Oberösterreich

Grüne pochen auf "Gnadenakt" für kosovarische Familie

10. Februar 2012, 15:21

Ausreise für Samstag geplant - Klobobmann Hirz: "Unmenschliche Fremdengesetze"

Linz - Die oberösterreichischen Grünen appellieren ans Innenministerium, einen "Gnadenakt" für die von der Abschiebung bedrohte Familie in Attnang-Puchheim (Bezirk Vöcklabruck) zu setzen. Man habe zwar eine Arbeitsstelle für den Vater gefunden, die "unmenschlichen Fremdengesetze" gäben den vier Kosovaren aber keine Chance. "So etwas macht traurig und fassungslos", erklärte Klubobmann Gottfried Hirz Freitagnachmittag in einer Aussendung.

Ein Gespräch zwischen ihm und dem zuständigen Bezirkshauptmann sei leider ergebnislos verlaufen, berichtete Hirz, der regionaler Abgeordneter der Grünen für das betroffene Hausruckviertel ist. Mit der für Samstag geplanten Ausreise werde "die nächste bestens integrierte Familie aus der Gemeinschaft gerissen, aus dem Land geworfen und in eine völlig ungewisse Zukunft geschickt". Hirz pocht auf ein "Zeichen der Menschlichkeit", um den Kosovaren ein humanitäres Bleiberecht in Österreich zu ermöglichen. 

Vater hätte Job in Oberösterreich

Der Vater der Familie könnte in Oberösterreich arbeiten. Ein Bauer habe einen Antrag auf Beschäftigungsbewilligung eingebracht, berichtete Frederik Schmidsberger vom Mauthausenkomitee Vöcklabruck am Freitag. Ihre Ausreise müssen die Betroffenen dennoch antreten. Auch wenn der Vater eine mögliche Arbeit nachweisen kann, müsse er den Antrag aus dem Kosovo stellen, erklärte der designierte Bezirkshauptmann von Vöcklabruck, Martin Gschwandtner.

Finanzielle Unterstützung der Bevölkerung

"Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck könnte beweisen, dass sie der Familie entgegenkommen will", sagte Schmidsberger. Es sei möglich, dass die Behörde für die Eltern und die beiden Kinder im Alter von neun und elf Jahren eine Niederlassungsbewilligung erteile. "Das liegt in ihrem Ermessen." Der Vorsitzende des Mauthausenkomitees berichtete davon, dass die Bevölkerung die Kosovaren mit Haftungserklärungen in Höhe von rund 6.500 Euro finanziell unterstütze.

Gschwandtner bestätigte zwar, dass ein Antrag auf Beschäftigungsbewilligung vorhanden sei. Der Kosovare könne die Arbeit aber nur antreten, wenn er sich legal in Österreich aufhält. "Das ist derzeit nicht der Fall." Gschwandtner verwies darauf, dass der Asylgerichtshof erst Ende 2011 festgestellt habe, dass eine Ausweisung zulässig sei. Für eine Rückreise nach Österreich müssten die Eltern mögliche Beschäftigungen und die Kinder Schülervisa vorweisen.

150 Menschen protestierten

Rund 150 Menschen haben Montag in Attnang-Puchheim für den Verbleib der vier Kosovaren protestiert, mehrere Geistliche des Bezirks unterstützten die Aktion. Die Veranstaltung sei ein eindringlicher Appell an Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und das Innenministerium gewesen, die BH Vöcklabruck anzuweisen, eine Aufenthaltsbewilligung auszustellen, erklärte Schmidsberger. Die Familie sei jedenfalls bestens integriert und spreche sehr gut Deutsch. Eltern von Mitschülern der Kinder hätten zudem Unterschriften für ihren Verbleib gesammelt. (APA)

Kommentar posten
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strangerinastrangeland
 
02
13.2.2012, 11:33
Es gibt in Österreich die Möglichkeit in solchen Fällen eine "Patenschaft" zu übernehmen,

das ist im wesentlichen ist das ein für drei Jahre bindende Erklärung, alle der Republik Österreiche aus dem Aufenthalt entstehenden Kosten zu übenehmen.

Im Normalfall, wenn die Leute Arbeit haben und keine Straftaten begehen, enstehen dem Sponsor dadurch keine Kosten.

Alle die Leute, die hier protestieren könnten sich zusammentun und gemeinsam eine solche Patenschaft übernehmen, statt nur zu reden.

