Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich mit Verlusten

10. Februar 2012, 12:49
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Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag mehrheitlich mit Verlusten geschlossen. Vor allem die Verzögerungen bei der Entscheidung über das Sparpaket in Griechenland setzten die Börsen unter Druck. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 55,07 Zähler oder 0,61 Prozent auf 8.947,17 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 226,15 Zähler (minus 1,08 Prozent) auf 20.783,86 Einheiten nach. Der Shanghai Composite konnte um 2,39 Punkte oder 0,10 Prozent auf 2.351,98 Punkte zulegen.

Schwächer zeigten sich auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.960,00 Zählern und einem Minus von 21,17 Punkten oder 0,71 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verschlechterte sich um 34,5 Zähler oder 0,79 Prozent auf 4.322,60 Einheiten.

Auf konjunktureller Seite enttäuschte neben anderen asiatischen Staaten vor allem China mit seinen Außenhandelsdaten. Im Jänner musste die größte Volkswirtschaft Asiens auf Jahressicht einen Importrückgang von 15,3 Prozent ausweisen. Auch die Exporte schrumpften aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur um 0,5 Prozent. Experten hatten mit deutlich besseren Zahlen gerechnet. Die Daten sind allerdings verzerrt: In diesem Jahr fiel das Neujahrsfest in den Jänner. Damit hatte der Monat lediglich 17 Arbeitstage im Vergleich zu 22 Arbeitstagen im Jänner 2011.

In Tokio war Konami Spitzenreiter im Nikkei-225 Index mit einem Plus von 5,58 Prozent auf 2.061,00 Yen. Der Verlierer des Tages waren Chiyoda mit einem Abschlag von 7,81 Prozent auf 874,00 Yen. Citizen Holdings musste seine Gewinnprognose um 22 Prozent zurückfahren. Die Aktien verloren 2,24 Prozent auf 436,00 Yen. Yamada Denki sprangen um 8,98 Prozent auf 5460,00 Yen nach oben. Der Elektronikhändler konnte mit seinem Ausblick die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Esprit verschlechterten sich in Hong-Kong um 0,42 Prozent auf 14,34 Hong-Kong-Dollar. Der Textilhersteller sei stark von der Entwicklung in Europa abhängig, hieß es. Cosco Pacific, die einige Häfen in Griechenland betreiben, gaben um 2,42 Prozent auf 12,10 Hong-Kong-Dollar nach. Bank of Communications waren das Schlusslicht im Hang-Sen-Index mit einem Verlust von 5,23 Prozent auf 5,98 Hong-Kong-Dollar. Gestern kursierten Gerüchte, dass die Bank eine rund 8-Mrd-US-Dollar-schwere Kapitalerhöhung plane.

In Shanghai verzeichneten vor allem Immobilienwerte Gewinne. Vanke, Chinas größter börsenotierter Immobilienentwickler, erhöhten sich um 1,95 Prozent auf 7,85 Yuan. Poly Real Estate, hinter Vanke die Nummer zwei am Markt, steigerten sich um 3,31 Prozent auf 10,91 Yuan.

Der gesenkte Wachstumsausblick der Reserve Bank of Australia sorgte an der Börse in Sydney für Kursverluste. Rio Tinto gaben um 2,26 Prozent auf 69,98 australische Dollar nach. Der Bergbaukonzern musste ein schwächeres Halbjahresergebnis ausweisen. Newcrest Mining konnten hingegen nach einem deutlich verbesserten Halbjahresergebnis um 1,70 Prozent auf 34,01 australische Dollar zulegen. (APA)

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