Bilanz 2011

655 Babys weniger: Geburtenrate sinkt weiter

10. Februar 2012, 11:16

Nur Wien und Burgenland legten zu - Schlusslicht bei Geburten 2011 ist Kärnten

Wien - 77.159 Babys erblickten 2011 in Österreich das Licht der Welt - laut Statistik Austria ein Rückgang von 0,8 Prozent oder 655 Babys, verglichen mit 2010. Bis auf Wien und das Burgenland verzeichneten alle Bundesländer ein Minus, am höchsten war der Rückgang in Kärnten. Ersten Schätzungen zufolge stieg die durchschnittliche Kinderzahl von 1,42 auf 1,43 pro Frau, teilte die Statistik Austria mit.

In Wien kamen mit 17.823 Neugeborenen 1,1 Prozent mehr Kinder zur Welt als 2010. Im Burgenland stieg die Zahl der Babys um 0,9 Prozent. Der Geburtenrückgang war mit 3,2 Prozent in Kärnten am deutlichsten. Mit etwas Abstand folgten Vorarlberg (minus 2,4 Prozent), die Steiermark (minus 2,1 Prozent), Oberösterreich (minus 2,0 Prozent) und Tirol (minus 1,4 Prozent) mit jeweils über dem Bundesdurchschnitt liegenden rückläufigen Geburtenzahlen. Salzburg (minus 0,8 Prozent) und Niederösterreich (minus 0,1 Prozent) verzeichneten leichte Geburtenrückgänge.

Die meisten zu Jahresbeginn

Im dritten Quartal wurden mit 20.883 die meisten Geburten in absoluten Zahlen registriert, damit kamen von Juli bis September praktisch gleich viele Kinder zur Welt wie 2010. Den höchsten Anstieg gab es mit 2,3 Prozent im ersten Quartal. Im zweiten Quartal gab es einen Rückgang von 1,5 Prozent, deutlich weniger Babys kamen im vierten Quartal (minus 3,9 Prozent) zur Welt. In absoluten Zahlen erblickten im August mit 7.071 die meisten Babys das Licht der Welt, der September folgte mit exakt 7.000 auf Platz zwei.

Die Unehelichenquote stieg von 40,1 auf 40,3 Prozent und war traditionell in den südlichen Bundesländern am höchsten: Nach Spitzenreiter Kärnten mit 52,8 Prozent folgte die Steiermark mit 48,5 Prozent. In Wien kamen die wenigsten unehelichen Kinder (32,4 Prozent) auf die Welt. (APA)

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tignosa
01
13.2.2012, 11:38
wie man die Geburtenrate steigert, zeigen Skandinavien und Frankreich

man muss Frauen die Perspektive geben, dass sie nicht aus dem Erwerbsleben rausfallen und von den Kindsvätern abhängig werden. Man muss Firmen strafen, die aus Prinzip entweder keine Mütter einstellen (weils Kind krank werden könnte und es ja undenkbar ist, dass ein Vater auch mal Pflegeurlaub nimmt) oder die aus Prinzip keine kinderlosen Frauen einstellen (weil die ja schwanger werden könnten). Man muss Väter dazu ermutigen, die Hälfte der Karenzzeit zu nehmen oder die Möglichkeit für Eltern schaffen, dass beide Teilzeit arbeiten können. Hierzulande- und in Deutschland- geschieht das Gegenteil: der Mutter-Mythos wird eifrig propagiert, engagierten Vätern werden Steine in den Weg gelegt, und man fühlt sich in die 50er-Jahre zurückversetzt

sainty1
00
13.2.2012, 09:21
In Kärnten würd ich auch keine Kinder in die Welt setzen..

bei der Ideologie..

Glasperlenspieler
00
12.2.2012, 13:22
Im Artikel fehlt aber

dass es 2011 wohl nur 74.500 Todesfälle gegeben hat.

