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vergrößern 900x600Expertengruppe Docomomo Austria: "Der geplante Radikalumbau überschreitet die Grenzen der akzeptablen Veränderung bei weitem."
Wien - Die geplante Sanierung des Plenarsaals sowie die umfassende Generalsanierung des Parlaments in der Höhe von 300 Millionen Euro stößt bei Fachleuten auf Kritik. Am Donnerstag lud die Expertengruppe Docomomo Austria, offizieller Berater der Unesco für Baudenkmäler der Moderne, zu einer Pressekonferenz. Präsentiert wurde ein Gutachten der Universität für angewandte Kunst, Institut für Konservierung und Restaurierung. Obwohl schon im September 2010 fertiggestellt, hielt das Parlament die Studie bis vor kurzem unter Verschluss.
"Der Plenarsaal zeichnet sich durch Detailgenauigkeit und hohe Verarbeitung aus", zitierte Docomomo-Präsident Norbert Mayr aus der knapp 170-seitigen Studie. "Natürlich sind einige Dinge wie etwa Dach, Lüftung und Elektroinstallationen dringend sanierungsbedürftig, doch der geplante Radikalumbau überschreitet die Grenzen der akzeptablen Veränderung bei weitem." Docomomo plädiert für eine "weitaus denkmalverträglichere Sanierungsvariante".
Auch Wilfried Lipp, Präsident des Österreichischen Nationalkomitees im Internationalen Rat für Denkmalpflege, Icomos Austria, sprach sich für die Publikation der Angewandten aus: "Ich habe selten so eine präzise Studie wie diese gesehen. Es ist dringend nötig, die Ergebnisse in die Planung miteinfließen zu lassen."
Das Linzer Büro Heidl Architekten, das im August 2008 als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb hervorging und eine "lyrische, feine" (Juryprotokoll) Sanierung in der Höhe von 17 Millionen Euro vorschlug, wehrt sich gegen diese Aussagen: "In der Haltung von Docomomo und Icomos werden einige wichtige Planungskriterien wie etwa Brandschutz und Barrierefreiheit völlig ignoriert", erklärt Andreas Heidl. "Mit einer einfachen Reparatur des Nationalratssaals sind diese Dinge nicht in den Griff zu kriegen."
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Allein die Diskussion zu diesem Zeitpunkt zeigt, dass das Herrschaftssystem in diesem Land mit Demokratie nichts mehr zu tun hat.
Wie würden in diesen Zeiten in einer echten Demokratie die Bürger wohl entscheiden: Plenarsal Luxusumbau und 300 Mio. € (= 37,5 € pro Einwohner) mehr bei den Bürgern sparen, damit die Abgeordneten in nöblicherer Umgebung inkompetent sein können, oder lieber nicht?
warum baut man nicht in Wien ein zeitgemässes Parlament mit zeitgemäßen büroräumlichkeiten für die div. parlamentsklubs? oder müssen weiterhin die diversen Eigentümer der Palais rund herum weitervermieten, fallen die sonst zurück in bittere Armut und können sich die Heizung nicht mehr leisten?
das Parlament ist nicht mehr zeitgemäß, dort arbeiten ist ein Horror. man sollte vielleicht auch ein mal dokumentieren, daß sich die politische Arbeit seit der zeit des Herrn Hansen verändert hat...
solange schüler in containern lernen müssen, weil schulgebäude zu teuer, sollte das doch für das parlament auch gehen. gerade in zeiten wie diesen, wo sparen angesagt ist.
örtlichkeit: irgendein noch nicht vergebener bauplatz in der seestadt aspern, fürs erste...das parlament kann ja durch die länder ziehen...
aus dem freiwerdenen parlamentsgebäude läßt der rene benko dann (warmabtragung inklusive) zeitgemäße appartments im spitzenpreissgement machen...
