Verona erwägt mobiles Dach-System für Arena

10. Februar 2012, 11:57
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Internationaler Wettbewerb könnte ausgeschrieben werden

Rom - Die Gemeinde Verona denkt an ein mobiles System zur Überdachung der Arena, dem Wahrzeichen der Stadt. Damit soll die auf Sommer beschränkte Opernsaison auch auf die Winterzeit verlängert werden, heißt es in einem Vorschlag, den der Bürgermeister Veronas, Flavio Tosi, und Arena-Intendant Francesco Girondini überprüfen.

Laut dem Vorschlag soll ein internationaler Wettbewerb für die Planung eines mobilen Deckungssystem für das bekannte römische Amphitheater ausgeschrieben werden, berichtete die lokale Tageszeitung "Corriere del Veneto". In der Sommerzeit soll das Deckungssystem wieder entfernt werden. Der Vizepräsident des Gemeinderats von Verona, Gianluca Fantoni, betonte, dass die Idee, die Arena zu bedecken nicht neu sei. Schon in der Römerzeit wurde die Arena mit Textilien während Wettkämpfe bedeckt.

Die Arena in Verona ist nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Die 45 Stufenränge des Zuschauerraums sind jeweils circa 45 Zentimeter hoch und tief und bieten heute 22.000 Zuschauern Platz. Seit 1913 wird das Bauwerk als Theater genutzt. Am 10. August 1913 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi die Oper Aida aufgeführt. Aufgrund der hervorragenden Akustik konnte sich die Arena schnell als Konzertstätte etablieren. Heute finden vor allem in den Monaten Juni, Juli und August Opernaufführungen und Rock-Konzerte statt. (APA)

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