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Opposition zerreißt Sparpaket

11. Februar 2012, 12:31

Grüne sehen "erbärmliche Performance" und "Schmäh" der Länder - FPÖ und BZÖ kritisieren Zahlungen an Griechenland

Die Grünen sind mit den bisher bekannten Eckpunkten des Sparpakets unzufrieden. Reformchancen seien vertan worden, die "Gerechtigkeitslücke" bleibe, kritisierte der stellvertretende Klubchef Werner Kogler in einer Pressekonferenz am Freitag. Die SPÖ habe eine "erbärmliche Performance" gezeigt.

"Steueroase"

"Wenn das der Aufbruch sein soll, dann gute Nacht, Österreich", wetterte Kogler. Das Paket sei das Gegenteil von innovativ, das Land bleibe damit eine "Steueroase für Superreiche". Strukturreformen im Verhältnis Bund, Länder, Gemeinden etwa im Gesundheitsbereich würden vermieden, "es bleibt alles Flickwerk und Stückwerk".

"Schmäh" der Länder

Kritik übte Kogler an den Landeshauptleuten, der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) habe einen "Riesenschmäh" abgeliefert. Weil die Länder nämlich an allen neuen Steuereinnahmen zu einem Drittel beteiligt werden wollen, betrage ihr ohnehin nur vage zugesagter Beitrag statt 5,2 nur 2,7 Mrd. Euro. Dazu komme, dass alle Vereinbarungen mit dem Bund bis 2016 verlängert werden sollen und - für Kogler am schlimmsten - die Länder bei jeder künftigen Steuerreform mitreden wollen.

Auf Totalblockade im Nationalrat wollen die Grünen dennoch nicht gehen, schließlich sei etwa die Abschaffung des Steuerprivilegs für Agrardiesel zu begrüßen, so Kogler.

Verkleinerung des Bundesrates: Grüne dagegen

Verkleinert werden soll im Zuge des Sparpakets auch der Bundesrat. Die Grünen werden keinesfalls zur nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit beitragen. Denn die Verkleinerung der Parlamente und der Regierung sei "nur populistisch". Sie bringe keine große Einsparung - und auch der dringend nötige Ausbau der Kontrollrechte werde nicht vorgenommen, erklärte Verfassungssprecherin Daniela Musiol. FPÖ und BZÖ legten sich vorerst nicht fest.

Nötig ist die Zustimmung einer Oppositionspartei, weil die Größe der Länderkammer im Bundes-Verfassungsgesetz verankert ist. 

Aufregung bei Wiener Grünen

Die Wiener Grünen halten sich noch offen, dem Bundesländer-Beitrag beim Sparpakte zuzustimmen. Schließlich sei das Paket nach derzeitigen Informationen "enttäuschend" und bringe in erster Linie Lasten für die "normale" Bevölkerung, sagte Klubchef David Ellensohn.

Die Wiener SPÖ hat sich unterdessen bemüht, die Grünen zu beruhigen. "Wie die Aufteilung dieses Beitrags unter den Bundesländern aussehen wird, werden wir mit unserem Koalitionspartner besprechen, da hierfür auch Beschlüsse notwendig sein werden", versprach SPÖ-Klubchef Rudolf Schicker am Freitag in einer Aussendung. "Weder Wien noch ein anderes Bundesland verhandelt über die inhaltlichen Aspekte des Sparpakets mit." Dieses sei ein Ergebnis der SPÖ-ÖVP-Verhandlungen auf Bundesebene.

FPÖ und BZÖ kritisieren "Versteckspiel" der Regierung

Die FPÖ wirft der Regierung vor, sie "verstecke" das Sparpaket im Freitagabend. So handle nur, wer "etwas zu verbergen" habe. In einer Aussendung am Freitag nannte Generalsekretär Herbert Kickl die Wahl des Präsentationszeitpunkts eine "unseriöse Vorgangsweise". Außerdem kritisierte Kickl, dass die Opposition auf jene "Gerüchte" angewiesen sei, die über die Medien in die Öffentlichkeit sickern. Klar ist für die FPÖ, dass die Regierung weitermachen werde wie bisher und das Geld an "Pleitestaaten verschleudert" werde, anstatt "bei eigenen Privilegien" wie den Politikerpensionen zu sparen.

