Vor Verkehrsministerium

Protest gegen geplante Schnellstraße S7

10. Februar 2012, 13:34

Aktivisten übergaben Hunderte Einwendungen

Wien - Zu lautstarkem Protest ist es am Freitagvormittag vor dem Verkehrsministerium in Wien gekommen. Grund dafür war eine Demonstration gegen die geplante Schnellstraße S7 in den Bezirken Jennersdorf und Fürstenfeld im Burgenland beziehungsweise in der Steiermark. Dabei übergaben die Aktivisten der "Allianz gegen S7" hunderte Einwendungen gegen das Straßenprojekt, wie die Allianz in einer Presseinformation mitteilte.

So würden Luftschadstoffe, deutlich mehr Lärm und gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die neue Schnellstraße entstehen. "Das Landschaftsbild wird zerstört, Wirtschaft und Tourismus werden geschädigt und die hohen CO2-Emissionen widersprechen unseren Klimaschutzzielen!", betonte "Allianz gegen S7"-Sprecher Johann Raunikar.

Baubeginn: Frühjahr 2012

Außerdem bemängeln die Demonstranten, dass die Straße verkehrsplanerisch keine Funktion hätte und daher nutzlos wäre. Anstatt eine halbe Milliarde Euro für den Bau der S7 aufzuwenden, sollte unter anderem in öffentlichen Verkehr, kleinräumige Umfahrungen und in den Ausbau der Radwege investiert werden.

Der Bau der S7 ist laut Asfinag für das Frühjahr 2012 geplant. Die Schnellstraße soll von Riegersdorf in der Steiermark bis Dobersdorf im Burgenland reichen. Schon seit Jahren kämpft die steirisch-burgenländische Bürgerinitiative "Allianz gegen die S7" gegen die Errichtung der S7. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
1 2
ama2deus
00
20.2.2012, 04:31
565mio

für eine angeblich unumgängliche hochleistungstrasse quer durch den bezirk jennersdorf und durch den bezirk fürstenfeld.

beide bezirke orientieren sind wesentlich nach graz hin orientiert, beide bezirke haben eine bestehende bahnverbindung nach graz, die stark ausbauungswürdig wäre.

565 mio euro könnten da vielleicht ganz praktisch sein um die bahnverbindung nach graz auszubauen, zb durch elektrifizierung, zweigleisigen ausbau und verdichtung der intervalle

aber hierbei geht es ja um unsinnigen bahnverkehr, da denkt man ja nach bevor man investiert, nicht so wie beim straßennetz...

OttotheBusdriver
30
11.2.2012, 11:57
Schön!

Hoffentlich ersparen sich die Benutzer viel Zeit durch die neue Straße.

Schnell bauen!

Crazy-Business
66
10.2.2012, 23:19

Hängt die Grünen, so lange es noch Bäume gibt!

-praktischer Chaostheoretiker-
02
11.2.2012, 17:23

wenn du die Grünen durch "verrücktes Business" ersetzen würdest...

wäre es dein erstes Posting hier, welches man sofort mit grün unterstreichen könnte..!

monototal
 
00
11.2.2012, 15:12

wie kann man nur so einen stuss fabrizieren?

firenze
47
10.2.2012, 19:42
gratulier euch!

immer weniger öffentliche verkehrsmittel in der region, bildungsniveau unterm hund, aber eine fette schnellstraße bauen. ich wünsch euch, dass ihr ein paar politiker zum nachdenken bewegt!

Marcel Baum
10
11.2.2012, 08:29
Aber gerade

weil es immer weniger öffentliche Verkehrsverbindungen im Südburgenland gibt (und niemand auch nur ansatzweise daran etwas verändern möchte, siehe Stilllegung der letzten Bahnverbindung nach QW), muß man dem Individualverkehr zumindest ein entsprechendes Straßennetz bieten.
Statt eine Bahntrasse für die Anbindung des mittleren und südlichen BGLD und der Oststeiermark zu planen, hat man alles Geld in die ohnehin gut ausgebaute Mur - Mürzfurche gestopft.
Der Zug ist im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren, ich sehe das als Auftrag für einen forcierten Individualverkehr in dieser Region.

