Bericht

Telekom soll Umfragen für Minister Grasser bezahlt haben

9. Februar 2012, 13:27

Umfragen aus 2005 und 2006 zu Privatleben und Kandidatur als Finanzminister

Die Telekom Austria soll in den Jahren 2005 und 2006 Meinungsumfragen für den damals amtierenden Finanzminister Karl-Heinz Grasser bezahlt haben. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Format. Aus diesem Grund wird Karl-Heinz Grasser nun von der Staatsanwaltschaft Wien als Beschuldigter in der Affäre Telekom geführt.

Einleitung des Strafverfahrens

In einem dem Magazin vorliegenden Schriftsatz der Staatsanwaltschaft Wien vom 24. November 2011 wird die Einleitung des Strafverfahrens gegen Grasser so begründet: "Weil der Verdacht besteht, dass die Telekom Austria AG über dessen Ersuchen in den Jahren 2005 und 2006, zuletzt mit Rechnung vom 30.11.2006, bezahlt am 28.12.2006, Meinungsumfragen der market-Marktforschungs GmbH & Co KG zu seiner Person über die Valora AG bezahlte."

Kosten

In einem Polizeibericht werden einige Highlights der Market-Umfragen für den Finanzminister samt Kostenpunkt aufgelistet:

- "Das Privatleben von Karl-Heinz Grasser, (Rechnungsdatum: 31. Mai 2005; Preis: 5.880 Euro)

- "Der Mehrwert von Karl-Heinz Grasser" (21. Februar 2006; 5.520 Euro)

- "Die Kandidatur von Karl-Heinz Grasser" (16. Mai 2006; 6.240 Euro)

- "Karl-Heinz Grasser als Finanzminister einer großen Koalition" (30. November 2006; 5.040 Euro).

Die letzte Umfrage wurde laut Format gegen Ende der schwarz-orangen Regierung unter Wolfgang Schüssel und kurz vor der Angelobung der rot-schwarzen Regierung unter Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer angelobt wurde. (red)

Update 14:52: Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Dogonsired
01
10.2.2012, 10:23
i versteh des net...

der khg fordert die telekom auf rechnungen zu marketumfragen dieser "market-Marktforschungs GmbH & Co KG" die seine person betreffen zu bezahlen.
unschuldsvermutetes fehlverhalten vom khg no. 8723
- soweit versteh is

aber: kann mir wer erklären warum diese umfragen durchgeführt wurden? i man, hot der khg selbst diese marktforschungsgmbh beauftragt? warum initiiert der khg eine umfrage zu seinem privatleben?
Eitelkeit? was für einen nutzen hat er aus den umfragen?
bitte höfts ma!

Mario Gonzales
01
Info erbeten

Und warum wird er jetzt als Beschuldigter geführt u nicht schon als ihm die IV die homepage bezahlt hat?

Wo bitte ist der Unterschied, außer dass er damals noch Minister war?

1 besorgter Bürger
00
weils eh scho wurscht is, lass mas halt so stehn ...

Die letzte Umfrage wurde laut Format gegen Ende der schwarz-orangen Regierung unter Wolfgang Schüssel und kurz vor der Angelobung der rot-schwarzen Regierung unter Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer angelobt wurde. (red)

Dr. Seltsam
 
00

Der hat aber auch nichts ausgelassen!

Was für ein Schnorrer!

MicZol
 
09
Da fehlt was!

Im ganzen Text steht nirgends das Wort Unschuldsvermutung!!!

Liebe Webstandard-Redaktion,

schreibt das bitte noch rein, sonst seid Ihr am Ende die einzigen die eine Strafe in diesem Zusammenhang ausfassen und das wäre jamerschade.

ceterum censeo faymanem esse d...
30
10.2.2012, 17:05
Da fehlt nix!

Die Roten werden sich nämlich hüten, wegen der Angelegenheit großen Wirbel zu schlagen. Nicht bei einem Vergehen, das in wesentlich stärkerer Ausprägung auch dem Faymann anzulasten ist!
Grassers zweifelhafte PR-Kampagne wird deshalb nur kurz vermeldet und dann schnellstens wieder schubladisiert. So läuft das.

Verstanden?

x-und
00
am besten

man schreibt einfach immer: "Karlheinz es gilt die Unschuldsvermutung Grasser"

MicZol
 
02
Danke

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