Abstimmung über die zehn besten Aufführungen noch bis Montag möglich
Wien - Fünf Inszenierungen aus Österreich sind bei der
Vorauswahl für das virtuelle Theatertreffen des Internetportals
"nachtkritik.de" vertreten. Unter 43 herausragenden Inszenierungen
der vergangenen zwölf Monate im deutschsprachigen Theaterraum, die
von den Korrespondenten der Kritikendatenbank nominiert wurden,
können Leser noch bis Montag, den 13. Februar, die zehn besten bestimmen.
Auf der Liste finden sich neben jeweils zwei Aufführungen des
Burgtheaters und der Wiener Festwochen auch Nicolas Stemanns
Inszenierung von "Faust I & II" im Rahmen der Salzburger Festspiele. Stemann pflüge die "gewaltigen Stoffmassen" Goethes derart
"unorthodox, spielfreudig, unterhaltsam und bilderstark um, dass
einem bei achteinhalb Stunden Brutto-Dauer so gut wie nie langweilig
wird", so das Urteil. Aus dem Programm der Wiener Festwochen finden
sich "+-0 Ein subpolares Basislager" von Christoph Marthaler sowie
Frank Castorfs Version von "Der Spieler" von Fjodor Dostojewskij in
der Liste. Auch das Burgtheater hat gleich doppelte Chancen: Arthur
Schnitzlers "Professor Bernhardi" unter der Regie von Dieter Giesing
ist ebenso gelistet wie William Shakespeares "Romeo und Julia" in
einer Inszenierung von David Bösch.
"nachtkritik.de" ging 2007 als Medienpartner des
Berliner Theatertreffens online. Mittlerweile hat das
Kulturprojekt etwa 40 Autoren und neun Redakteure und verzeichnet
monatlich gut 1,1 Mio. Seitenaufrufe. Die Texte zu den besprochenen
Inszenierungen bleiben im Lexikon wie im offenen Archiv auch über den
eigentlichen Aufführungszeitraum hinaus zugänglich. Durch
eine Kritikenrundschau anderer Medien wird in den Folgetagen die
jeweilige Nachtkritik ergänzt. Die von den Leser bestimmten
beliebtesten Aufführungen "werden gelobt und gepriesen und bilden die
Auswahl des virtuellen nachtkritik-Theatertreffens", so die Ankündigung. (APA)