Außenminister Timerman wegen Malvinas in New York
New York - Im Streit um die Malvinas (Falkland-Inseln) hat sich der
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bei einem Treffen mit dem
argentinischen Außenminister Hector Timerman um Schlichtung bemüht.
Ban habe bei dem Treffen seien Sorge angesichts des "zunehmend
scharfen Schlagabtauschs" zwischen Argentinien und Großbritannien
geäußert, erklärte sein Büro am Freitag. Er habe die Hoffnung
ausgedrückt, dass die beiden Länder eine weitere Verschärfung des
Konflikts vermieden und ihren Streit friedlich und im Dialog lösten.
Beide Länder beanspruchen die spärlich besiedelte Inselgruppe im
Südatlantik, die von den Briten Falklands und von den Argentiniern
Malvinas genannten werden. Timerman hatte kurz zuvor erklärt, er
wolle sich bei den Vereinten Nationen "über die Militarisierung des
Südatlantiks durch Großbritannien" beschweren. Derzeit sei
Großbritannien die größte Militärmacht in der Region. London hatte
kürzlich ein modernes Kriegsschiff zu der Inselgruppe entsandt, sowie
Prinz William zu einem Einsatz als Rettungspilot geschickt.
Vor dem 30. Jahrestag des Kriegs um die Falkland-Inseln hatte sich
zuletzt der Ton zwischen London und Buenos Aires deutlich verschärft.
Am 2. April 1982 hatte die damalige argentinische Militärjunta die
Inselgruppe angegriffen. Bei dem 74-tägigen Krieg starben etwa 650
Argentinier und rund 250 Briten. Großbritannien gelang es
schließlich, die Kontrolle über die Inseln wieder zu übernehmen, die
erstmals 1833 von den Briten erobert worden waren. (APA)