Karas will EU-Abgeordnete zu "Botschaftern" machen

10. Februar 2012, 15:38
  • Karas will erreichen, dass gewisse europäische Ziele in Österreich außer Streit gestellt werden.
    foto: dapd/zak

    Karas will erreichen, dass gewisse europäische Ziele in Österreich außer Streit gestellt werden.

Vizepräsident des Europaparlaments plant Netzwerk der "Freunde des Europäischen Parlaments"

Brüssel - Der neue Vizepräsident des Europaparlaments, Othmar Karas, will die Öffentlichkeitsarbeit der Europäischen Union und der EU-Volksvertretung verstärken. "Abgeordnete müssen zu Botschaftern der Institution werden, auch ehemalige Abgeordnete, nicht nur Vertreter von sich selbst, des Wahlkreises oder der Partei sein", sagte Karas gegenüber Journalisten am Freitag in Brüssel.

Netzwerk geplant

Karas - einer von 14 Vizepräsidenten des EU-Parlaments - will sich dafür einsetzen, dass Erfolge des Parlaments gegenüber den Bürgern besser verkauft werden. Dazu will er unter anderem ein Netzwerk "Freunde des Europäischen Parlaments" ins Leben rufen. Ins Boot holen will der ÖVP-Europaabgeordnete Journalisten, Besucher und Abgeordnete verschiedener Parlamente. Bisher habe das Europaparlament rund eine Millionen Besucher verzeichnet. Im Jahr 2011 hätten etwa 2.000 Journalisten an Seminaren in Brüssel teilgenommen. Das EU-Parlament habe überdies 330.000 Freunde auf Facebook. Würde man die Facebook-Freunde dieser Freunde dazuzählen, käme man auf 60 Millionen, die zweithöchste Zahl hinter dem Weißen Haus, sagte Karas.

"Nationale Wahlkämpfe europäisieren"

In den Kontakten mit Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) will Karas angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise die Notwendigkeit der Parlamentarisierung von Entscheidungen in internationaler Zusammenarbeit unterstreichen, wie er sagte. Der für Kommunikation zuständigen Generaldirektion des Europaparlaments gehören etwa 730 Mitarbeiter in den Außenbüros an, sie verfügen über ein Jahresbudget von 92 Millionen Euro. Gerade in Hinblick auf die nächste Europawahl 2014 will Karas "politisieren" und "die nationalen Wahlkämpfe europäisieren". Notwendig sei in der Kommunikation mit dem Bürger zwar ein Gesamtkonzept der EU, dazu gebe es auch eine institutionenübergreifende Arbeitsgruppe. Zusätzlich müsse aber auch die Rolle des EU-Parlaments in der Öffentlichkeit noch stärker positioniert werden.

Termine mit Kanzler und Vizekanzler

Karas sagte, er habe bereits Gespräche mit Bundespräsident Heinz Fischer und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) geführt. Weitere Termine seien mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) geplant. In Österreich wolle er erreichen, dass gewisse europäische Ziele parteipolitisch außer Streit gestellt werden. Dazu zählt Karas ein Bekenntnis zur EU-Gemeinschaftsmethode, die demokratische Legitimierung von Entscheidungen durch das Europaparlament und nicht durch 27 nationale Parlamente sowie ein Bekenntnis zur politischen Union mit gemeinsamer Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik. ÖVP-Delegationsleiter wolle er neben seinen neuen Aufgaben weiter bleiben, sagte Karas. (APA)

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Ist wohl nicht viel draus geworden

Mir kommen unsere Politiker höchstens vor wie Botschafter eines anderen Sterns.

Treffend!

Hans Peter Martin kommt dann wohl vom Atlas (einer der Saturn Monde). Der musste zwar zur Strafe für den Verrat an den Göttern die Weltkugel tragen - Hans Peter Martin wird für den Verrat an den BürgerInnen dann halt Fußfesseln tragen müssen. Die Eisenkugeln die man den Sträflingen früher ans Bein geschmiedet hatte würde hier zwar besser dazu passen - aber man muss halt mit der Zeit gehen......

netzwerk - als ob's das nicht längst gäbe. schade, dass er keine bessere meldung von sich gibt.

wie wär's mit einer nationalen aufwertung der eu-abgeordneten im nationalen parlament und in der europäischen entscheidungsfindung und einer abwertung bzw. auch auflösung diverser debattier-klubs rund um die brüsseler angelegenheiten.

So lange das Europaparlament ein Debattierclub bleibt und der Rat

das EU-Parlament bei wichtigsten Entscheidungen umgehen kann, wird es auch nichts bringen wenn sich Karas als Botschafter sieht und unter Freunden ein Neztwerk zwecks Kaffeeplausch aufbaut.

Und was soll dieses Netzwerk tun?

Das klingt doch eher nach einem Scherz. Anstatt ernsthafte Sacharbeit zu leisten will Karas unsere Herzen gewinnen.

