Ban "besorgt" über Konflikt zwischen London und Buenos Aires

10. Februar 2012, 19:18
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Außenminister Timerman wegen Malvinas in New York

New York - Im Streit um die Malvinas (Falkland-Inseln) hat sich der UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bei einem Treffen mit dem argentinischen Außenminister Hector Timerman um Schlichtung bemüht. Ban habe bei dem Treffen seien Sorge angesichts des "zunehmend scharfen Schlagabtauschs" zwischen Argentinien und Großbritannien geäußert, erklärte sein Büro am Freitag. Er habe die Hoffnung ausgedrückt, dass die beiden Länder eine weitere Verschärfung des Konflikts vermieden und ihren Streit friedlich und im Dialog lösten.

Beide Länder beanspruchen die spärlich besiedelte Inselgruppe im Südatlantik, die von den Briten Falklands und von den Argentiniern Malvinas genannten werden. Timerman hatte kurz zuvor erklärt, er wolle sich bei den Vereinten Nationen "über die Militarisierung des Südatlantiks durch Großbritannien" beschweren. Derzeit sei Großbritannien die größte Militärmacht in der Region. London hatte kürzlich ein modernes Kriegsschiff zu der Inselgruppe entsandt, sowie Prinz William zu einem Einsatz als Rettungspilot geschickt.

Vor dem 30. Jahrestag des Kriegs um die Falkland-Inseln hatte sich zuletzt der Ton zwischen London und Buenos Aires deutlich verschärft. Am 2. April 1982 hatte die damalige argentinische Militärjunta die Inselgruppe angegriffen. Bei dem 74-tägigen Krieg starben etwa 650 Argentinier und rund 250 Briten. Großbritannien gelang es schließlich, die Kontrolle über die Inseln wieder zu übernehmen, die erstmals 1833 von den Briten erobert worden waren. (APA)

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    Hector Timerman bei Ban Ki-moon

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