Nach Lkw-Unfall mit zwei Toten: Zustand der Überlebenden stabil

9. Februar 2012, 14:58

Lenker konnte wegen Schocks noch nicht befragt werden

Nach einem schweren Verkehrsunfall mit Lkw-Beteiligung am Mittwochvormittag in Wien-Favoriten mit zwei Toten und einer Schwerverletzten, befand sich die 39-jährige Überlebende am Donnerstag weiter auf der Intensivstation des AKH. Sie liegt im künstlichen Tiefschlaf, ihr Zustand sei "soweit stabil", sagte eine Sprecherin des Krankenhauses am Donnerstag. Eine aktuelle Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigte unterdessen, dass Lkw an jedem sechsten tödlichen Fußgängerunfall beteiligt sind.

Der Unfalllenker, ein 26-Jähriger aus Niederösterreich, konnte zu dem Unglück noch nicht befragt werden. Er erlitt einen schweren Schock und befand sich am Donnerstag aufgrund seines psychischen Zustandes ebenfalls im Krankenhaus.

Fußgänger übersehen

Der Lkw-Fahrer war am Mittwoch gegen 11.15 Uhr auf der Raxstraße unterwegs. Beim Abbiegen in die Laxenburger Straße übersah er die zwei Frauen im Alter von 59 und 39 Jahren und das zwölfjährige Mädchen, die gemeinsam den Zebrastreifen bei Grünlicht betraten. Der Lastwagen stieß die Frauen nieder und überrollte sie. Die 59-Jährige - vermutlich eine Bekannte der Familie - und das Mädchen starben noch an der Unfallstelle. Die 39-jährige Mutter erlitt offene Unterschenkelbrüche und wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Um die Angehörigen kümmerte sich das Kriseninterventionsteam. Über den Unfallhergang erhofft sich die Polizei nach der Befragung des Lkw-Fahrers nähere Details.

Laut VCÖ-Erhebung kamen von 2006 bis 2010 in Österreich 519 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung ums Leben. Jeder zweite Tote war dabei ein Pkw-Insasse. Die zweithäufigsten Opfer sind Fußgänger (82). Jeder vierte tödliche Fußgängerunfall mit Lkw-Beteiligung passierte in Wien. Der VCÖ fordert "eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung, die zu mehr Sicherheit beim Gehen führt". (APA)

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23 Postings
semper fidelis
41
10.2.2012, 06:44
Der arme Lenker,

wirklich,so ein Schock,und erst die Kindheit,schrecklich.

Und die Sonne,ein Wahnsinn,wie die manchmal scheint.

Bitte lebenslänglichen Führerscheinentzug.

ente gut alles gut
01
10.2.2012, 00:25
Warum ist das Forum nicht gesperrt????

meinrad
00
10.2.2012, 09:23

warum sollte es?

ente gut alles gut
00
10.2.2012, 15:41

Will ich eh nicht, ist aber inkonsequent, weil:

http://derstandard.at/131918213... achrichten

Canosso
23
Wie kann einem die Sonne um 12 Uhr blenden,

wenn ich von der Raxstraße, aus dem Westen kommend, rechts in die Laxenburger Straße einbiege und dabei den Fußgängerübergang sehen müßte, da vor der Kreuzung ein Haus steht, das genügend Schatten wirft? Um 12 Uhr ist die Sonne im Süden in der Laxenburger Straße, da muß ich aber schon vorher mit meinen sicher nicht geblendeten rechten Aussenspiegel gewahr werden, dass sich auf dem Fußgängerübergang Personen befinden.

Die Wiener Polizei hat uns mit der blendenden Sonne eine Lüge aufgetischt, die wirklich nicht tragbar ist.

tramezzino
00
10.2.2012, 10:53

11.15 nicht 12 uhr.

Binford6100
40
10.2.2012, 07:13
typisch Österreichische Mentalität ...

... immer einen Schuldigen finden zu müssen.

Sie vergessen, dass die Sonne bei salznasser Straße auch vom Boden her total blendet, habe es diese Woche auch um 12 Uhr schon erlebt. Dann ist die Fensterscheibe auch noch mit Dreck überzogen, wie bei fast jedem Auto in diesen Tagen. Da reichen 2 Sekunden Blindfahrt für so einen Unfall.

Der LKW-Fahrer ist schon gestraft genug, lasst ihn bitte in Ruhe.

major grubert
03
10.2.2012, 08:15
sorry

aber einem zebrastreifen hat man sich so zu naehern das man jederzeit stehenbleiben kann. blendung und nichts sehen heisst stopp. also ich finde da schon eine gewisse mitverantwortung. die angehoerigen sind auch gestraft genug.

