nachtkritik.de

Online-Theatertreffen mit fünf österreichischen Inszenierungen

9. Februar 2012, 17:00

Abstimmung über die zehn besten Aufführungen noch bis Montag möglich

 Wien - Fünf Inszenierungen aus Österreich sind bei der Vorauswahl für das virtuelle Theatertreffen des Internetportals "nachtkritik.de" vertreten. Unter 43 herausragenden Inszenierungen der vergangenen zwölf Monate im deutschsprachigen Theaterraum, die von den Korrespondenten der Kritikendatenbank nominiert wurden, können Leser noch bis Montag, den 13. Februar, die zehn besten bestimmen.

Auf der Liste finden sich neben jeweils zwei Aufführungen des Burgtheaters und der Wiener Festwochen auch Nicolas Stemanns Inszenierung von "Faust I & II" im Rahmen der Salzburger Festspiele. Stemann pflüge die "gewaltigen Stoffmassen" Goethes derart "unorthodox, spielfreudig, unterhaltsam und bilderstark um, dass einem bei achteinhalb Stunden Brutto-Dauer so gut wie nie langweilig wird", so das Urteil. Aus dem Programm der Wiener Festwochen finden sich "+-0 Ein subpolares Basislager" von Christoph Marthaler sowie Frank Castorfs Version von "Der Spieler" von Fjodor Dostojewskij in der Liste. Auch das Burgtheater hat gleich doppelte Chancen: Arthur Schnitzlers "Professor Bernhardi" unter der Regie von Dieter Giesing ist ebenso gelistet wie William Shakespeares "Romeo und Julia" in einer Inszenierung von David Bösch.

"nachtkritik.de" ging 2007 als Medienpartner des  Berliner Theatertreffens online. Mittlerweile hat das Kulturprojekt etwa 40 Autoren und neun Redakteure und verzeichnet monatlich gut 1,1 Mio. Seitenaufrufe. Die Texte zu den besprochenen Inszenierungen bleiben im Lexikon wie im offenen Archiv auch über den eigentlichen Aufführungszeitraum hinaus zugänglich. Durch eine Kritikenrundschau anderer Medien wird in den Folgetagen die jeweilige Nachtkritik ergänzt. Die von den Leser bestimmten beliebtesten Aufführungen "werden gelobt und gepriesen und bilden die Auswahl des virtuellen nachtkritik-Theatertreffens", so die Ankündigung.  (APA)

Cooper the Bloom1
 
01
10.2.2012, 20:02
Bitte wozu ein virtuelles Theatertreffen???

Insbesondere wenn diese Juroren erst wieder nur in die österreichischen "Big 5" gehen??? Wen interessiert das??? Vollkommen überflüssig!!!

IchbinIch5
10
13.2.2012, 15:48

Meine Güte, so ein Unsinn - wozu dann überhaupt noch Diskurs über Theater? Kunst lebt von Auseinandersetzung. Hier kann man über die Auswahl diskuttieren, Gegenvorschläge machen - also vergleichen, streiten und argumentieren. Und wenns zu nichts sonst gut ist - wo dindet denn in den herkömmlichen Medien noch sowas wie Kulturberichterstattung, geschweigedenn Auseinandersetzung über Kultur statt?

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