Foxconn-Proteste

Apple soll iPhone "ethisch" produzieren lassen

10. Februar 2012, 12:40

Nutzer demonstrierten vor Apple-Stores gegen Arbeitsbedingungen chinesischer Zulieferer

Nachdem in den letzten Monaten immer mehr über die Arbeitsbedingungen beim Zulieferer Foxconn bekannt wurden, wird der Druck auf Apple höher. Das Unternehmen lässt dort unter anderem seine iPhones zusammenbauen. User forderten nun, dass sich Apple dazu verpflichte "ethische" Produkte zu entwickeln.

Demonstrationen vor Apple-Stores

Am Donnerstag versammelten sich Demonstranten vor mehreren Stores des Unternehmens in den USA, Australien, Großbritannien und Indien, berichtet Wired. Im Rahmen mehreren Petition seien bislang insgesamt 250.000 Unterschriften gesammelt wurden, die den Mitarbeitern der Apple-Stores überreicht wurden. Auf Change.org haben sich bislang knapp über 201.000 Menschen solidarisch erklärt. Die Initiatoren der Kampagne fordern, dass Apple zu den Arbeitsbedingungen bei der Fertigungsfirma Stellung bezieht und seine Firmenpolitik in Bezug auf die Produktion der Geräte ändert.

Gesetze werden nicht eingehalten

Laut Menschenrechtsorganisationen gebe es in China zwar entsprechende Gesetze zum Schutz der Arbeiter. Doch die lokale Regierung erhalte die meisten Einnahmen durch Foxconn und habe kein daher Interesse daran, die Einhaltung der Gesetze tatsächlich zu überprüfen.

"Manufacture Different"

Neben Apple lassen auch weitere Unternehmen wie Dell, HP, Motorola, Nokia, Samsung und Sony bei Foxconn fertigen. Bei Apple, so die Argumentation der Demonstranten, sei die Diskrepanz zwischen dem vermittelten "Wohlfühl-Image" der Produkte und den dahinterstehenden Arbeitsbedingungen besonders groß. In Anlehnung an das Motto des Konzerns "Think Different" wird nun gefordert: "Manufacture Different". (red)

Da Burli mit 3 Ouhrli
00
11.2.2012, 20:23
Es wäre zumindest einmal schön ...

wenn man die KINDERARBEIT unterbinden würde:

http://www.youtube.com/watch?v=Ak06Y_LGTF8

Da Burli mit 3 Ouhrli
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11.2.2012, 20:23
Es wäre zumindest einmal schön ...

wenn man die KINDERARBEIT unterbinden würde:

http://www.youtube.com/watch?v=Ak06Y_LGTF8

Böarny
00
12.2.2012, 00:44
da hast du recht! allerdings produziert bei foxxcon nicht nur apple...

und etwas ironie zu deinem video: schau mal was die moderatorin für einen Laptop hat :P

Axel Klotzberg1
00
10.2.2012, 18:49
Ein Anfang

Ob die anderen Firmen genauso, besser oder schlechter produzieren lassen, ist unerheblich. Jede Diskussion über die Zustände ist gut, wenn auch ein wenig blauäugig. Sobald die Bedingungen besser werden, verteuert sich auch das Produkt und ich möcht die die jetzt pfui schreien dann heulen sehen.

Mr.Blacky
00
10.2.2012, 17:51
Apple soll "ethisch" produzieren lassen und die anderen Hersteller bekommen quasi einen Freipass und dürfen weiter "unethisch" produzieren lassen?

Denn auch wenn Apple einige Trends vorgibt, werden die Anderen bei dieser Sache wahrscheinlich eher den Mittelfinger zeigen.

bonetree
00
10.2.2012, 17:31

FoxConn / Apple hat den besten TrackRecord der Firmen die in China produzieren lassen:

http://arstechnica.com/apple/new... o-more.ars

Natürlich ist es immer noch furchtbar dort, aber damit man mal sieht wie wenig Sinn es macht nur auf Apple hinzuschimpfen.

Mac1984
10
10.2.2012, 16:38

ich finde das OK aber protestieren die auch vor allen anderen Firmen, welche bei Foxconn produzieren lassen oder hat man sich Apple wieder mal als Buhmann und alleinig Schuldigen ausgesucht?

cupertino
11
10.2.2012, 12:59
usd493 - die konkurrenz weiss sich nicht mehr zu helfen

jetzt werden arbeitsrechtler gegen apple aufgehusst. eine jede technologie firma laesst in asien, unter noch viel argeren umstaenden produzieren.

das gute an der sache: vielleicht werden endlich arbeitsstandards in asien angehoben. da werden alle konzerne mitziehen muessen.

Vormund von Peter W1
11
10.2.2012, 13:23

in erster linie sollte gegen die WTO protestiert werden.

china wurde in die WTO unter der auflage aufgenommen, dass sie diese arbeits-standards eben auf westliches niveau zu heben haben und das auch kontrollieren. nix ist passiert, nicht-gewählte bürokraten haben einfach weggeschaut.

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