Testversion

GNOME 3.3.5: Nautilus bekommt Undo-Funktion

Andreas Proschofsky, 10. Februar 2012, 08:50

GNOME Session optional mit Systemd-Support, weiterer Feinschliff an Contacts und Einstellungstool für GNOME Shell Erweiterungen

Auf dem Weg zur Veröffentlichung von GNOME 3.4 hat das hinter dem Linux-Desktop stehende Projekt nun eine neue Testversion freigegeben. GNOME 3.3.5 ist die letzte geplante "Alpha" und bringt in diesem Zuge noch mal so manche Neuerung mit sich.

Undo

Das unumschränkte Highlight ist wohl der Undo-Support im Dateimanager Nautilus, der schon seit Jahren recht weit oben auf der Wunschliste vieler NutzerInnen stand. Damit lassen sich zahlreiche Dateioperation - etwa Verschieben oder Umbenennen - schnell wieder rückgängig machen.

Feinschliff

Ansonsten waren die letzten Wochen der Entwicklung vor allem vom Feinschliff an den in früheren Testversionen eingeführten Neuerungen geprägt, etwa beim Remote-Desktop/Virtualiserungstool GNOME Boxes, das ja in der nächsten stabilen Release sein Debüt geben soll. Für GNOME Contacts gibt es einen neuen Link-Dialog zu berichten, sonst widmet man sich vornehmlich der Implementation aktueller Anpassungen am Interface-Design der Anwendung.

Systemd

Die Integration mit dem Boot-System Systemd schreitet ebenfalls weiter voran, so kann dieses nun - optional - das Session Tracking für den GNOME-Desktop übernehmen. Für GNOME 3.4 soll dann zusätzlich auch noch eine neue Version des Login-Managers GDM erscheinen, bei der ebenfalls Systemd das Session Management übernehmen kann, diese Neuerung ist in der aktuellen Testversion aber noch nicht enthalten. In Bezug auf die GNOME-Shell baut man einmal mehr die Möglichkeiten des Erweiterungssystems aus: So können sich Add-Ons jetzt eines eigenen Tools bedienen um weitere Konfigurationsoptionen anzubieten.

Download

GNOME 3.3.5 kann in Form des Source Codes von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Als nächster Schritt in der Entwicklung steht nun bereits in zwei Wochen ein erste Beta an, das stabile GNOME 3.4 soll dann am 28. März folgen. (apo, derStandard.at, 10.02.12)

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Posting 1 bis 25 von 46
1 2
helpu
01
10.2.2012, 18:34
Wie wärs mit einer vernünftigen Suchfunktion?

Warum muss ich dazu auf externe Programme wie gnome-search-tool zurückgreifen?

Freud’scher Verbrecher
04
10.2.2012, 23:46
gnome-search-tool über das Kontextmenü von Nautilus aufrufen

Ich habe mir das gnome-search-tool in das Nautilus-Kontexmenü gelegt:

1) Eine leere Datei im versteckten Verzeichnis ~/.gnome2/nautilus-scripts/ anlegen (z.B. mit dem Namen: "Im Verzeichnis suchen").

2) In die Datei hineinschreiben:
#!/bin/bash
gnome-search-tool --path=%M

3) Die Datei ausführbar machen.

4) Nautilus neu starten. In den zu durchsuchenden Ordner gehen > rechte Maustaste > Skripte > Im aktuellen Verzeichnis suchen (bzw. der Dateiname, der in Schritt 1 vergeben wurde).

helpu
00
11.2.2012, 19:14
Danke! Funktioniert toll!

Mighty Penis Laser
00
10.2.2012, 19:30

Hier ein aktueller Beitrag von Allan Day, der auch die (in Anwendungen integrierte) Suchfunktion behandelt:
http://afaikblog.wordpress.com/2012/02/1... on-design/

Falls du aber eine allgemeine Suche meinst, dann gibt es hier mit der Journal-Extension schon eine überaus gute Lösung, die keiner externen Anwendung bedarf:
https://extensions.gnome.org/extension... 2/journal/

Eine andere (vielleicht sogar bis jetzt noch ein wenig flottere und unkompliziertere) Lösung für denselben Anwendungsfall wäre Synapse:
http://synapse.zeitgeist-project.com/

helpu
00
10.2.2012, 19:51

Danke für die links.

aber ich wünsche mir eine integrierte suche, mit der das Suchergebnis nach Größe, Datum, etc. gefiltert werden kann.