Auch das BZÖ kritisierte das "Versteckspiel rund um das Sparpaket". BZÖ-Koordinator Markus Fauland vermutete in einer Aussendung am Freitag, die Regierung würde sich für das Ergebnis ihrer Verhandlungen "schämen", da es an einem Freitagabend präsentiert werde. Den Österreichern werde - nach den bisherigen "inoffiziellen Informationen" - mit dem Sparpaket die Rechnung für "das Griechenland-Abenteuer" der Regierung präsentiert. Fauland wünscht sich "echte Reformen statt neuer Steuern".

Die FPK sieht zu viele offene Fragen bei dem am Freitag präsentierten Sparpaket der Bundesregierung. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler kritisierte am Samstag bei einer Pressekonferenz, dass vieles noch gar nicht verhandelt sei. So stünden 35 Prozent der geplanten Steuereinnahmen noch in den Sternen. Womöglich wolle sich die Regierung mit diesen Ankündigungen nur über die Nationalratswahl "drüberretten". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 203
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netoli
00
13.2.2012, 09:20
Mogelpackung-Melkkühe sind wieder die ASVGler und die Selbstständigen.

Mogelpackung-Melkkühe sind wieder die ASVGler und die Selbstständigen.
Wenn die Beamtenvertreter und sonstigen beteiligten Gruppierungen so milde in die Kamera lächeln muss ja etwas faul sein.

Die Melkkühe sind wieder die ASVGler und die Selbstständigen. Bei den Beamten wurde nach der exorbitanten Lohnerhöhung vom Herbst eben jetzt mal ausgesetzt. Die Pensionsprivilegien wurden garnicht (Antrittsalter, Hacklerregelung etc) angefasst. So ist es eben wenn Beamte über Beamte einsparungen verhandeln. Gesparrt wird eben am meisten immer bei den anderen.

Es gilt nach wie vor - Umsetzung der 599 RH Vorschläge

Otto Kegele
 
00
12.2.2012, 23:04
Für PolitikerInnen und für die Hochfinanz sind wir, das dumme Volk, nicht mehr und nicht weniger Wert als für einen Bauer das Vieh.

VOR DER WAHL sind wir Stimmvieh,
NACH DER WAHL sind wir Rindviecher,
dazwischen werden wir gemolken und sind für
diese abgehobene Gesellschaft nicht mehr wert als das, was die Viecher unterm Schwanz von sich geben.

Es reicht, es ist höchste Zeit zu einer Wende!

FRUSTRIERTE BÜRGER UND WÄHLER VEREINIGT EUCH!
EMPÖRT EUCH - PROTESTIERT!
Fordern Sie Ihren persönlichen STIMMZETTEL (zur Abgabe Ihrer Protest-stimme) für die nächste Kommunal- Landtags- oder Nationalrats- Wahl an, unter der E-Mail-Adresse: otto.kegele@gmx.at

maus 14
00
12.2.2012, 13:36

wurden die primären verursacher des sparpaketes im sparpaket auch kräftig eingebunden?
ich seh nur die masse , die federn lassen muss.
unschuldig für zugeschaute misszustände und misswirtschaft.
dafür weniger gesundheit und bildung
weniger wohnen und weniger essen
weniger mobil(sprit und öffis)
weniger am sozialen leben teilhaben
hauptsache alle grossfirmenbilanzen steigen in den himmel

Stbo
 
00
11.2.2012, 22:49

Die Grünen und der Hr.Dörfler haben mMn die vernünftigsten Stellungnahmen abgeliefert.
Warum soll das Ergebnis nicht am Freitagabend vorgestellt werden. Ausserdem erfährt man das auch noch am Samstag, wenn es einen interessiert.

Franz Waschbär
00
11.2.2012, 22:48
opposition ?

also von einer echten opposition würde ich mir erwarten, dass mit dem finger auf die verursacher dieser misere zeigt und sich nicht kritiklos in den austerity-economics wahn einreiht.

walter helfmann
00
12.2.2012, 00:59
irre oder täusche ich mich:

effen und bzöler haben klar erkannt, dass die überschuldung griechenlands die misere verursacht hat.

wirklich schuldlos sind die kummerl, die liberalen und die grünen: die waren und sind an regierungen und deren verschuldungspraktiken nicht beteiligt.