...und dieser lipp (vielleicht ließe sich noch stenzel für diese kleine aber laute gurkentruppe gewinnen)- schrecklich. Es ist nicht schwer: Der Saal sieht total grottig aus und könne genauso die DDR Volkskammer sein. und braucht ein FACELIFT!!!
diesen Saal etwas "attraktiver" zu gestalten und gleichzeitig die "Seele" zu bewahren. Wozu gibt es bitte Architekten (nicht böse nehmen)?
Dieser Saal hat immer so seine zwei Seiten. Wenn man ihn so wie im Foto sieht, wirkt er recht nett. Auch die Details sind oft sehr schön geraten (habe die Studie gesehen). Aber dann hat man trotzdem immer wieder den Eindruck, dass man sich in einer muffigen, alten Besenkammer befindet...
Vielleicht gar nicht so schlecht. Trifft die Österreichische Seele ja sowieso ganz gut :-)
Die Frage ist was man haben will. Einen Schutz des "Ensembles" Nationalratssitzungssaal oder einen angemessenen Sitzungssaal für das höchste Legislativorgan der Republik, in dem es auch tatsächlich gut arbeiten kann.
Irgendwo muss man sich entscheiden, will man ein arbeitseifriges Parlament und daran hapert es ja mitunter, dann muss man ihm auch die entsprechenden Resourcen zur Verfügung stellen. Dazu gehört auch ein entsprechender Plenarsaal, in dem z.B. nicht die Regierung über dem Nacken der Redner thront - so dass man sie nicht mal direkt ansprechen kann. Das Parlamentsgebäude weist mit dem alten Reichsratssaal schon ein Museumsstück auf, es braucht kein zweites im Nationalratssitzungssaal.
...ist eine Diskussion über die Positionierung des Rednerpultes, der Regierungsbank und der Plätze der Nationalratspräsidenten.
Denn so wie bisher, dass der Redner mit dem Rücken zu Regierung und Nationalratspräsidenten spricht, sollte spätestens nach dem Umbau der Vergangenheit angehören!
mit Klubzwang, Blankorücktrittsgesuch usw. muss man schon durch die wahren Machtverhältnisse darstellen.
Das ist halt: Zuschauer ins Hinterzimmer oder auf dem Balkon, jedenfalls weit weg vom Geschehen, die Minister dominant weit über den Köpfen der Abgeordneten, die Sitze festgezurrt, dass eine Adaption den unterschiedlichen Stimmungsverhältnissen nicht möglich ist und so weiter ...
Kaiserliche Demokratiehuldigung
den hässlichen saal unter denkmalschutz zu stellen. es reicht ja schon dass man solche abscheulichkeiten wie den westbahnhof stehen lässt. der allein sollte eigentlich schon für ganz österreich reichen an erhaltenswerter 50er-70er jahre architektur.
abreißen, gegenüber einen neubau hin, die freiwerdende fläche als grünanlage konzipieren, und mit dem rathauspark verbinden.
den neubau ausstatten mit IPv6, einer solaranlage am dach, einer ubahnstation im keller, wohnungen für die abgeorneten in den oberen stockwerken, damit sie net so weit zur arbeit haben, und im notfall schnell tagen können.
außerdem braucht es genug plätze für die fraktionen und für NGOs. ein intergriertes hotel für ausländische regierungsvertreter ist ebenso notwendig, zumal wir unsere politik EU-weit abstimmen müssen.
warum man an dem altbau noch herumdoktoren will, is mir unbegreiflich.
CU TOM
in dem entwurf wird das veraltete konzept von regierung / opposition mit den beiden rednerpulten bestärkt. im 21. jahrhundert ist das absolut unbrauchbar.
das setzen der reihen auf eine ebene mag zwar den rollstuhlfahrern entgegenkommen, aber wenn man einer zentralen person zusehen will, dann muss entweder diese auf eine bühne, oder die zuschauer auf die tribühnen. ein saal wie im konzept vorgeschlagen ist da unbrauchbar.
CU TOM
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