Das Bodenwunder von Wiener Neustadt

10. Februar 2012, 15:07
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Ein Platzwart als Held vor dem Gastspiel von Tabellenführer Rapid - Schöttel: "Mannschaft muss Verhältnisse annehmen"

Parndorf - Der SC Wiener Neustadt hat mit aller Macht darum gekämpft, dass Sonntagsspiel (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky) der Fußball-Bundesliga gegen Winterkönig SK Rapid zum Frühjahrsstart über die Bühne zu bringen. Der Platz präsentierte sich tatsächlich - es klingt wie ein Wunder - auch am Freitag in gutem Zustand. Mehr Sorgen als der Untergrund bereitet Neustadt-Coach Peter Stöger jedenfalls der Personalstand in seinem Kader.

Fernando Troyansky, Thomas Kral, Mario Reiter und Stürmer Günter Friesenbichler fallen fix aus, Christian Ramsebner zu "99 Prozent". Zudem ist der Einsatz von Michael Madl noch fraglich. "Für uns ist das Kapfenberg-Spiel in einer Woche auch sehr wichtig, deshalb werde ich ihn nicht um jeden Preis bringen", ließ Stöger einen Einsatz des Ex-Austrianers noch offen. 

Der Platz als Baby

Der Platz in der Giltschwertgasse war am Donnerstagnachmittag bei einer Vorkommissionierung von Schiedsrichter-Manager Fritz Stuchlik für bespielbar erklärt worden. Der darauffolgende Schneefall hatte keine gröberen Auswirkungen, war das Feld doch vor allem dank des unermüdlichen Einsatzes von Platzwart Nazif Ahmeti am Freitag in der Früh bereits wieder geräumt. "Nazif ist nicht zu ersetzen, er ist Tag und Nacht da, der Platz ist sein Baby und so kümmert er sich auch darum", setzte Stöger zu einer wohlverdienten Eloge an.

Die vor eigenem Publikum seit vier Runden ungeschlagenen Niederösterreicher trainierten bereits am Donnerstag auf dem Hauptfeld und hielten auch ihre Übungseinheit am Freitag dort ab. 

Während sich die Wiener Neustädter schon lange mit den Bedingungen bekannt machen konnten, sind die Rapidler erst seit spätem Mittwochabend nach Österreich zurück gekehrt. "Die Mannschaft muss sich jetzt auf die neue Situation umstellen, die Verhältnisse annehmen, wie sie sind. Ich denke aber nicht, dass das ein Problem sein könnte, es sind ja alles Profis", sah Trainer Peter Schöttel die Sache gelassen. "Man sollte das Thema nicht zu groß machen."

Am Donnerstag konnte in Wien nur auf Kunstrasen trainiert werden, da die Rasenheizung der Hütteldorfer im Hanappi-Stadion zu spät aufgedreht worden war. "Wenn die Liga sagt, wir spielen, dann ist es so. Es ist eine Schlüsselpartie für uns, nach der wir mit drei Punkten nach Hause fahren wollen", meinte Schöttel. Im Tor des seit neun Runden ungeschlagenen Tabellenersten wird weiterhin Lukas Königshofer stehen, ob Helge Payer oder Jan Novota auf der Bank sitzen wird, ließ Schöttel noch offen.

Thomas Prager wurden am Donnerstag gleich zwei Weisheitszähne gezogen, er fällt daher aus. Daneben fehlt den Hütteldorfern Stürmer Rene Gartler, der noch einen Trainingsrückstand aufweist. (APA/red)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SC Wiener Neustadt - SK Rapid Wien (Stadion Wiener Neustadt, Sonntag, 16.00 Uhr/live ORF eins und Sky, SR Schüttengruber). Bisherige Saisonergebnisse: 0:2 (h), 1:1 (a)

Wiener Neustadt: Siebenhandl - Klapf, Madl/Borsos, Maak, A. Schicker - Besenlehner - Pollhammer, Stanislaw, D. Wolf, Saurer - Ciftci

Ersatz: Poyraz - Evseev, Lärnsack, Prskalo, Salkic, Felix, Lindner, Helly

Es fehlen: Troyansky, Kral, Reiter, Friesenbichler (alle verletzt oder rekonvaleszent)

Fraglich: Imamoglu (fehlende Spielgenehmigung), Ramsebner, Madl (beide angeschlagen)

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer - Heikkinen, Kulovits - Trimmel, Hofmann, Drazan - Burgstaller

Ersatz: Payer/Novota - Patocka, Soma, Thonhofer, Nuhiu, Alar, Prokopic, Wydra, Grodzurek

Es fehlen: Gartler (Trainingsrückstand), Prager (Weisheitszähne gezogen), Novota/Payer (nicht im Kader)

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