övp klubobmann johannes kopf und generalsekretär karlheinz (ohne bindestrich!) rauch betonen - und sie betonen dies ausdrücklich -, dass das maßnahmenpaket der bundesregierung die handschrift der övp trägt.nicht nur vorübergehend.

dem klerikalen stimmvieh der beamten und pensionisten wirds wurst sein, sie halten die andere backe hin.

auch ich halte die backen hin. backen, die das sonnenlicht selten erreicht.

Herrlich1
01
11.2.2012, 19:19

Frage. Könnte vielleicht der Startpunkt die zu erwartende Einnahme sein? Und dann kann nur verteilt werden, was auch eingenommen wird. Überziehungsrahmen ist völlig ausgeschöpft und es gibt keine zusätzlichen Einnahmen.
Danach wird der Schlüssel für die Verteilung festgelegt. Mir kommt vor, als würde die Regierung alle Ministerien und Länder nach deren Bedarf fragen. Nur das ist nicht Sache. Wir haben zB 100 und können nur 90 ausgeben, da wir mit 10 unser Defizit reduzieren. Ihr verdient stattliches Salair um euch zu überlegen, wie der Laden läuft mit weniger Kapitaleinsatz und nicht woher mehr nachfließen kann. Vielleicht sind unsere gelernten Politiker zu dieser Denkweise nicht fähig.

Chiricahua
22
11.2.2012, 18:18
die grünen würde man ernster nehmen können,

hätten sie nicht jahrelang nur schwulenehe und tittenquote thematisiert.
lifestylepolitikerinnen wie glawishnig sind so abgehoben, dass es hämisch ist, wenn sie über familien und alleinerziehende mütter spricht. ich hab sie life erlebt in linz, 2x. jedesmal hat sie mindestens drei schülerinnen oder studentinnen, die sich um das kind kümmern, das sie natürlich erst mal medienwirksam in die kameras hält. hinterher tut sie dann so als könnte sie sich einfühlen in das thema derjenigen, die mit 2 jobs und 12-16 stunden arbeit am tag mit müh und not € 1.200,00 erwirtschaften um sich und die kinder über wasser zu halten. wo sind die themen von wegen sozialer gerechtigkeiten, neuer vermögensverteilung, alternativenergien? blablabla

Stbo
 
10
11.2.2012, 23:42
Was sollen diese Anschüttungen?

Dass Frau Gl.nicht auf das Kind achtgeben kann, wenn sie auf einer Veranstaltung ist, ist doch klar (sind Sie ihr um das Kind neidig oder wie soll man das verstehen?) und wenn Sie sich nur für Schwulenehe und Tittenquote interessieren, werden Sie das Andere nicht hören. Denn die Grünen stehen schon seit vielen Jahren für Alternativenergie. Und wenn Sie studiert hätten wie Frau Glaw., würden Sie vielleicht auch mehr als 1200,--€ verdienen. Das nur, weil Sie so unfair hier herumposten!

Chiricahua
11
12.2.2012, 14:16
unfair?

alles, was ihnen nicht passt, ist unfair, gell? ich hatte das glück studieren zu dürfen, aber behaupten sie ja nicht, dass es jedem selber obliegt, ob er studiert oder nicht. ihr posting steht 100% für die scheuklappen der grünen. wir sind wir, und wer uns nicht versteht hat ein problem. vielleiht sollten die grünen mal drüber nachdenken, sich so auszudrücken, dass eben nicht nur akademiker sie verstehen. dann würden sie auch endlich mal die 10% hürde schaffen...
uund ganz nebenbei: bitte nicht so aggressiv. ein gewiefter grüner würde aus diesem feedback jetzt was andres machen als sich schmollend zurück zu ziehen.

Stbo
 
00
13.2.2012, 09:17

Ein Sprichwort sagt: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück. Lesen Sie doch Ihre beiden Postings und Beurteilen Sie Ihre eigene Aggressivität.
Alles, was Sie vorgebracht haben, sind eben Anschüttungen und keine Argumente. Woher wollen Sie wissen, dass ich Grüner bin? Mir ging es um eine gerechte Beurteilung. Selber bei der Nase nehme, bitte.

