Salvador

Streikende Polizisten beenden Besetzung

9. Februar 2012, 13:03

Regionalparlament in Salvador nach neun Tagen friedlich geräumt

Salvador da Bahia - Mehr als 200 streikende Militärpolizisten haben am Donnerstag ihre Besetzung des Regionalparlaments in der brasilianischen Millionenstadt Salvador da Bahia aufgegeben. Wie ein Sprecher des Bundesstaats Bahia mitteilte, wurde das Parlament in der Früh nach neun Tagen friedlich geräumt. Zwei Streikführer wurden festgenommen, unter ihnen Marco Prisco, ein politischer Rivale des Gouverneurs von Bahia, Jaques Wagner von der linksgerichteten Arbeitspartei (PT).

Die insgesamt etwa 10.000 an dem Streik Beteiligten hatten höhere Gehälter, bessere Arbeitsbedingungen sowie keine Strafen wegen ihrer Beteiligung an dem Ausstand gefordert. Die Regierung in Brasilia hatte 3500 Soldaten und Elitepolizisten nach Salvador entsandt. Die Küstenmetropole ist die Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaates Bahia und einer der Austragungsorte der Fußball-WM 2014.

Durch den Streik der Militärpolizisten schnellte die Kriminalitätsrate nach oben. Nach Angaben der Behörden des Bundesstaats wurden seit Beginn des Streiks in Salvador und Umgebung mindestens 120 Morde verübt. Die Tourismusbranche fürchtete wenige Tage vor dem Karneval negative Auswirkungen auf den Fremdenverkehr. (APA)

PEACETIME
01
Na hoffentlich bekommen sie jetzt mehr Geld:

die Kriminalitätsrate ist übrigens zur Karnevalszeit immer besonders hoch. Ob das mit dem Streik zu tun hat, ist also zu bezweifeln.
Salvador gilt als eine der gefährlichsten Städte in Brasilien. Die Armut dort ist sehr hoch.

Interessant in Brasilien ist: dort wo viel Tourismus ist, ist auch die Kriminalitätsrate sehr hoch und sehr viel Mafia. Wer Brasilien erleben will, sollte deshalb diese Hotspots nur kurz besuchen und sich das "richtige" Brasilien ansehen: ist wesentlich ungefährlicher und meistens auch schöner;)
Allerdings ist der Karneval in Salvador vielleicht der Ausgelassenste: am Besten mit Einheimischen unterwegs sein, das minimiert das Risiko
(kamera ins Plastiksacker, kein Schmuck,nicht das schönste Gewand anziehen,geht schon)

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