ama2deus
00
20.2.2012, 04:17

und was hat man in OW - ich nehme an QW soll für OW stehen - von einer S7 in JE und FF?

die von ihnen angesprochene bahntrasse müsste im prinzip komplett neu gebaut werden, wollte sie mit der bestehenden strecke wien-graz mithalten können.

im südbgld. ist kein meter gleis elektrifiziert, geschweige denn zweigleisig ausgebaut. im bezirk GS gibt es noch nicht einmal einen meter gleis.
abgesehen davon müssten richtung wien und richtung graz zahlreiche kunstbauten errichtet werden.

und das alles in einem gebiet, in dem im vergleich zur mur-mürz-furche sehr wenig potenzielle fahrgäste leben!

badat
03
11.2.2012, 23:54

Es ist ja nicht so, dass die Personen die die Öffis zerstören andere sind als die, die alles mit Autobahnen vollpflastern wollen. Zuerst wird der Bahnverkehr unattraktiv gemacht, dadurch fahren immer weniger Leute mit den Zügen, daraufhin sperrt man die Strecke und baut zur Freude der Baulobby eine Autobahn.
Dass Nebenbahnen auch gut gefüllt sein können wenn man sie attraktiv betreibt, zeigen dutzende Beispiele in der Schweiz, Deutschland, ja sogar in Österreich (SLB, WLB)

Marcel Baum
01
12.2.2012, 16:43
Ich bin selbst Betroffener

Ich komme aus den Bergen des Burgenlands mit vertretbaren Aufwqand weder nach Graz noch nach Wien, also bleibt mir nichts über, als über die Berge mit dem Auto zu fahren. In Wien sollte ich dann am besten das Auto zusammenfalten und in die Tasche stecken, weil abstellen kann man es bald nirgendwo mehr.
Mir gehts Gimpfte auf wenn ich sehe, wie an die ca. 300-400 000 Menschen von Hochleistungsschienennetz abgekoppelt werden, nur wegen ein paar lächerlicher Maulwurftunnels, die ein paar Minuten Fahrzeit in einer gut aufgeschlossenen Verkehrsregion bringen sollen.
Und dann soll man sich anhören, dass die vielen burgenländischen Pendler Wiens Straßen dicht machen.

ama2deus
00
20.2.2012, 04:21
auto zusammenfalten

nutzen sie bestehende buslinien mit dichten intervallen, die sie bis ins zentrum wiens bringen.

die bahnverbindung nach OW wurde unter anderem deswegen eingestellt, weil sie mit der konkurrenz durch dr. richard bzw. südburg nicht mithalten konnte!

in wien selbst gibt es genügend P+R-anlagen, die häufig ungenutzt bleiben, es gibt genügend parkhäuser, die leerstehen.
parkflächen gibt es also genug

das südburgenland war NIE an ein hochleistungsschienennetz angekoppelt. wohingegen die mur-mürzfurche an der zweitwichtigsten bahnstrecke österreichs liegt.
die interessen, die hinter einem SBT stehen sind größer als die, die hinter einer bahn durch das dünn besiedelte südburgenland - abseits wichtiger verkehrsachsen - stehen!

Proconsul
22
12.2.2012, 19:58

1) die Bauwirtschaft braucht das Geld für diese Milliardengräber dringender als sie

2) in Wien gibts auch bezahlbare Garagen! ;)

Marcel Baum
11
13.2.2012, 08:19
Die Bauwirtschaft

soll gefälligst in Sotschi buddeln.
Es gibt keine leistbaren Garagen in Wien.

BraS
 
01
13.2.2012, 10:13

50€ sind für einen überdachten Stellplatz wirklich nicht zuviel.

Marcel Baum
10
13.2.2012, 14:54
Ja im Monat schon,

aber die wollen das ja pro Tag

BraS
 
00
14.2.2012, 16:34
sudern statt informieren

Dummschwätz.

