KOPF DES TAGES

Ein Junger soll Rumänien vorwärts bringen

Laura Balomiri, 9. Februar 2012, 19:11
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    foto: apa/epa/ghement

    Mihai Ungureanu ist neuer Premierminister Rumäniens.

Er ist 43 und steht einem Kabinett vor, dessen Altersdurchschnitt bei 45 Jahren liegt. Der neue rumänische Premier, der parteilose Diplomat Mihai Razvan Ungureanu, trägt damit, wie er selbst betont, nicht nur die Verantwortung für einen politischen Generationenwechsel, sondern will "eine grundlegende Erneuerung" erwirken.

Einen Jugendrekord hat Ungureanu bereits seit 2004 inne, als er mit 36, damals als Mitglied der Nationalliberalen Partei (PNL), zum jüngsten Außenminister Rumäniens ernannt wurde. 2007 musste er jedoch auf dieses Amt verzichten, weil er den damaligen Premier Calin Popescu-Tariceanu nicht rechtzeitig über einen Vorfall im Irak informiert hatte - zwei Rumänen waren der Spionage angeklagt worden, nachdem sie in einem US-Militärlager gefilmt hatten. Dass er über diesen Spionageskandal stolperte, werteten Beobachter jedoch als Vorwand, um ihn loszuwerden. Denn Ungureanu hatte sich eher Staatschef Traian Basescu als seiner eigenen Partei gegenüber loyal gezeigt.

Er verzichtete daraufhin auf die PNL-Mitgliedschaft, um in Wien seine diplomatische Tätigkeit wieder aufzunehmen - ab 2007 war er, wie schon 2003 bis 2004, Vize-Koordinator für Rumänien bei der Südosteuropa-Kooperationsinitiative (SECI). 2001 bis 2003 hatte er bereits in Wien als Gesandter für den südosteuropäischen Stabilitätspakt gedient.

Als er 1998 zum Staatssekretär im Außenministerium ernannt wurde, hatte er sich bereits als Historiker einen Namen gemacht. Ungureanu, der aus einer jüdischen und intellektuellen Familie stammt, studierte in seiner Heimatstadt Iasi und hält ein Masterdiplom in Jüdischen Studien von der Universität Oxford. Als Schüler war er - nach eigenen Angaben nur aufgrund seiner guten Lernerfolge - Mitglied der kommunistischen Jugendorganisation und soll Medienberichten zufolge in den Tagen der Revolution 1989 im Auftrag der Partei jene Studenten beobachtet haben, die in den Studentenheimen in Iasi antikommunistische Manifeste verteilten.

Die vergangenen vier Jahre leitete er recht diskret den rumänischen Außengeheimdienst. Ungureanu ist verheiratet und hat ein Kind. Wie aus seiner Vermögenserklärung hervorgeht, hat seine Ehefrau Daniela, die als Angestellte des Klinischen Instituts für Verdauungskrankheiten und Lebertransplantationen tätig ist, mit der OMV Wien einen Vertrag über 80.000 Euro für eine "medizinische Beratungstätigkeit" abgeschlossen. (DER STANDARD Printausgabe, 10.2.2012)

funkenschuster
00
12.2.2012, 14:11
Vorsicht ...

sowas sagt man doch nicht über unseren Vorzeigekonzern. Die OMV würde nieeeeee etwas unrechtes tun, und wenn doch darf sowas nicht gesagt werden.

na dann..
00
10.2.2012, 07:32

zumindes auf dem foto zeigt er uns den falschen finger...

vallis rosarum
 
02

Die OMV-Mitarbeiter müssen ja gewaltige Verdauungsprobleme haben.

Ach ja, die Beraterin ist zufällig die Ehefrau des rumänischen Außengeheimdienstchefs.
So ein Zufall aber auch...

lance link
03
10.2.2012, 07:17

Das Sortiment der OMV: Treibstoffe und Schmiermittel - wass wollen sie? ;)

Torontonian
02

In Österreich ist es die Telekom in Rumänien die OMV...

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