Aber es tut keiner. Warum?

jakobhollnstein
00
12.2.2012, 16:29

Überflüssig wia a Kropf. Gaunereien haben wir seit Jörg Haider eh in der FPÖ schon genug.

wiesengarten
21
11.2.2012, 21:57
Vor einigen Tagen hat alles gegen die F-Reise nach Tschetschenien gewettert,

es wurde festgestellt, dass Khadyrov nach wie vor ein Diktator ist, ein Statthalter Putins, der auch in Ö Leute abknallen lässt. Zeitgleich mit dieser Familie wurde auch gegen die Deportation einer tschetschenischen Familie protestiert, davon hat man nichts mehr gehört. Die gleichen Leute, die gegen die F-ler-Reise protestiert haben, sind jetzt dafür, dass gut integrierte Flüchtlinge "ausgeschafft" (Schweizer Bezeichnung für Abschiebung) werden.
Im Kosovo gibt es noch immer Blutrache und Menschen, die eventuell mit Serbien kooperiert haben, werden nach wie vor verfolgt. Befriedetes Land? Keineswegs.

chat noir
01
12.2.2012, 12:20
nur..

in AT sind sie aber auch nicht sicher.
Oder haben sie den Mord verdrängt.

supermike
12
12.2.2012, 11:10
ein Statthalter Putins, der auch in Ö Leute abknallen lässt

Obwohl grad die Mörder in Österreich verurteilt wurden - tschetschenische Asylanten, einer hat sogar seinen Namen auf einen österr klingenden ändern lassen.

meresi
20
11.2.2012, 21:14
was für ein beschissenes land ist österreich geworden...

da hat man ja angst sich im ausland als solcher zu erkennen zu geben...pfui teifl...

Walles
11
11.2.2012, 19:38
Wie erwartet:

http://www.kleinezeitung.at/nachricht... erst.story
Flug ging unerwartet früher - selten so einen Scheiss gehört!

wiesengarten
21
11.2.2012, 21:37
Ich kenne mich nicht mehr aus

Sind sie jetzt weg oder noch da?
Wenn sie freiwillig ausreisen, womöglich mit Rückkehrhilfe, dürfen sie mindestens 6 Monate lang nicht zurückkommen. Das bedeutet für die Kinder, dass sie ein ganzes Schuljahr verlieren werden. Falls es überhaupt eine Rückkehr gibt und das Arbeitsvisum für den Vater bewilligt wird. Wie lange kann der Bauer auf seinen Arbeiter warten, bis zum Ende der Erntesaison? Braucht er ihn nicht im Frühjahr und Sommer?
Das ist alles schwachsinnig und hat nichts mehr mit Gesetzestreue zu tun, sondern ist nur noch gehässig. Leid tun mir die Kinder und ihre Schulfreunde, schade um die Chance eine hoch motivierte Familie in Ö sesshaft zu machen.

erkelteter tiger
67
11.2.2012, 19:00
der unterschied zwischen grünen und fpö

die grünen unterstützen gut integrierte menschen die hier arbeiten und auch weiterhin hier leben wollen

die fpö unterstützt despoten, mörder, diktatoren und andere irre (gaddafi, hussein, kadyrow, ...),

weil sie offensichtlich blutgeld für ihre parteikassen brauchen

supermike
73
11.2.2012, 19:15
gut integrierte menschen die hier arbeiten und auch weiterhin hier leben wollen

Saisonjob beim Landwirt nennst du arbeiten ?

erkelteter tiger
16
11.2.2012, 19:25

was ist schlecht an der arbeit bei einem bauern?

die arbeitsuche ist halt nicht einfach, wenn man ein spielball der politik ist

The mean green
52
11.2.2012, 19:46

Bei ca. 300.000 Arbeitslosen in AT findet sich auch ein Ösi dafür. Wenn man finden will, und nicht nur ein Angebot für die Öffentlichkeit macht.

supermike
01
12.2.2012, 11:05
Bei ca. 300.000 Arbeitslosen in AT findet sich auch ein Ösi dafür

300.000 haben wir aber nur, weil der Rest in WKO Weiterbildungskursen geparkt wird und nicht in die Statistik fällt.
Vom personalmäßig aufgeblasenen und sinnlosen Apparaten wie WKO und Verwaltung mal abgesehen.

Würde man unsere Verwaltung optimieren (Stichwort: E-Government), die Kompetenzen der Korruptionslegalisierungsstelle WKO an Gewerbeämter und Wirtschaftsministerium abgeben (nur noch Ausbildungsfunktion), die unwilligen Arbeitslosen aus sinnlosen Projekten nehmen und Arbeitslose nicht mehr zur von vornherein zum Scheitern verurteilten Selbstständigkeit drängen, hätten wir nämlich grob 750.000 arbeitslose Österreicher.

Der eine Kosovare ist nicht das Problem, das liegt ganz wo anders. Trotzdem ist eine Rückführung sinnvoll.

wiesengarten
10
11.2.2012, 21:38
woher wollen Sie das wissen?

volldienull
22
11.2.2012, 18:06

es beeindruckt mich wie sehr Verrohung auch in friedlichen Zeiten um sich greift, anhand dieser Tatsache sieht man, wozu Menschen unter begründeter Angst (Kriegsgeschehen etc.) leidend, fähig sind.

Die Frage die sich mir stellt, warum erachten es Menschen tatsächlich für notwendig, ohne jeden Sinn, sich gegenseitig zu drangsalieren, wird hier Recht zum "Massen Sadismus" Instrument?