46,80 mit Zeitkarte in jeder P&R-Anlage.

ama2deus
00
20.2.2012, 04:23
informieren

wer sich darüber aufregt, dass die bahnline nach OW eingestellt wurde, und ein paar postings weiter behauptet es gäbe keine gute öffentliche anbindung nach wien - obwohl jeder südburgenländer die buslinie G1 kennt - möchte sich wahrscheinlich gar nicht informieren...

badat
11
13.2.2012, 21:40
50-60 Euro sind möglich

Versuchen Sie es mal hier:
http://www.wien.gv.at/parkplatzboerse/

Kleines Beispiel: Dauerparkplatz beim Bahnhof Liesing: 55€, noch >50 freie Plätze

badat
11
13.2.2012, 21:30
Was sollen wir jetzt in Wien tun?

Es kommen pro Tag an die 200.000 Pendler-PKWs in die Stadt, die wenigsten davon aus weiter Distanz, der größte Teil aus mit der Schnellbahn angebundenen Umlandgemeinden (Mödling, etc.). Unsere Straßen sind knallvoll und wenn wir kein Parkpickerl hätten, könnte man in Wien überhaupt nirgends mehr parken. Um die 200.000 PKWs mit P&R am Stadtrand abzufangen, bräuchten wir 200 Parkhäuser à la Siebenhirten. Bitte beschweren Sie sich bei Herrn Pröll in St. Pölten, die nö. Landesregierung setzt verkehrspolitisch nahezu ausschließlich aufs Auto, aber wir derblasen das in Wien nicht mehr. Wenn nur die Fernpendler nach Wien kämen, wäre das alles kein Problem.

Marcel Baum
20
14.2.2012, 10:47
Mich geht der Pröll nix an

Ich brauch mindestens 60 öffifreie km um an einen Zug in Wr, Neustadt ranzukommen. Da such ich nicht in Wr. Neustadt nach einen Parkplatz sondern fahre gleich nach Wien. und wenn ich dann in die Tiefgarage im AKH fahre zahl ich für ein paar Stunden so viel (zweistellig) wie für eine Bahnkarte von Wr. Neustadt.
Seither fahr ich nur mehr nach Wien, wenns gar nicht anders geht, aber mein Körper weigert sich strikt sich ins AKH beamen zu lassen.
Von meinem Freundeskreis in Wien und von den kulturellen Angeboten Wiens hab ich mich wegen der Anreiseproblematik längst verabschiedet, ich betrachte dies als wesentliche Einbuße meiner persönlichen Lebensqualität.

BraS
 
12
14.2.2012, 16:38

also, rekapitulieren wir:

sie haben Alternativen (P&R in Wr. Neustadt).
Die wollen sie aber nicht nutzen.
Sie wollen einfach sudern.

Dann brauchen sie auch weder Hilfe noch Mitleid.

Marcel Baum
00
15.2.2012, 10:27
Das Leben kann ja so einfach sein

wenn man festverdrahtete Synapsen im Hirn hat!

Sie fahren ja auch nicht bis Hartberg mit dem Auto und steigen dann auf den Bus um wenn sie eigentlich nach Graz wollen!

Kein Mitleid mit dem Verkehrsproblemen in Wien, die sind zu 90% hausgemacht.

ama2deus
00
20.2.2012, 04:26
alternativen

ich wiederhole meinen vorigen vorschlag: nutzen sie den bus wenn sie nach wien wollen.

ob sie nun 2 stunden im bus oder im zug nach wien nutzen spielt keine rolle.

BraS
 
00
15.2.2012, 15:45

stimmt, das Leben kann einfach sein, wenn man sich nicht die Mühe machen will, Alternativen zu suchen.

Wenn die Verkehrsprobleme in Wien hausgemacht sind, dann wird Wien auch hausgemachte Lösungen entwerfen müssen - da wird halt auf Einpendler wenig Rüchsicht genommen werden können.

Marcel Baum
00
15.2.2012, 17:34
Na da werden sich die Wiener Geschäftsleute

sehr darüber freuen.
Aber bitte, da wird sich der Pröll erst recht die Hände reiben.

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Posting 1 bis 25 von 64
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