffer vorbereitet.
Sieben von neun Punkten lassen die Fans beider Teams im neuen Jahr von
der Champions League und sogar dem Titel träumen. Eine Niederlage gegen
den direkten Konkurrenten wäre da ein erster, aber eben auch kräftiger
Dämpfer. "Nach dem Spiel in Mönchengladbach wissen wir, wohin die Reise
geht", sagt Schalkes Joel Matip. Von den "Wochen der Wahrheit" ist in
Gelsenkirchen bereits die Rede, da die Schalker ihr nächstes
Auswärtsspiel zu Rekordmeister Bayern München führt.
Alaba in, Robben bleibt Bankdrücker
Meister und Tabellenführer Dortmund hat gegen Leverkusen
Heimvorteil. Der Tabellenzweite Bayern München, bei dem David Alaba
nach dem Außenbandriss von Bastian Schweinsteiger einen Platz in der Anfangsformation bekommt, strebt zu Hause gegen Kaiserslautern einen
Pflichtsieg an. Es dürfe keine Frage sein, dass ein Kapazunder wie Bayern einen Schweinsteiger
"adäquat ersetzen" können muss, sagte Trainer Jupp Heynckes. "Ich erhoffe mir das jetzt von David Alaba", fügte er an. Neben dem Österreicher wird erneut Luiz Gustavo auflaufen.
Toni Kroos
wird wieder als Spielmacher aufgeboten, Arjen Robben wohl erneut
auf der Reservebank Platz nehmen. Den Verzicht auf den Niederländer wollte
Heynckes aber nicht als Degradierung verstanden wissen. "In dieser
Kategorie gibt es für mich keine Reservespieler. Das kann morgen wieder
einen anderen treffen. Im internationalen Fußball ist das gang und gäbe,
deswegen sollte man da nicht so viel Lärm drum machen." Wenn Arjen
seine Topform hat, sei er ein "Weltklassespieler".
Für den VfB Stuttgart (mit Martin Harnik, Raphael
Holzhauser auf der Bank) ist daheim gegen Hertha BSC der erste Sieg seit 20. November 2011 beinahe Pflicht. Bei Mainz wird Andreas Ivanschitz erstmals seit seiner
Innenbanddehnung im linken Knie im Aufgebot stehen, der Burgenländer
dürfte gegen Hannover (Emanuel Pogatetz gesperrt, Daniel Royer und
Samuel Radlinger auf der Bank) aber genauso wie Julian
Baumgartlinger erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen. (APA/sid/red)