Verstoßener Silberrücken
10
10.2.2012, 09:39

Natürlich ist er verantwortlich, aber es ändert jetzt auch nichts mehr auf ihm herumzuhacken. Er wird angezeigt, verurteilt und den Rest seines Lebens sicher den Unfall mit sich tragen.

Zu schnell war er sicher nicht, so eine Kurve kann man bei dem Wetter mit einem LKW gar nicht zu schnell fahren. Er dürfte sie wirklich übersehen haben.

unterwegs in Österreich
01
10.2.2012, 14:19
Es geht weniger darum, auf ihm herumzuhacken

sondern zu erreichen, dass LKW weniger gefährlich werden, einerseits durch die Sensibilisierung der LKW-Fahrer, andererseits die Sensibilisierung der LKW-Hersteller, diese so zu konstruieren, dass kein Toter Winkel mehr existiert und drittens den Gesetzgeber zu sensibilisieren, diese Gefahrenquelle abzustellen.

Wowo101
 
11
10.2.2012, 00:12

"...einem blenden..."

Ihr Deutsch ist auch ein einziger Unfall.

unterwegs in Österreich
44
Der VCÖ fordert "eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung, die zu mehr Sicherheit beim Gehen führt".

Die Gschichte kann innerhalb weniger Tage erledigt werden:

LKW dürfen nur mehr mit ausgebildetem Beifahrer gefahren werden, der vor allem beim Rechtsabbiegen und Zurückschieben mitverantwortlich ist.

ittonips
11
a geh das is doch realitätsfern

leichter wäre es die ampel so zu schalten, dass jeweils nur eine partei grün hat, so wie es in großbritannien praktiziert wird!

tramezzino
00
10.2.2012, 10:54

kennst du die kreuzung?

BraS
 
11
10.2.2012, 10:03

das ist noch viel realitätsferner.
Überlegens mal, was das heißt, an jeder Ampel eine eigene Fußgängerphase mit 30-40 sek Rot für alle Fahrzeuge einzuführen.

ittonips
01
10.2.2012, 11:01

brauch nicht überlegen sondern weiß aus eigener anschauung und erfahrung in england, das diese lösung wunderbar funktioniert

unterwegs in Österreich
12
10.2.2012, 00:09
Also bei jeder Kreuzung und Einmündung eine Ampel?

oder was machen wir sonst mit den Kreuzungen, wo keine Ampel ist?
Auch auf diesen Kreuzungen sterben immer wieder Radfahrer durch abbiegende LKW:

Gummibam aus Surinam
00

Was bei uns - dort wo es schon so praktiziert wird - für die Fußgänger einige wenige Sekunden Grünphase bedeutet.

G. B. Corner
00

Der Vorposter hat schon recht, das Abbiegen mit gleichzeitigem Grün für parallel querende Fußgänger ist eine ständige Gefahrenquelle die sich recht einfach ausschalten ließe - natürlich zum Preis verringerter Durchgängigkeiten. Hier in Innsbruck war jahrelang die Graßmayrkreuzung ein Hotspot für solche Unfälle, letztlich auch mit Toten - seither wurde schlicht die Schaltung geändert. Seither kann es allerdings auch sein, dass man als Fußgänger nur eine Richtungsspur pro Phase queren kann, und die Autos haben auch kürzer grün.

unterwegs in Österreich
02
10.2.2012, 14:21
Na fein

die Fußgänger müssen dafür "bezahlen" (durch längere Wartezeiten und längere Querungszeit), dass der Gesetzgeber Fahrzeuge auf die Straße lässt, die nicht verkehrssicher sind.

G. B. Corner
00
10.2.2012, 16:52

?
Verstehe ich nicht ... sogar mit einem komplett neuen und geprüften Fahrzeug bei perfekten Bedingungen kann dem Fahrer jederzeit ein Fehler passieren (und passiert auch) - durch entsprechende Verkehrsführung kann man aber dafür sorgen, dass dann zumindest kein Fußgänger zu Schaden kommt. Und "bezahlen" tun das auch die KFZ, weil deren Phasen kürzer sind. Eine "normale" Kreuzung hat 2 Phasen, eine getrennte 3 - da kommen einfach weniger Autos drüber.

roundabout
02
Da fehlen einem

die Worte.

mitrovic dejan
42

Was heißt Worte,ganze Wort Sätze fehlen
"der Überlebenden" im Fettschicht
dabei handelt sich eindeutig um eine 39-jährige Frau.

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