Steirische Designer üben "Nation Branding"

Die Creative Industries Styria-Convention erörterte künftige Wege der Kreativ-Industrie - Das Design-Nachwuchs-Ausbildungslabor könnte auslaufen

Graz - Die "Creative Industries Styria" (CIS) haben sich Donnerstagabend bei ihrer diesjährigen Convention in der Grazer Helmut-List-Halle mit dem Leitthema "Nation Branding" befasst. Dazu gab es einen mit CIS-Impulsen kreierten Stuhl zu bestaunen, einen Vortrag des Londoner "Corporate Identity-Papst" Wally Olins sowie einen Ausblick in die kreative Zukunft der Steiermark. Unterdessen läuft das Designer-Ausbildungslabor "Beta Young Creative Lab" eher schlecht aus recht - eine Evaluierung ist im Gange.

"Nation Branding" heißt das neue Zauberwort in der Kreativwirtschaft. Das Land muss auffallen und zwar positiv, um die Blicke von potenziellen Investoren auf sich zu ziehen. "Wir erarbeiten hier ein Alleinstellungsmerkmal für die Region", so Landesrat Christian Buchmann, "denn die Steiermark als hochinnovativer Standort hat mehr zu bieten als Äpfel und Kernöl." CIS-Geschäftsführer Eberhard Schrempf baut auf die Wechselbeziehung zwischen den Kreativen und Wirtschaft: "Ohne Kreativität gibt es keine Innovation, und ohne Innovation kann man kein passendes Milieu entstehen lassen."

"Apple Records"-Gründer als Stargast

Der Stargast des Abends war Nation Branding-Spezialist Wally Olins, der seit den 1960er-Jahren in und außerhalb von London Ideen ein Gesicht gibt. Immerhin kreierte er das Beatles-Label "Apple Records". Dass in der Steiermark erdachte Produkte auch in die Tat umgesetzt werden, wurde ebenfalls demonstriert. Zu bewundern gab es einen formbaren Stuhl namens "Vorläufer", der nun in Produktion geht.

Aber es ist auch in der Kreativwirtschaft nicht alles Gold, was glänzt. Vor eineinhalb Jahren wurde in Graz das Kreativlabor "Beta Young Creative Lab" ins Leben gerufen. Es sollte Talente aus der Kreativwirtschaft weiterbilden, aber auch in den heimischen Arbeitsmarkt einführen. Als Initialzündung gab es eine Landesförderung aus dem Wirtschaftsressorts, durch externe Aufträge sollte Geld ins Kreativlabor zurückfließen.

Kündigung bei "Beta-Lab"

240.000 Euro hätte das Beta Lab bis jetzt wieder hereinspielen sollen, doch nur 120.000 Euro sind es geworden. Geschäftsführer Harry Kouba reichte mittlerweile die Kündigung ein und Burghard Kaltenbeck, Chef der Wirtschaftsförderung des Landes, hat eine Evaluierung gestartet. "Wir müssen jetzt in der zweiten Phase versuchen, noch einmal durchzustarten. Wenn uns das nicht gelingt, werden wir das Projekt geordnet beenden und auslaufen lassen", so Kaltenbeck. Ursprünglich war geplant, dass sich das Beta Lab ab dem Jahr 2013 von selbst trägt. (red/APA)

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3 Postings
"Nation Branding" und "Creative Industries Styria": Tiefstes 90-er Jahre-Geschwafel....

*gähn*

da sind zuviel halbgebildete und auszubildende am werke

aber solang Gelder fließen, machen sie sich einen spaß draus und verbrenne es s0 lustig es geht. graz - Sittich of design. dieser Titel ist echt und nicht teuer gekauft.

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