Chiricahua
00
13.2.2012, 10:24
sie sind persönlich geworden, während

ich eine parteipolitik kritisiert habe. das ist was anderes, aber das scheinen sie nicht zu verstehen.

Lucien de Rubempre
01
11.2.2012, 19:20
und der faymann

wirkt auch als vertreter der pensionisten nicht wirklich glaubwürdig... der war doch noch keinen tag in pension...

Der Busfahrer
00
12.2.2012, 15:25
faymann...

...wirkt nur als leserbriefschreiber glaubwürdig....
seine steuergeldfinanzierten guten kontakte zum boulevard waren seine qualifikation für dieses amt, persönlich steht der mann für... nichts.
inzw. ist er sogar 90% der sozis peinlich.

Bsoffokles
73
11.2.2012, 13:33
Warum...

wird in diesem Artikel zu 80% über die Positionen der Grünen geschrieben, wenn die Opposition aus 75 Mandataren besteht und die Grünen davon nur 26% innehaben..

give me a hint ;-)

somussesnichtsein
03
11.2.2012, 17:45
der hint!

weil die anderen alle zum vergessen sind!

Ich bin der Meinung...
012
11.2.2012, 16:14
Ein Grund könnte in der sachlichen Argumentation

liegen, die traditionell bei den Grünen stärker ausgeprägt ist wie bei FPÖ/FPK/BZÖ.

Zur Darstellung von polemischem Gequake reicht in der Regel ein einziger Halbsatz.

Bran Van
35
11.2.2012, 15:55

weil der standard immer mehr zum haus- und hofmedium der grünen verkommt. verstehen sie mich nicht falsch ich kann mich mit sehr vielen ideen der grünen inhaltlich identifizieren. jedoch ist der populismus, vor allem jener von den wiener grünen, mit ihrer "fähigen" stadtplanungsemanze, der hier immer wieder gebracht wird, zum haare raufen.

Stbo
 
10
11.2.2012, 22:41

Und Sie glauben, die Stadtemanze kann arbeiten unter der erdrückenden Übermacht der Roten, wie sie will? Und man hat den Grünen nicht von Haus aus schwierige Themen gegeben, wo man sie dann vorführen kann?
Und in allen Amtsstuben befinden sich hs. Rote, die torpedieren, woanders halt Schwarze.
Um den Machterhalt muss man schon kämpfen.

Bran Van
11
12.2.2012, 20:48

wenn sie nicht arbeiten kann unter der "erdrückenden allmacht", dann soll sie sich nicht so aufspielen als würde sie die welt verändern.

Stbo
 
10
13.2.2012, 09:58

Ihr Posting ist ja an Gehässigkeit kaum noch zu überbieten. Wir ersticken ja eh schon in Autos. Woanders dürfen sie nicht einmal mehr in die Stadt hinein. Dass die feigen Roten den Grünen dieses Ressort übertragen haben, zeigt ja nur, dass sie selbst es nicht schaffen und ich bin überzeugt, dass sie viel blockieren, was gar nicht öffentlich gemacht wird. Ich würde schon lange aus dieser Koalition aussteigen, wenn ich Fr. Vassil. wäre.

Bran Van
00
13.2.2012, 11:23

Da geht noch locker mehr an "Gehässigkeit" ;)

badaussie
13
11.2.2012, 13:55
Prozentrechnung ...

... ist nicht jedermanns sache. das sehe ich durch das obige posting wieder mal bestätigt.

ein ca. 1/3 des gesamten artikels steht unter der überschrift 'FPÖ und BZÖ ...'. darunter wird auch genug darüber angegeben, was die beiden innovativsten politischen lager österreichs so von sich geben.

an anderer stelle wird angeführt, dass FPÖ und BZÖ keine position einnähmen. wo liegt also das problem?!

meresi
11
11.2.2012, 16:13
lach am frühen morgen ...

ja ja die estreicher...net lesen und rechnen können aber die goschn offn...dann wird sein beitrag noch bewertet..von einen anal-phabeten

Cerv_antes
010
11.2.2012, 13:54

... wahrscheinlich, weil die Grünen hierzu auch was zu sagen haben, was bei FPÖ und BZÖ noch nicht der Fall ist. Dort wird wohl gewartet, was man sich vom Stammtisch - dem Think-Tank der Braunen ... ähhhh Blaurangen - abhören kann.

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