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Eolas beansprucht Patentrecht auf "interaktives Web" für sich.
Die Stadt Tyler in Texas ist nicht für Technologiekonzerne und junge Online-Start-ups bekannt. Das Städtchen zählt knapp 100.000 Einwohner und wird freundlich "Hauptstadt der Rosen" genannt. Doch das ansonsten ruhige Rosennest wird zumindest der IT-Branche in den kommenden Monaten schlaflose Nächte bereiten. Der Grund: Biologe Michael Doyle, genauer gesagt dessen Firma Eolas Technologies, hat Tylers Gericht auserwählt, um von Amazon bis Google praktisch alle großen Internet-Konzerne zu verklagen. Die Unternehmen würden seit Jahren gegen grundlegende Patente zur Nutzung interaktiver Web-Inhalte verstoßen, berichtet das Wired Magazine.
Online-Videos bis Suchvorschläge
Doyle und dessen Anwälte behaupten, Doyle und zwei seiner Kollegen hätten Anfang der 1990er Jahre das "interaktive Web" erfunden und noch vor allen anderen patentieren lassen. Das gehe auf eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 1993 an der University of California in San Francisco zurück, die es Ärzten ermöglichte, Embryonen über das WWW und einen Webbrowser anzusehen. Obwohl Doyle oder Eolas nie ein tatsächliches Produkt basierend auf diesen Technologien auf den Markt brachte, schließe das Patent heute alltägliche Funktionen wie das Rotieren eines Bildes im Browser, die Betrachtung von Online-Videos und Suchvorschläge in einer Suchleiste ein. Gefordert werden Schadenersatz- und Lizenzzahlungen von über 600 Millionen US-Dollar.
Troll mit Geschichte
Eolas konnte in seiner Unternehmensgeschichte zwar noch kein bekanntes Online-Produkt hervorbringen, machte sich in der Vergangenheit allerdings mehr als einmal einen Namen in der IT-Welt. 2007 erzielte man nach einem turbulenten Patentrechtsverfahren mit Microsoft eine außergerichtliche Einigung und dürfte inoffiziellen Angaben zufolge gut über 100 Millionen US-Dollar erhalten haben. Bereits damals in Kreisen als "Patent-Troll" bezeichnet, strebte Eolas 2009 weitere Klagen gegen mehr als 20 IT-Konzerne an - alle aufgrund des "interaktiven Webs". Die meisten Firmen, darunter auch Apple, Blockbuster und eBay, einigten sich außergerichtlich. Die restlichen acht verbleibenden Unternehmen treten nun in Tyler an.
Millionenklage
Rund die Hälfte der geforderten 600 Millionen Dollar Schadenersatz will Eolas von Google und Yahoo einstreichen. Amazon, Adobe, GoDaddy, JC Penney, Staples und CDW Corp sind ebenfalls betroffen. Aufseiten der Verteidigung stehen nicht nur Unternehmensanwälte, auch der Erfinder des WWW, Tim Berners-Lee, ist eingeflogen, um sich vor der achtköpfigen Jury für Web-Standards einzusetzen.
In einem ersten Schritt wird das Gericht über die Zulässigkeit der Klage entscheiden. Sollte Eolas diese Runde überstehen, plant die Firma, die acht Konzerne in drei Verfahren auf Schadenersatz zu klagen.
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bis zu (20 Jahre).
Sie müssen für jedes Jahr Patentverlängerung steigende Patentgebühren entrichten. (Wenn sie also im 5ten Jahr entscheiden das da nix mehr zu holen ist und nicht weiterzahlen dann läuft das Patent nur 5 Jahre)
Pharmapatente sind auf max. 7 Jahre beschränkt.
nationale patente gelten normalerweise max. 20 jahre
internationale patente nur 10
d.h. die firma zockt noch schnell alle grosse ami-firman ab, bevor das patent abläuft. international können sie sich eh brausen gehen.
sehe ich da was falsch?
Das Kopieren von Ideen und Mustern liegt in der Natur des Menschen. Jemanden für dieses Ur-Menschliche Verhalten zu bestrafen ist genauso absurd wie jemanden für’s Essen und Schlafen zu bestrafen.
Außerdem sind die meisten Ideen Echos von vorherigen Ideen und daher nicht abgrenzbar.
Ob Patente der Wirtschaft schaden oder nutzen ist nicht relevant. Die Sklaverei hat vor 200 Jahren auch die Wirtschaft angekurbelt. Ungeachtet dessen war sie unethisch und es war richtig, sie abzuschaffen.
Es gibt andere Methoden, Innovation zu fördern, als unser kaputtes Patentsystem, wie zB:
http://en.wikipedia.org/wiki/Assu... e_contract
Ihr Ansatz bezüglich dem menschlichen Verhalten gefällt mir gut, allerdings habe ich keine Hoffnung mehr, dass irgendeine Entscheidung ohne dem Abwägen wirtschaftlicher Interessen getroffen wird.
Die Sklaven wurden schließlich auch nicht "freigelassen" weil Sklaverei unethisch wäre, sondern weil sie wirtschaftlich uninteressant wurden.
