Blu-ray in Deutschland auf dem Vormarsch - Videotheken unter Druck

9. Februar 2012, 15:39
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DVD-Absatz sank, Online-Filmverleih boomt - "Harry Potter" und "Kokowääh" meistverkaufte Filme

Die Blu-ray-Disc breitet sich allmählich im deutschen Videomarkt aus. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz der Video-Scheiben mit besserer Bildqualität um 41 Prozent auf 17 Millionen Stück. Damit sei rund jeder siebente Film auf einer Blu-ray verkauft worden, rechnete der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) am Donnerstag vor. Die DVD macht damit immer noch den Löwenanteil des Marktes aus, der Absatz sank allerdings von 103,2 auf 101,1 Millionen Einheiten. Beim Umsatz kommen die teureren Blu-rays mit 267 Mio. Euro sogar auf einen Marktanteil von 18,7 Prozent.

Die meistverkauften Filme waren Teil eins und zwei von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", gefolgt von der Til-Schweiger-Komödie "Kokowääh".

Onlineverleih

Einen deutlichen Zuwachs gab es laut BVV beim Onlineverleih von Filmen. Die Zahl solcher Verleihvorgänge stieg um 55 Prozent auf 9,4 Millionen. Dagegen wurden in Videotheken erstmals seit Anfang der 80er Jahre weniger als 100 Millionen Mal Filme ausgeliehen. Bei den Videotheken, Automaten und per Post gab es 2011 demnach 95,5 Millionen Ausleihvorgänge, nach 101,7 Millionen im Jahr davor. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 229 Mio. Euro. Der Verband macht für die Entwicklung vor allem das Angebot von Raubkopien im Internet verantwortlich. (APA)

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