News Verlag meldete zu hohe Verkaufszahlen: Für ÖAK "unmöglich, diese Manipulation zu entdecken"

10. Februar 2012, 13:11
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Auflagenkontrolle: Es könne passieren, "dass uns jemand austrickst" - ÖAK prüft Konsequenzen

Wie News-Chef Axel Bogocz im STANDARD-Interview erzählte, wurden zurückliegende Auflagenzahlen der zehn in der ÖAK erfassten Titel aus dem Verlagshaus News teilweise falsch berechnet und gemeldet. "Das ÖAK-Präsidium hat umgehend Schritte für eine außerordentliche Sonderprüfung der korrigierten Werte aller dieser Titel vom 2. Halbjahr 2010 bis zum 1. Halbjahr 2011 unternommen", teilt der Verein mit. Die Ergebnisse dieser Prüfungen würden voraussichtlich am 24. Februar vorliegen und mit den Auflagenmeldungen des 2. Halbjahres 2011 veröffentlicht.

Außerdem soll die Causa in der nächsten Woche bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung beraten und Konsequenzen diskutiert werden. Obwohl die ÖAK vergleichsweise strengen Prüfregeln unterliege, "kann es dennoch passieren, dass uns jemand austrickst", sagt ÖAK-Präsidentin Sibylle Callagy. Der News-Verlag habe der Auflagenkontrolle laut Callagy bestätigt, dass es "mit dem aktuellen Regelsystem unmöglich war, diese Manipulation zu entdecken." Es sei "sehr geschickt" manipuliert worden und die Auflagenkontrolle könne nur in einem "gewissen Radius" agieren. Die Titel der News-Gruppe seien genauso oft überprüft worden wie alle anderen ÖAK-Mitglieder. Gallagy: "Die ÖAK hat die strengsten Regeln in Europa, strenger als zum Beispiel die IVW in Deutschland", aber wie bei jeder Regelung gebe es Schlupflöcher. Natürlich werde jetzt überlegt, wie diese Regeln "vertieft" werden könnten. (red/APA)

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