Großkundgebung gegen USA in Bagdad

9. Februar 2012, 13:33
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Zehntausende Sadr-Anhänger feiern "Niederlage" der USA - Amerikaner hätten nur Chaos, konfessionelle Zwietracht und Destabilisierung gebracht

Bagdad - Zehntausende Schiiten, Anhänger des radikal antiwestlichen Predigers Muktada al-Sadr, haben am Donnerstag in Bagdad die "Niederlage der amerikanischen Besatzer" gefeiert. Die Massendemonstration nahm ihren Ausgang in der nördlichen Vorstadt Sadr-City (benannt nach Sadrs Vater, Großayatollah Mohammed Sadeq al-Sadr, der 1999 unter dem Regime Saddam Husseins ermordet wurde).

Chaos und Destabilisierung

"Als Befreier sind sie gekommen, bevor sie sich in Besatzer gewandelt haben", erklärte Sadr in einer Rede. Die Amerikaner hätten nur Chaos, konfessionelle Zwietracht und Destabilisierung gebracht. "Sie sind es nicht, die dem Irak Frieden und Sicherheit bringen können, das können nur wir!", rief er seiner Anhängerschaft zu. Die Masse skandierte: "Ja zur Einheit, Ja zum Widerstand, Nein zu Amerika und Israel". Sadrs "Mahdi-Armee" hatte 2004 und 2008 dem US-Militär heftige Gefechte geliefert, insbesondere in Najaf.

Sadr und der proiranische "Oberste Islamische Rat" (SIIC) von Ammar al-Hakim sind mit der schiitischen "Allianz für den Rechtsstaat" von Ministerpräsident Nuri al-Maliki verbündet. (APA)

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    Kundgebung in Bagdad feiert "Niederlage der amerikanischen Besatzer". 

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