Diese Funktionalität wurde vor einigen Jahren aus dem GNOME Filemanager "wegoptimiert" und in das Programm gnome-search-tool ausgelagert.
Screenshot siehe http://tinyurl.com/77s4enp

Mighty Penis Laser
00
10.2.2012, 20:18

Oh ja. Da hab' ich dich falsch verstanden.
Soweit ich sehe gibt es dazu noch keine Alternative, aber ich gehe davon aus, dass sich sowas auch als Shell-Extension schreiben ließe. Anpacken müsst's halt wer. Ich befürchte nur fast, dass der Bedarf ziemlich klein ist. Für die meisten Anwendungsfälle reicht halt doch Strg+F im Nautilus, oder eben die Zeitgeistsuche aus.

NONE
171
10.2.2012, 10:29

Ich finde Gnome einfach nur unbrauchbar.

KDE ist auch nur eine Spur besser.

Das Problem ist doch das Desktop Anwendungen ziemlich mies sind. Solche kleinen Änderungen wie "undo" Funktionalität - das müsste man doch komplett anders lösen können.

Wieso bastelt man das nicht in elementare Grundeinheiten zusammen so wie die Unix Pipes, und verknüpft diese - bzw. noch besser, überlässt es VÖLLIG dem Nutzer wie er dies kombinieren möchte?

Diese Bevormundung von den Entwicklern her das ein Desktop so und so auszusehen hat, aber nicht so und so, ist doch Steinzeit.

Po Polos
01
10.2.2012, 20:51
Super Idee!

Ich sehe schon die Omis im Kaffeehaus an ihren Laptops ihre individuellen Shells (nicht Schals) stricken. Genau das ist es, was zu einer breiten Massendurchdringung von Linux-Desktops fehlt!
Solange solche unüberlegten Postings gemacht werden, wird es Leute geben, die Linux ablehen, weil es angeblich vieieiel zu kompliziert ist, und Bill Gates wird weiterhin jeden Tag reicher.

michikklas
00
10.2.2012, 17:10

Aha, dann los. Hau in die Tasten und setzt deine Ideen um. Nur jammern ist a bisserl wenig.

MemoryDragon
10
10.2.2012, 16:20
Du hast

grad das aktuelle KDE beschrieben.

oooooooooops
00
10.2.2012, 14:42
Nomen est omen.

Herman Toothrot
00
10.2.2012, 14:09

bitte, ist doch alles völlig frei kombinierbar. wozu gibts sonst gtk+ ?

mukl
01
10.2.2012, 14:04

geht doch eh in diese richtung. xdg standard, telepathy backend, gemeinsame passwort verwaltung fallen mir da ein.

suka
06
10.2.2012, 11:12

Und ewig grüßt das Murmeltier...

Das mit dem "Desktop-Baukasten", mag in der Theorie gut klingen, in der Praxis ist das aber alles andere als eine schlaue Idee: In dem Moment, wo du alles frei gestaltbar machst, musst du auch jeden Kombinationsfall mitdenken, was extrem viel verschwendete Entwicklungs/Bug-arbeit ist. Mal abgesehen davon, dass so eine Idee vollkommen ignoriert, dass die User Experience nicht nur aus ein paar irgendwie angeordneten Widgets besteht. In dem Moment, wo du alles umbaust, passen dann schnell die grundlegenden Konzepte nicht mehr. (aber wenn du das wirklich willst, solltest du eigentlich die GNOME Shell lieben ;) )

Davon abgesehen, wollen 99 Prozent der UserInnen am Computer arbeiten und nicht basteln.

aceFruchtsaft
01
10.2.2012, 11:32

Vor allem stelle ich mir das ziemlich zach vor. Der einzige Grund, warum man beliebige TUI-Applikationen zusammenstöpseln kann ist, dass es überhaupt kein Interface gibt. Was nicht passt, wir mit grep/awk/sed passend gemacht.

