Medizinische Vorwürfe auch am Wilhelminenberg

10. Februar 2012, 15:21
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Injektionen sollen vorübergehend körperliche Beeinträchtigungen verursacht haben - Helige: Kommission prüft - Fälle haben nichts mit Malaria zu tun

Wien - Nach Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Affäre rund um Malariatherapien in der Nachkriegspsychiatrie in Wien sind nun auch Vorwürfe laut geworden, wonach laut Medienberichten auch im früheren Wiener Kinderheim im Schloss Wilhelminenberg in den 1960er Jahren fragwürdige medizinische Behandlungsmethoden durchgeführt worden sein sollen. Barbara Helige, Leiterin der Wilhelminenberg-Kommission, sagte am Freitag, dass man dies nun prüfen werde. Fälle, die mit Malariainfektionen zu tun haben, lägen ihr aber noch nicht vor.

Den Berichten zufolge sollen Injektionen verabreicht worden sein, die zu vorübergehenden körperlichen Beeinträchtigungen wie stundenweises Erblinden oder zu brennenden, roten Flecken am Körper geführt hätten. Helige bestätigte, dass einige medizinbezogene Fälle an die Kommission herangetragen worden seien. Diese würden nun geprüft. Näher ins Detail wollte die Vorsitzende nicht gehen. Nur soviel: "Malariafälle liegen mir bisher nicht vor."

Die Wilhelminenberg-Kommission hat Ende des Vorjahres ihre Arbeit aufgenommen und soll im Auftrag der Stadt Wien sämtliche Vorwürfe von ehemaligen Wilhelminenberg-Heimkindern, die von Missbrauchs- und Gewaltfällen in der Vergangenheit berichten, aufarbeiten und prüfen. Die Arbeit des Gremiums soll frühestens Ende 2012 abgeschlossen sein. (APA)

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