Damit ist die Sterberate pro 1000 Einwohner so ziemlich die geringste seit es Aufzeichnungen gibt.

Endgültige Zahlen werden zwar erst in ein paar Wochen bekanntgegeben, doch meine Schätzung bezieht sich schon auf Statistik Austria Daten von Januar bis November 2011.

Damit hat es 2011 einen Geburtenüberschuss von ca. 2500 gegeben.

Insgesamt dürfte die Bevölkerung 2011 sogar um etwa 40.000 gewachsen sein, vor allem wegen starken Zuzugs von Ausländern.

Hellcat
00
13.2.2012, 08:41

Schauen Sie sich die Statistik "Bevölkerungsstand zu Quartalsbeginn" an. Die Bevölkerung ist bereits in den ersten 3 Quartalen 2011 um 40.000 gewachsen, für ganze Jahr sind es eher 50.000.

Glasperlenspieler
00
13.2.2012, 12:40
Die Bevölkerung am 1.1.2012

wird am Mittwoch veröffentlicht.

Laut Register-Volkszählung am 31.10.2011 betrug die Bevölkerung 8.431.000 und damit weniger als die Quartalsschätzung für Anfang September.

Das hat vor allem mit den Karteileichen (Leute sind ins Ausland oder sonstwohin gezogen und haben sich nicht angemeldet) und der 90-Tage-Regel (Ausländer, die sich anmelden aber innerhalb von 90 Tagen das Land wieder verlassen) zu tun.

http://www.statistik.at/web_de/st... 060007.pdf

Damit dürfte die österr. Bevölkerung von 8,404 Mio. auf etwa 8,440 Mio. gewachsen sein (+36.000), mal angenommen die Statistik Austria hat die 2012er Bevölkerung schon auf Basis des Registerzensus nach unten korrigiert.

David-Lauritz
11
11.2.2012, 21:42
Österreich leidet unter einem massiven Bevölkerungswachstum!

Die Fakten:
Österreich 1970: 7,4 Millionen Einwohner
Österreich 2010: 8,4 Millionen Einwohner
Mehr Einwohner bedeuten: Mehr Häuser, mehr Autos, mehr Straßen, mehr Autobahnen, mehr Abgase, mehr Feinstaub, mehr Staus, mehr zerstörtes Grünland, mehr Beton, mehr Landschaftszerstörung, ...
 
Was hat der Einzelne davon? Nichts, nur Nachteile. Ich begrüße einen Geburtenrückgang, denn Österreich braucht ein Bevölkerungsgleichgewicht!

PERLENQWIEN
 
00
11.2.2012, 10:31
Schlusslicht bei Geburten 2011 ist Kärnten

Schade!
Eine hohe Geburtenrate könnte so einfach die Zahlen zur pro Kopf Verschuldung auflockern.

Aracni Santini
12
11.2.2012, 10:08
Interessant dazu wäre, welche Gesellschaftsschichten bekommen überhaupt Kinder?

Ist der Urösterreicher am Aussterben? Scheinbar traut man sich dahingehend keine Zahlen zu veröffentlichen... Lustigerweise ist man besser abgesichert wenn man ein Kind nach dem anderen bekommt... zu Hause bleibt u. vielleicht einer nicht offiziell bezahlten Beschäftigung nachgeht... Die Schule wird dann bezahlt, die Nachmittagsbetreuung gestützt, der Essenbeitrag gestützt div. Schulhilfen können in Anspruch genommen werden - hingegen wenn man eine gute Ausbildung hat, ein gewisses Einkommen übersteigt hat man trotz Kinder eine hohe Steuerbelastung zu bewältigen muss die Schule selbst bezahlen, muss die Betreuung (damit man arbeiten kann) selbst bezahlen... - am Ende unter dem Strich weniger u. schwieriger?!

sinnreich
00
13.2.2012, 11:30

ach ja und dann erklären sie mir bitte auch noch was sie unter "urösterreicher" verstehen, danke

sinnreich
00
13.2.2012, 11:28

bitte klären sie mich auf über die höhere steuerbelastung mit kindern.