Nachdem GUI-Apps aber keinen Text ausgeben, müsste man irgendwelche Objekte weiterreichen (so wie die PowerShell?), es müsste also klar definiert sein, was für Objekte das sind, und dann würden nur die wenigsten Applikationen zusammenarbeiten, weil das Interface viel zu spezifisch ist.

Freud’scher Verbrecher
011
10.2.2012, 10:22
Nautilus: Pfadangabe bei Suchergebnis fehlt

Nachdem man es nach gefühlten 20 Jahren ;-) endlich geschafft hat eine Undo-Funktion einzubauen, wäre es an der Zeit nun endlich auch im Suchergebnis zu jedem Treffer den *Dateipfad* mitanzugeben.

Eine Nautilus-Suche nach der Datei "Test" liefert bei mir rund 20 Treffer ... ohne Angabe des Dateipfads ist so ein Suchergebnis für die Fisch'.

Und ja, es gibt auf Bugzilla und Launchpad dazu etliche Reports .. die seit einer Ewigkeit einfach ignoriert werden.

emma48
04
10.2.2012, 11:24
View -> Visible Columns... -> location

oder über die Nautilus preferences fix einzustellen. Jedoch der einzige Bug der mir dazu einfällt ist das es sich nach einem Update wieder auf Standard zurückstellt.

Freud’scher Verbrecher
01
10.2.2012, 23:12

thx !!!! :-)))

P.S: Diesen Trick kennen offensichtlich nicht mal die Entwickler. Auf Bugzilla wird dazu von einem Entwickler empfohlen jeden Treffer mit der rechten Maustaste anzuklicken und in den Eigenschaften den Pfad abzulesen ... eine sehr "userfreundliche" Lösung bei 20 gleichlautenden Treffern ;-)

Frorey Fire
00
16.2.2012, 15:19
"Trick"

Das ist eine Einstellung, und kein Trick. ;-)

archie
00
10.2.2012, 10:54

find / -name ... :)

Frau Helga und Ihre Töchter
00
10.2.2012, 10:10
was mich interessieren würde

Installiere ich mir Ubuntu, dann hätte ich gerne die GNOME Oberfläche. Jetzt kommt das Ding aber mit Unity daher, kann man das bei der Installation ändern, oder braucht's da eine eigene Version ala KUBUNTU? Und wenn ich dann GNOME drauf habe, ist das dann das Standard GNOME oder eine UBUNTU Anpassung? Und ist das dann auch die aktuelle GNOME Version, oder eine ältere? Wenn eine ältere bzw. eine angepasste, gibt's da Probleme auf die Standard GNOME Version umzustellen? Oder lieber eine UBUNTU Version ohne Oberfläche installieren und das dann nachträglich draufpacken? Kann mir hier ein versierter Linux Anwender ein paar Tips/Infos/Links geben? Besten Dank schon mal im voraus!

Mr.URNs
00
10.2.2012, 12:23

am besten gleich linux mint nehmen, baut ja auf ubuntu auf und hat gnmoe schon an bord

Frau Helga und Ihre Töchter
00
10.2.2012, 14:42

warum mint, es gibt ja auch xubuntu wenn ich das richtig verstanden habe. wo ist der vorteil von mint gegenüber xubuntu? gnome haben beide on board.

denkender Mensch
00
10.2.2012, 23:39

Die Xfce-Version von Ubuntu erinnert zwar entfernt an die alte Gnome2-Oberfläche und Xfce verwendet auch GTK+, Gnome ist aber dennoch nicht mit dabei.
Aber egal welche Ubuntu-Version sie verwenden, mit einem "sudo apt-get install gnome-shell" können sie die Shell einfach nachinstallieren. Sollten Sie danach komplett auf Unity (Paket unity bzw. ubuntu-desktop) oder Xfce (Paket xubuntu-desktop) verzichten wollen ist die Deinstallation auch schnell erledigt.

Kelvan
00
10.2.2012, 16:06

xubuntu ist die xfce Version von Ubuntu. Und Gnome kann man unter jedem Ubuntu leicht nachinstallieren.

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