Alfredo E. Newman
40
11.2.2012, 18:50

warum sich die Menschen drangsalieren?

Ganz einfach: weil die meisten Menschen liebesunfähig sind und wenn sie fikkken, dann befriedigen sie sich nur selbst und sind trotzdem unbefriedigt.

armin delmenhorst
 
43
11.2.2012, 19:31
Alfredo, sind wir für 3 Minuten wieder

Berufsjugendlicher gewesen, oder wie sollen wir sonst Ihr Posting verstehen.

Von dem abgesehen, wenn diese Menschen anstatt bei uns herumzulungern ihre Heimat aufbauen würden und halbwegs zivilisiert leben würden, Sie können sicher sein, wir autochthone Österreicher/innen würden sie lieben, uns besuchen kommen und ihnen mit Respekt begegnen. Aber wie soll man Menschen respektieren, die das Gastrecht missbrauchen?

Warum diskutieren wir hier nicht, was zu unternehmen wäre, damit unten mal ordentliche Zustände herrschen anstatt sich gegenseitig mit unproduktiven Schuldzuweisungen zu quälen? Die Mafia lacht sich wahrscheinlich einen Ast.

Alfredo E. Newman
41
11.2.2012, 20:21

was heisst hier bitte "ihre Heimat aufbauen würden"

Hätten sie Lust ihre Heimat aufzubauen?

Also, ich hätte besseres zu tun, als meine Heimat aufzubauen, die irgendwelche hirnlosen, faschistischen, primitiven Vollidioten zerstört haben.
Soll ich meinen Kopf für brutale Arsxxlöchxx hinhalten?
Fällt mir doch nicht ein! Dazu ist mir mein Leben zu wertvoll.

blueeyes82
43
11.2.2012, 17:26
Im Kosovo herrscht schon lange kein Krieg mehr und die zugewanderten Ausländer sichern nicht unser Pensionssystem!

Es gibt sicher Härtefälle, keine Frage. Trotzdem sind Gesetzte einzuhalten, muß jeder andre Staatsbürger auch!

armin delmenhorst
 
54
11.2.2012, 19:12
Bei Ex-Jugos gibt es keine Härtefälle

das gehört zum PR-Package von der einschlägigen Industrie. Gerade für solche Fälle, für die es nicht einmal ein Fünkchen Berechtigung gibt, müssen sie ne Sprachregelung finden. Deswegen auch das scheinheilige Herumeiern von "humanitärem Bleiberecht", etc.

Man erinnere sich noch an all die Bosniaken, die wir auch nie wieder wegbrachten. Anfangs hieß es vorübergehend, dann sooooooooo gut integriert. Anständige Menschen, die ihre Heimat lieben, würde sich für die Aufnahme bedanken und wieder zurückkehren - aber das wäre wohl zuviel verlangt.

Ne radikale Verschärfung des Fremdenrechts, Stopp des Verschenkens von A-Pässen und vor allem die Streichung von öffentlichen Mitteln für die einschlägige Industrie wäre ein Gebot der Stunde.

armin delmenhorst
 
1116
11.2.2012, 16:34
Wann kommen die Grünen zur Vernunft?

Warum sollten wir diese Albaner noch länger dulden? Jetzt, wo selbst das Kosovo frei ist. Man sieht an solchen Fällen deutlich, wie sehr sich schon die einschlägige Industrie festgesetzt hat - und sich die Grünen leider missbrauchen lassen. Das mit dem Bauern ist ohnehin ein eigenes Thema - weil der einen Vollarbeitsplatz bieten kann. Dieser sollte selbst Ziel einer schonungslosen Untersuchung sein.

Warum können diese Goodies die Familie nicht im freien Kosovo unterstützen? Anstatt die Jugos jetzt, wo Friede herrscht, nach Hause zu schicken, wird das Land erneut geflutet. Sorry, aber dafür hat wohl nur ne Minderheit Verständnis.

mein toaster liegt am tierfriedhof
02
11.2.2012, 19:12

Dass ein Posting, in dem ungeschönt die Beschimpfung "Jugo" steht, so viel grün kriegt, schockiert mich zutiefst.

armin delmenhorst
 
01
12.2.2012, 10:54
@toast - Jugo ist keine Beschimpfung

sondern so nannten sie sich selbst damals, als es das Tito-Jugoslawien noch gab. Anscheinend sind Sie nie mit einem "Gastarbeiter" zusammengetroffen, wie die überwiegende Mehrheit hier im Forum, die nun auf obergescheit und Goodie macht.

mein toaster liegt am tierfriedhof
00
13.2.2012, 13:16

Bin selber so ein sog. "Jugo", also spielen Sie sich nicht auf, bevor Sie den Sachverhalt nicht kennen. Und ich empfinde dieses Wort sehr wohl als Beschimfung.

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