Gesundheitsheitspolitik

Hardliner soll Dorner als Ärztekammerchef folgen

9. Februar 2012, 19:46
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    foto: standard/hendrich

    Steinhart kritisiert zunehmende Bürokratie und Sparzwang.

Steinhart hat sich zuletzt mit Widerstand gegen Elga exponiert

Wien - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer und der Wiener Kammer, Walter Dorner (69), zieht sich zurück. Er wird bei der Wiener Kammerwahl im März nicht mehr antreten. Als Nachfolger schlägt er den derzeitigen Vizepräsidenten der Wiener Kammer, den Urologen Johannes Steinhart (57), vor, der sich zuletzt vor allem mit dem in scharfen Worten vorgetragenen Widerstand gegen die Elektronische Gesundheitsakte (Elga) exponiert hat. Er sieht zwei "Baustellen": zunehmende Bürokratie und Sparzwang. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 10.2.2012)

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Posting 1 bis 25 von 34
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Sarepta
04
13.2.2012, 11:12

Von Ausbildungsreform junger Ärzte selbstverständlich keine Rede. Die Zwangskammer vermittelt lieber weiterhin in Österreich teuer ausgebildete Ärzte fleissig nach Deutschland anstatt im Lande selbst etwas zu ändern. Nebenbei wird von den Mostschädeln alter Schule technischer Fortschritt aufs Schärfste kritisiert und zu verhinder versucht. Peinlich, Bananenrepublik eben...

Walter Fenz
02
13.2.2012, 13:06
Die Ärztekammer in Ö versucht vielleicht

noch, Jungärzte ins Ausland zu vermitteln; die Realität vor Ort sieht jedoch so aus, daß der Bewerber"druck" aus Ö in Süddeutschland erheblich abgenommen hat und weiter abnimmt.
Unsere Jungen sind nicht mehr so naiv wie die Deutschen und die ÄK glaubt.

Selbst Unikliniken in München (etwa die LMU-Psychiatrie) können Assistellen (begrenzte Verträge, Forschung in der Freizeit etc.....) anscheinend in gröberer Anzahl nicht mehr besetzen, sind sich aber zu "schade" für entsprechende Stellenanzeigen.

Daß "Leitende Oberärzte" (in Deutschland ein "Statussymbol", in Ö eher weniger) in Mangelfächern in Ö(!!) ausgeschrieben werden, zeugt übrigens auch von der deutschen "Romantik" und ihrer Irrationalität.

Walter Fenz
02
13.2.2012, 10:22
In Deutschland sind die Ärztekammern

allenfalls noch zu internen, teilweise blutigen Machiavellismen fähig, weil die Politik sie zu Hanswursten der Gesundheitspolitik degradiert hat.

Wahrscheinlich nicht zu Unrecht, obwohl es in D auch Zwangsmitgliedschaft und extremste Zahnlosigkeit puncto Ausbildungsqualität und deren Kontrolle (wie in Ö) und Erhaltung des Fachwissens (wie in Ö) bei FÄ und Primarii sowie Uniprofessoren (!) gibt.

In Ö erledigt sich das Prinzip Ärztekammer durch den Ärztemangel, den die ÄK als selbsternannte Vertreter der Angestellten Ärzte nicht im geringsten zu nutzen weiß, ohnehin von selbst.

In Salzburg (Stadt !) wird muß nun erstmalig eine Hausarzt-Kassenpraxis österreichweit (!!) ausgeschrieben, weil sie vor Ort nicht mehr zu besetzen ist. Bankrott !

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
17.2.2012, 18:44
Fragen über Fragen: Wohin denn nur ist die ärzteschwemme?

Und auch: müssen eigentlich normale nichtärztekinder vom med. studium ausgeschlossen bleiben?

www.gesundheits-blog.org
 
04
12.2.2012, 16:44
was soll sich groß ändern..........

Wer nun glaubt, dass sich in der Politik der Österrischen und Wiener Ärztekammer groß was ändern wird, den belehrt Dr. Steinhart eines besseren. ELGA und über alles was mit Ehealth zu tun hat wird von ihm ohnehin besetzt, der noch amtierende Präsident übernimmt nur mehr Repräsentationstermine. Der Wind wird in (aus) der Ärztekammer rauher, also Ministerium und Hauptverband - für euch heißt nun der Ansprechpartner Dr. Steinhart. (nomen est omen) Mal sehen was die Wahlen bringen - danach wird sicher Gesundheitspolitik gemacht.

M F
01
10.2.2012, 12:47
aber wieder nur ein anderes gesicht aus der "vereinigung"...

...wer steinhart kennt und weiß wo er ideologisch herkommt und weiß, daß dorner weiter aus dem hintergrund die fäden ziehen will, da er in der praesidiale zu bleiben gedenkt, der wird wohl erkennen, daß alles beim alten bleiben wird: hauptprogramm ist und bleibt die mitgliederabzocke!

schlechter Gutmensch
20
10.2.2012, 12:45
Na hoffentlich ist er auch...