XXO
01
11.2.2012, 13:11

Mich würden ebenfalls Zahlen dahingehend interessieren, welche Einkommensschichten sich noch für Kinder entscheiden. Also falls jemand einen Link hat, würde ich mich freuen!

Ob die Kinder jetzt dann Yildirim, Sedlacek oder Rosenzweig heißen ist mir eigentlich egal.

fauler Student
00
11.2.2012, 12:19

In welchem Jahr war Ur?

tignosa
00
13.2.2012, 11:33
Ur lag in Chaldäa

dass Österreich dort auch seine Wurzeln hat... :D

Aracni Santini
01
11.2.2012, 10:12
Die, die Leistung bringen, von denen die anderen leben

bleibt denen selbst genug für Kinder? Und es ist nicht mehr üblich dass die Großeltern verfügbar sind, für die Kinderbetreuung... Also die fiktive Betreuungsleistung von Großeltern mit einzubrechnen - das ist fahrlässig... noch dazu wo Frauen tendenziell Kinder später bekommen und oftmals die Großeltern für die Kinderbetreuung schon zu alt sind bzw. durch die Mobilität die Großeltern gar nicht verfügbar sind..

pepe123
00
11.2.2012, 06:05

ist doch egal den hier zu leben lohnt sich eh nicht mehr SPARSTAAT

Hansi Pech
32
10.2.2012, 21:24

das kapier ich jetzt nicht. angeblich steigen doch in den letzten 15 jahren die anzahl der fpö-wähler. und die wiederum sollten doch für den erhalt der rasse sorgen. was hat da jetzt wieder nicht funktioniert??

Klar Blick
22
11.2.2012, 02:01

Ein Drittel ist noch zu grün hinter den Ohren, beim zweiten Drittel verringert der übemäßige Gebrauch nationaltypischer flüssiger Substanzen die Zeugungsfähigkeit und das letzte Drittel ist zu alt.

max müller8
62
10.2.2012, 19:45
warum solte man kinder in die welt setzen?

solange keiner garantieren kann das es ihnen an nicht´s fehlen wird!

Ratz Fatz
01
12.2.2012, 19:44

nicht's ??? Schreiben Sie auch a'lles?

eilis
00
14.2.2012, 16:34

das's? :)

FrostY Iceberg
00
11.2.2012, 16:52

Porsche Garantie?

badat
27
10.2.2012, 21:56
Es gab in der Geschichte noch nie eine Phase, in der es so eine Garantie gab.

Aracni Santini
13
11.2.2012, 10:05
damals konnte man nicht mit Antibabypille gegensteuern

Damals wurden Kinder als Waisenkinder abgegeben - die Mutter verhungerte oftmals etc... früher wurden unter sehr widrigen Umständen Kinder unfreiwillig geboren... die Lebenserwartung war auch nicht allzu hoch! Heute würde sich niemand freiwillig auf so ein Desaster einlassen - was eigentlich für die Kinder gut ist... den in absolut verarmten Verhältnissen aufzuwachsen ist für Kinder nicht lustig - oder alleine auf der Straße überleben zu müssen - ohne Eltern! Vgl. Griechenland wo Kinder in SOS-Kinderdörfern abgegeben werden obwohl die Eltern sich und ihre Kinder lieben, einfach, weil sie sich den Unterhalt der Kinder nicht mehr leisten können...

max müller8
10
11.2.2012, 11:39
darum finde ich es auch unverantwortlich kinder in die welt zu setzen.

badat
00
10.2.2012, 23:10
Lieber Rotstrichler:

Falls mein historisches Wissen fehlerhaft ist und es tatsächlich eine Phase gab, in der garantiert war, dass es einem Neugeborenen in seinem Leben nie an etwas fehlen wird, dann teilen Sie es mir bitte mit.

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