In der Praxis von Heute nützen auch die anerkannte Patente den Erfindern/Entwicklern überhaupt nichts, wenn ihre Rechte von Großkonzernen verletzt werden.
Dieses Patenttroll ist das beste Beispiel dafür: sehen Sie doch, wie viele Jahre er kämpft... Und es ist in der Tat kein "armer Schlucker", der hier antritt.
Was glauben Sie, welche Chancen Sie z.B. gegen Apple, Samsung oder Microsoft mit Ihrer gültigen Patentschrift in der Hand haben werden?
Schon interessant, dass für Sie ein Patenttroll das beste Beispiel für ein "anerkanntes Patent" sein soll.
Und noch viel mehr dafür, dass es nichts bringt, wo doch jeder der lesen kann behirnt hat, dass man die bösen Großkonzerne schon fleißig Millionen abgelegt haben.
Ach, jetzt weiß ich's. Ihr Posting war Satire......
Na schnellschiesser sinds wohl keine.
Aber alles dauert nun mal eine weile.
Langsam wird die Patentiererei lächerlich.
Ich lass jetzt Patentieren Patentieren und wehe jemand Patentiert noch was.
Rechnen Sie mal nach, was da eine Streitigkeit kostet.
Gewinner sind in jedem Fall die Patentanwälte. Für die ist das Ganze ein gefundenes Fressen.
erkennt anscheinend den Unterschied zwischen "Trivialpatent" und "Patent" nicht ..
Also ich erkläre es mal:
Trivial-patente sind totaler Schwachslnn !
Patente sind wichtig und schützen die Vorfinanzierung (Forschung ect..) bei der Suche nach neuem...
aber von dem thema abgesehen, finde ich die schlagzeile doch SEHR reisserisch.
das internet im wanken?
600 Millionen Dollar?
"Google und Yahoo einstreichen. Amazon, Adobe, GoDaddy, JC Penney, Staples und CDW Corp "
wenn diese unternehmen zusammen einen betrag von 600 millionen dollar zu leisten haben, ist das NICHTS.
das einzige was da wankt ist das konto von EOLAS, aber das wars dann auch schon...
trugschluß.
es heißt natürlich, daß jeder web entwickler potentiell dran kommen kann, seinen "gerechten" beitrag zu leisten.
jede zukünftige entwicklung von interaktionstechniken wird dadurch unterbunden oder zumindest heftigst gestört, und zwar für die gesamte laufzeit des patents.
trugschluß.
es heißt natürlich, daß jeder web entwickler potentiell dran kommen kann, seinen "gerechten" beitrag zu leisten.
jede zukünftige entwicklung von interaktionstechniken wird dadurch unterbunden oder zumindest heftigst gestört, und zwar für die gesamte laufzeit des patents.
wenn andere unternehmen, die etwas patentiertes nutzen die entsprechende gebühr dafür bezahlen.
ist logischer bestandteil einer jeden kostenkalkulation auch abseits des internets ;-)
nur weil sie es nicht sehen/verstehen heisst das nicht, dass es kein problem darstellt, wenn ein wesentlicher teil der kalkulation von gratis auf kostenpflichtig umgestellt wird.
wer es im endeffekt zahlen müsste ist ihnen vermutlich auch nicht klar - weil die konzerne drucken das geld ja selbst, nicht wahr?
davon abgesehen glaube ich nicht, dass die herren sich die mühe machen eine klage wegen kleinen beträgen einzureichen.
aber sie können mich ja dann kontaktieren, wenn sie recht hatten und das internet verschwindet
However, this has been debunked as apocryphal by librarian Samuel Sass.[3] In fact, Duell said in 1902:
In my opinion, all previous advances in the various lines of invention will appear totally insignificant when compared with those which the present century will witness. I almost wish that I might live my life over again to see the wonders which are at the threshold.
Karel de Gucht und Michel Barnier in unserer lieben EU in Brüssel gefährden uns auch. Zuerst kommt ACTA, dann andere Rechte, alles wie in den USA gewünscht und dann kommen die Trolle auch zu uns. Überwachung, Patente, Kosten, etc. für Grundlagen einer Gesellschaft.
Langsam entsteht eine gewaltige Abneigung gegen die EU, jedenfalls bei mir.
dann würden sie es mit SICHERHEIT in jedem Land einzeln machen. Und in Österreich würde das sicher ganz schnell eingeführt.
Die EU bietet eher einen begrenzten Schutz gegen solche Sachen, siehe Acta zur Zeit.
Und eine Erweiterung des Patentrechts auf Softwarepatente wurde auch abgelehnt. Österreich und Deutschland haben dafür gestimmt.
www.nosoftwarepatents.com/de/
Es wird trotzdem viel patentiert - muß ja vor Gericht nicht halten. Und ... vor Ablauf kann man Patente natürlich verlängern lassen.
Teuer - aber für manche Visionen (mehr war das im Grund ja nicht) zahlt sich das eben aus.
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