.. in Sachen Nichtraucherschutz ein Hardliner, auch wenn es -trotz aller Vernunft und Notwendigkeit- den Interessen der Ärzte entgegensteht.....

Die Stimme
00
11.2.2012, 20:39

Ja, vielleicht schützt er die Nichtraucher vor teurer Panikmache gegen etwas, was auch nach 20 Jahren Dauerexposition kein signifikantes Gesundheitsrisiko darstellt...

naja2010
11
10.2.2012, 11:30
Guter Mann. Aufrechter Gang. Könnte eine richtige Standesvertretung werden.

A. Raunzer
00
10.2.2012, 14:13
Dagegen wäre nichts einzuwenden,

würde nicht "Standesvertretung" als "Gesundheitspolitik" verkauft werden.

Dadurch bekommen die Äußerungen der ÄK ein viel zu hohes Gewicht in der Politik und in der Öffentlichkeit.

doc1412
00
10.2.2012, 15:32
@ A.Rauner

und wie, geehrter Herr/Frau Raunzer soll eine Gesundheitspolitik ohne Ärzte Ihrer Meinung nach aussehen?

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
16.2.2012, 03:17

- für patienten bekömmlicher als bislang...?

Takeshi Kovacs
00
10.2.2012, 11:26
sofortige abschaffung der zwangsmitgliedschaft

bei diesem unnötigen hutschenschleudererverein..

M F
00
10.2.2012, 15:33
trennung der kammer in selbsständige und nicht-selbstständige ärztinnen!

Abschaffung des wff, auszahlung des wff-vermögens aliquot zu den einzahlungsjahren...das wären häre ziele. diese kammer ist eine reine abzocker- und pensionistenkammer, die überhaupt nur niedergelassene vertritt. außerdem ist dieses gelüge von wegen vertretung der patientinnen abzulehnen: das ist nicht die aufgabe einer berufskammer! es ist auch nicht aufgabe der kammer clubbings und bälle zu veranstalten, unsere pensionen zu organisieren, schon gar nicht, wenn man bereits asvg versichert ist. wo bleiben die konsequenzen aus dem desaströsen rechnungshofbericht über den wr. wff? warum hat die tolle äk noch keine anzeigen eingebracht? warum mußte niemand für die mehrmalig durch erh. der beiträge verhinderten pleiten des wff geradestehen?

stretfordender
15
10.2.2012, 10:42
guter Name für einen Urologen :D

Flann O'Brien.
01
10.2.2012, 17:17
consul
12
10.2.2012, 09:52

Grundsätzlich brauchen wir generelle freiwilligkeit beim Beitritt zu berufskammer (auch AK).

Habe neulich eine Auskunft über das Betriebsverfassungsgesetz (Einrichtung eines Betriebsrates) benötigt und die AK angerufen. Die haben mich kaltlächeln an dien ÖGB(freiwilliger Verein) verwiesen und sahen sich nicht zu einer Auskunft verpflichtet. Wozu sind die überhautp da ? Wozu zahle ich dort Mitgliedbeiträge ?

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
16.2.2012, 03:16

- manchmal ist sogar die wirtschaftskammer hilfsbereiter...

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
16.2.2012, 03:20

- bzw. die handelskammer...

M F
00
10.2.2012, 15:42
die zwangsmitgliedschaft wurde von der letzten övp-regierung im konsens mit der spö in die verfassung geschrieben!!!

Unglaublich, aber wahr!

Sarepta
00
10.2.2012, 10:47

Zeigs an den Saftladen!

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
04
10.2.2012, 08:24
Vor allem brauchen wir eine Patientenkammer -

u. zwar eine mit viel power u. ausdauer!

doc1412
52
10.2.2012, 08:16
"Hardliner"?

Steinhart steht für ein ganz klares Programm, gegen ELGA und für Bürokratieabbau. Und er wird keine dubiosen Vertäge beim Heurigen unterschreiben. Aber ihn deswegen als "Hardliner" zu bezeichnen? Ich sehe das eher als Anerkennung!

Mick_Jagger
00
11.2.2012, 16:58
Naja

ELGA ist ein Wahlkampfgag, und was er mit Bürokratieabbau zu tun hat, weiss ich nicht.

Er steht für eine Ärztekammer als Vertretung der Funktionärsinteressen

M F
00
10.2.2012, 15:38
steinharts programm heißt...

...alles bleibt beim alten. und dorner geht ja gar nicht wirklich, er will ja weiter ämter bekleiden. kämmerer bis in den tod, ein kronprinzerl eingesetzt, stalinismus pur! vielleicht wird die vereinigung endlich mal ordentlich abgestraft: ich würde mich auch mal fragen, warum die wahlbeteiligung immer niedriger von wahl zu wahl wird. sicher nicht aus zufriedenheit!

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