Keine Reichensteuer - habt Mitleid mit den Reichen!

9. Februar 2012, 14:15

Kurt Obermülner, Vorsitzender der Christgewerkschafter/innen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe - Landesgruppe Wien, spricht sich anlässlich der Diskussionen zur Budgetkonsolidierungen "ziemlich" eindeutig gegen eine Reichensteuer aus.

Obermülner verweist auf die Bibel, in der schon geschrieben steht: "Dem Reichen raubt sein voller Bauch die Ruhe des Schlafs." (Kohelet 5, 11). Er verweist auch auf eine Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 zum Thema Vermögenssteuer: "in dieser Diplomarbeit wird die Tatsache erwähnt, dass die Vermögensvermehrung oftmals von Risiken und Sorgen begleitet ist". Vermögende sind also Menschen, die nicht nur unglaubliche Leistungen vollbracht haben, sondern auch eine sehr schwere Bürde tragen.

Der Landesvorsitzende führt weiters aus: "Es ist zu bewundern, wenn etwa Energy-Drink-Unternehmer Millionen Dosen über Millionen Kilometer zu Millionen Kunden tragen - allein wie viel an Lasten sie dabei bewältigen müssen. Oder Software-Unternehmer, die ihre Produkte in unzähligen Sprachen auf Millionen Computer aufspielen - und sich dann sogar überall noch regelmäßig um die Updates kümmern. Und es gibt auch viele Unternehmer, die sich um gute Standards für Kinderarbeit kümmern. Diese Menschen leisten Übermenschliches, Neid auf ehrlich erwirtschaftetes Vermögen ist hier nicht angebracht.

Lasst uns nicht unsicher werden in der Überwindung der Schuldenkrise, die wir in unserer Maßlosigkeit selbst verschuldet haben. Folgen wir den Ratschlägen der Experten und bauen wir unsere Schulden allein durch Sparmaßnahmen ab. Lasst uns sündige Wesen nicht schwach werden, indem wir es uns durch Steuereintreibungen zu leicht machen. Wer weiß, ob wir solchen Verführungen nicht derart verfallen, dass wir dann sogar den armen Reichen ihr Leben noch schwerer machen und wir sie damit vielleicht sogar aus unserem Land vertreiben."

Abschließend appelliert Obermülner: "Nehmt lieber von uns Gemeindebediensteten, die wir vielfach in sicheren Berufen wie beispielsweise Krankenpflege, Sozialarbeit, Kindererziehung, Feuerwehr oder Rettung arbeiten - Berufe die noch dazu oftmals auch von Freiwilligen ohne Bezahlung erbracht werden."

Rückfragehinweis:

Kurt Obermülner, MAS Vorsitzender Fraktion Christlicher Gewerkschafter/innen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe - LGr. Wien 1090 Wien, Maria Theresien Straße 11 Tel.: +43 676 70 68 511, E-Mail: kurt.obermuelner@gdg-kmsfb.at

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OTS0146 2012-02-09/14:15

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