Zusatzförderung für Wohnungskauf in Salzburg

9. Februar 2012, 13:20

Novelle der Wohnbauförderung trat am 1. Februar in Kraft

Seit 1. Februar ist die Novelle zur Salzburger Wohnbauförderung in Kraft. Eine der wesentlichen Neuheiten ist, dass Käufern von Eigentumswohnungen höhere Förderdarlehen zur Verfügung stehen, und zwar als "Maßnahme zur Senkung der Kaufpreise", wie das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) in einer Aussendung erklärte. Neben den schon bisher geltenden 2000 Euro an Förderdarlehen je Quadratmeter förderbarer Nutzfläche können zusätzlich 400 Euro je Quadratmeter beantragt werden, die Laufzeit beträgt 25 Jahre.

Eine dreiköpfige Familie, die beispielsweise in der Stadt Salzburg eine 90 Quadratmeter große Eigentumswohnung erwerben will, stehen nun 9.000 Euro mehr an Grund-Darlehen sowie 36.000 Euro als Zusatzdarlehen zur Verfügung, betonte SIR-Chef Peter Haider - "bei gleicher Laufzeit und einer geringeren monatlichen Rückzahlungsrate als nach dem alten Modell".

Höhere Einkommensgrenzen

Landesrat Walter Blachfellner (SPÖ) weist darauf hin, dass der Kreis förderungswürdiger Personen durch höhere Einkommens- und Altersgrenzen ausgeweitet wurde. Die Einkommensgrenze liegt nun für eine Person bei (netto) 2.600 Euro (statt 2.300), für vier Personen bei 4.800 Euro (statt 4.400). Die Altergrenze für die Förderung einer "wachsenden Familie" wurde von 40 auf 45 Jahre angehoben.

Neu ist auch die Förderung von Photovoltaik-Anlagen über das "Zuschlagspunktesystem". Um Alleinerziehende mit Jungfamilien gleichzustellen, wurde für sie außerdem ein zusätzlicher Darlehens-Erhöhungsbetrag von 100 Euro je m² förderbarer Nutzfläche eingeführt. Der Salzburger Wohnbaufonds ist mit mehr als 270 Millionen Euro dotiert, mehr als 2.000 neue Wohneinheiten sollen damit heuer entstehen. Das SIR fungiert als Anlaufstelle für alle Anfragen zum Wohnbaufonds. (map)

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6 Postings
Die Familie kommt zwar zu Eigentum, wenn sie aber nicht eine überdurchschnittliche Einkommensentwicklung hinlegt, dann zahlt die Familie 40 Jahre zurück.

Einfache Rechung ohne Zinberücksichtigung.
Familieneinkommen im Schnitt 30.000 im Jahr, 25% zumutbarer Rückzahlungsaufwand ergibt in 10 Jahren EUR 75.000,- . Also benötigt die Familie ca. 30 Jahre zur Rückzahlung und jetzt berücksichtigen wir noch die Zinsen.
Eigentum sollen nut diejenigen kaufen, die entsprechende Eigenmittel haben.

bei 2% zinsen können sie mit der miet-ersparnis die zinsen und die instandhaltung zahlen. steuerlich bekommen sie auch vergütung. nach 10-15 jahren ist ihre whg annähernd gleich viel wert (instandhaltung) und der grundstückspreis ist gestiegen.

nach ca 10-15 jahren gibt es dann die möglichkeit der begünstigten vorzeitigen rückzahlung. es werden ihen ca 25% (sich glaube sogar mehr sind möglich)des restkredites erlassen, wenn sie diesen sofort tilgen. d.h. sie haben bis dahin entweder angespart oder geerbt und den rest müssens sie nun frei finanzieren. da ihre whg bis dahin an wert gewonnen hat bekommen sie mehr wohnung für 25% weniger kredit.

gewinn: 25% der darlehnssumme ca 50.000€ bei eltern mit 2 kindern

klingt doch ganz gut!

Klingt nur gut, wenn man wirklich eine steigende Einkommensbiografie hat und man vielleicht auch zusätzlich begünstigt rückzahlen kann.

Denn der Sinn von Eigentum ist ja, dass man in absehbarer Zeit 20 - 25 Jahre ,,umsonst" wohnt, also neben Betriebskosten keinen Wohnaufwand hat.
Bei vielen aber erstrecht sich die eigentliche Rückzahlung auf 40 Jahr und mehr.

auch wenn der artikel verschwunden ist, bis zu 50% restdarlehnserlass sind möglich, vorallem für jene die geringste raten zahlen können.

salopp gesagt:

wenn ihr zinsaufwand + rücklagen für instandhaltung geringer sind als die miete für vergleichbare wohnungen macht auch eine ich zahle nur zinsen und keine raten strategie sinn.

Hurra!

Wandert direkt ins Börserl der Bauträger...

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