Karas , Kabas, ....Strasser, Grasser

irgendwie kann man Menschen in deren Nachnamen ein "S" vorkommt nicht trauen

Botschafter

laufen unnötig herum
gehen gerne zu Bällen
sprechen mehrere Sprachen
haben für alles eine Antwort ohne Aussage
und wenn einmal Krieg ist

sind sie auf und davon

Der Karas ist wirklich ein Super Held, der ja eigentlich schon von seiner Invalidenrente leben könnte und von dem was in der Familie Waldheim da ist.
Ein waschechter Bootschafter.

dafür, dass sie nicht auch nur die geringste ahnung haben,...

...riskieren s' eigentlich a dickes lipperl.

was heißt denn das ?

was haben denn die Herren und Damen
EU-Abgeordneten bisher getan?

Ist es nicht Ihre Aufgabe ... die Bürger im europäischen Kontext eines "Parlaments"
zu vertreten und dann die Ergebnisse dieses Gremiums gegenüber den Bürgern zu vertreten ??

Was heißt da also BOTSCHAFTER ?????

und was kostet es zusätzlich?
und was bringt´s ?

Der Kerl will seinen Diplomatenpass

nicht hergeben, sonst nix.

kinder wir lernen,

man kann auch fürs "seife aufheben" sehr viel geld verdienen ... als vizelobbyistenpräsident von irgendwas - aber in eigener sache.

tja, bei den sowjets war ein vize-zk noch was. in der eu ist so einer ein überbezahlter und trotzdem armer wicht.

er hat mein mitleid, neidig bin ich ihm gar nix:
meine seele hätte ich schon teurer verkaufen können, als er seine.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralkomitee

man solls nicht glauben, das ZK war nie gewählt, aber es wählte den Chef der Veranstaltung.

in der eu ist das ZK gewählt, aber die wählen den chef nicht. den bestimmen andere - von gottes gnaden auserwählte.

Der will nur seinen DIPLOMATENPASS behalten,

sonst nix.

will der grüssaugust auch freunde kaufen?

von mir aus. macht des auf facebook, gratis bitte.

oh netzwerken heissts, genau. macht nur - wieviel an buffets, wein, weib und gesang kostet uns euer frivoler spass?

wir wollen den bundespräsi abschaffen, dabei gäbs genug hanseln, die uns gar nicht abgehen würden. die haben nicht mal im notfall eine berechtigung ....

wem wuerden eigentlich sie selbst abgehen?...

Parallelaktion

Karas gründet eine neue "Parallelaktion". Ein "Mann ohne Eigenschaften" ist er bereits!

mit Diplomatenpaß oder?

Er hilft uns, unsere Verwalter zu lieben, der Gute

und damit gegen die böse EU-Phobie

http://www.tetrahedron.org/articles/... hobia.html

die wichtigkeit des eu-parlaments

können wir fast täglich erleben. werden dort nicht auch überwiegend "äußerst erfolgreiche politiker" von ihren parteien entsandt? meine achtung vor brüssel - kommission und (!) sich nicht genügend wehrendem parlament hat sich spätestens mit ernennung des exdr gutenberg als internet-berater den momentanen europatemperaturen angepasst!

Auch wenn es hier nur wenige hören wollen

das EU Parlament wird in Zukunft enorm an Wichtigkeit zunehmen. Deshalb ist es nur Recht, dass Wege gefunden werden, dass sich der Wähler mit seinen Mandataren im EU Parlament identifiziert. Europapolitik spielt sich in Brüssel und nicht (mehr) in Wien ab. Ich halte Herrn Karas für einen ausgezeichneten (EU) Politiker und würde mir wünschen, dass in Zukunft Politiker dieses Kalibers im EU Parlament vertreten sind und diese Abstellgleismentalität ein Ende hat

I Krieg hat man den Soldatern auch gesagt, dass alles besser wird, und der derzeitige Zustand nicht mehr lange anhält.

Sonst hätten viele aufgegeben.

Also nichts anderes als eine Durchhalteparole umd die EU möglichst lange zu ertragen.

netzwerk

allein wenn ich dieses wort lese oder höre,

"kann ich gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte"

(copyright: max liebermann)

ich hoffe, dass es was bringt, bin aber eher skeptisch.

eine umfrage hat belegt:
dem ösi-tschapperl ist zuerst mal 'sein' bundesland am wichtigsten. dann, mit großem abstand, folgt der staat. und weit weit abgeschlagen: die EU.

oder in anderen worten:
ösi-tschapperl will zuerst fressen, saufen und tv-schauen und erst danach atmen, um seine hirnzellen mit sauerstoff zu versorgen.

Ein Austritt wäre besser und billiger.

Danke, nein - diese Institution kann mich am A.sch l.cken

Ich war damals dagegen und je länger wir dabei sind, desto mehr werde ich in meiner Meinung bestärkt.

Ohne diese enge Vernetzung div. Branchen (va. Finanz) wäre Österreich dzt. in keiner so schlimmen Lage.

Daß "wir" (bzw. ich) von der Ostöffnung od. vom Euro massiv profitiert hätten, hat mir noch keiner vorgerechnet. Daß irgendwelche Firmen/Konzerne/Banken was davon gehabt haben, mag sein, ich habe nicht das Gefühl, daß es mir in den letzten 10 Jahren massiv besser geht - eher das Gegenteil.

Is' aber wahrscheinlich nur "gefühlt" und wahrscheinlich bin ich auch ein Depp, der das alles nicht erkennt, was da so positiv für mich war.

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