Regner: Durchbruch bei Derivate-Verhandlungen gelungen

10. Februar 2012, 11:41

SPÖ-Europaabgeordnete: "Wichtige Voraussetzung für Einführung der Finanztransaktionssteuer"

In den Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament, EU-Kommission und Europäischem Rat konnte Donnerstagnacht ein Durchbruch bei den sogenannten OTC-(Over The Counter = außerhalb der Börse gehandelten) Derivaten erzielt werden. Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner erläutert: "Bei OTC geht es um die wirklich wichtigen und großen Bereiche in der Finanzwelt. OTC-Derivate waren 2008/2009 die wesentliche Ursache zur Entstehung der Wirtschaftskrise. 80 Prozent der Derivate wurden ohne Regulierung und Kontrolle außerhalb von Börsenplätzen gehandelt." Bei der Vereinbarung gestern Nacht konnte erzielt werden, dass wesentliche Informationen zu Derivaten den europäischen und nationalen Behörden übermittelt werden, so Regner am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Nach Vereinbarungen zu Leerverkäufen und Credit Default Swaps (CDS) gehe es nun mit OTC-Derivaten um den Kernbereich der ungeregelten Spekulation. "Hier geht es um ein Volumen von 600 Billionen Dollar. Dieser Bereich benötigt Transparenz und mehr europäische Koordinierung", betont Regner, Vizepräsidentin im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments. Die gestern vereinbarte Regelung zur Übermittlung von Informationen werde künftig wesentlich dazu beitragen, "ein umfassendes Bild zu erhalten", sagt Regner. "Das ist auch die Voraussetzung dafür, bei der Einführung der Finanztransaktionssteuer vorwärtszukommen", so die EU-Abgeordnete. (Schluss) sc/pl

Rückfragehinweis: Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: markus.wolschlager@europarl.europa.eu

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0104 2012-02-10/11:41

    Kommentar posten
    Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

    Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.