Konsequenzen

Erste Entlassungen in Affäre um Libor-Zinssatz

9. Februar 2012, 17:59

Ermittlungen ausgeweitet

Wien - Die Ermittlungen gegen mehrere internationale Großbanken wegen des Verdachts auf Manipulation bei den Zinssätzen Libor und Tibor, haben nun Konsequenzen. Mehr als zwölf Händler in London und Asien sind in diesem Zusammenhang entlassen oder beurlaubt worden, berichtet die Financial Times (FT). Seit mehr als einem Jahr ermitteln neun Behörden rund um den Globus gegen Banken wegen des Verdachts verbotener Absprachen bei der Ermittlung der Referenzzinssätze.

Am Libor und Tibor orientieren sich etwa die Zinsen für Autokredite oder Unternehmensanleihen. Zur Berechnung dieser Referenzzinssätze melden die Banken jeden Morgen nach London bzw. Tokio, was sie selbst zahlen müssen, um sich Geld zu leihen. Daraus wird dann ein Schnitt gebildet. Die Ermittler hegen den Verdacht, dass einige Institute sich abgesprochen haben und die Zinssätze zu ihren Gunsten verändert haben - der Standard berichtete.

Die Ermittlungen wurden zuletzt ausgeweitet. Im Visier stehen auch Hedgefonds und Zwischenhändler. Hedgefonds etwa platzieren Wetten auf die Veränderungen der Zinsraten. Offen ist, ob Händler Insiderinfos hatten, in welche Richtung sich die Zinsen verändern. Der weltgrößte Wertpapier- makler Icap hat laut FT einen Mitarbeiter entlassen und zwei suspendierte. Auch bei JPMorgan, Royal Bank of Scotland, Citigroup und Deutsche Bank soll es Entlassungen geben. Die Institute kommentierten das nicht. (bpf, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 10.2.2012)

Mostbluzza
00
15.2.2012, 09:50
das ist purer finanzsozialismus

von freien märkten und wettbewerb keine spur.

ob zinsmanipulation oder lombardclub, diese manipulierten märkte kosten den bürger milliarden auf die jahre gesehen und auch den staaten.

das ist kleptokratisch-organisierte finanzhierarchien.
früher war das oft noch eigentümergeführte bankiers, die über über wohlstand und untergang eines landes entschieden.

wenns schief ging, war die sippe pleite, der chef sprang aus dem fenster oder griff in die schublade, ein letztes mal.

heute sprechen wir von manager, die sich aufführten wie eigentümer. keine kontrolle der aktionäre über solche vorgänge, weil ARat und Vorstand steckerl tauschen.

wenn der eigentümer/aktionär wieder mitreden kann, wirds besser. heute werden manager eigentümer (options)

Waran
00
10.2.2012, 09:18
Diese Finanzmärkte

sind einfach kriminelle Vereinigungen.
Die globale Krise wird sich nur dann ein wenig entschärfen, wenn man (EU) endlich gegen diese Märkte entschieden vorgeht.

Kahuna
01
Na geh, wer haette das gedacht.

Das Kapital ist die wahre Macht
00
Muss das nicht Libro statt Libor heißen?

Der Papierhändler in der Londoner City!

Zrp Zrpov
 
00

Haben Sie Kenntnis, dass der Tibor in London ist?

ger65
00
13.2.2012, 22:03
der tiber ist doch in rom :-)

die temse ist doch beim libor - oder geht der den bach runter?

WoHo
01
vom Tibor

hab ich gewußt, dass er schon länger gesucht wird, beim Libor wars mir neu

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