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Mit Hilfe der Internet-Therapie entwickeln die Betroffenen Bewältigungsstrategien.
Mainz - Menschen mit quälendem Tinnitus können von einer Internet-Therapie genauso profitieren wie Patienten, die an einer Gruppentherapie teilnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutsch-schwedische Studie, bei der Patienten mit einer mittel- bis schwergradigen Tinnitusbelastung für einen Zeitraum von zehn Wochen verschiedene Behandlungsformen erprobt haben. Sowohl die Internet-Therapie als auch die Gruppentherapie erwiesen sich gegenüber einer Kontrollgruppe, die lediglich an einem Online-Diskussionsforum teilgenommen hatte, als deutlich überlegen und als wirksame Methoden, um belastende Ohrgeräusche zu bewältigen. Die Studie wurde von der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und dem Department of Behavioural Sciences and Learning der Linköping University in Schweden durchgeführt.
Zwei Prozent der Bevölkerung fühlen sich nach Informationen der Deutschen Tinnitus-Liga durch einen Tinnitus mittelschwer oder bis zur Unerträglichkeit belastet. Eine solche Tinnitusbelastung kann durch eine kognitive Verhaltenstherapie erfolgreich gesenkt werden. Allerdings hat nicht jeder die Möglichkeit oder den Wunsch, eine Psychotherapie zu beginnen. Wie die deutsch-schwedische Studie nun gezeigt hat, können die Betroffenen mit gleichem Erfolg ein internetbasiertes Behandlungsprogramm durchführen, bei dem sie sich selbstständig und aktiv neue Bewältigungsstrategien aneignen müssen. Zum Zwecke der Studie wurde das in Schweden entwickelte Trainingsprogramm für den deutschen Sprachraum angepasst und seine Wirksamkeit untersucht.
Tinnitusbelastung senken
Demnach ging die Belastung, gemessen mit dem Tinnitus Handicap Inventory, bei den Studienteilnehmern, die das Internet-Training absolviert haben, im Durchschnitt von einer mittelstarken Ausprägung (40 Punkte) auf eine milde Ausprägung (29 Punkte) zurück. Auch die kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Gruppentherapie konnte mit einem Rückgang der Belastungswerte von 44 auf 29 Punkte sehr gute Ergebnisse aufweisen. Bei der Kontrollgruppe mit dem Online-Diskussionsforum änderte sich kaum etwas: Die Belastung betrug bei Beginn der Studie 40 Punkte, danach noch immer 37 Punkte.
„Die Tinnitusbelastung konnte mit unserer Internet-Therapie sehr wirksam gesenkt werden beziehungsweise die Akzeptanz des Ohrgeräusches wurde erhöht", fasst Maria Kleinstäuber von der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der JGU zusammen. Sie weist gleichzeitig auf ein weiteres interessantes Ergebnis bei der Präferenz der Behandlungsmethode hin: Zuerst war ein erheblicher Teil der Patienten gegenüber der Internet-Therapie skeptisch eingestellt und zog eine Teilnahme an der Gruppentherapie vor. Die Teilnehmer wurden für die Studie allerdings nach dem Zufallsprinzip auf die Gruppen verteilt. Nach der Behandlung zeigten sich erstaunlicherweise keine Unterschiede in der Wirksamkeit. „Das heißt, die internetbasierte Behandlung führt trotz der anfänglichen Skepsis zu einem ebenso guten Ergebnis wie die Gruppentherapie", sagt Kleinstäuber. Die ersten Nacherhebungen deuten an, dass der Behandlungserfolg beider Verfahren auch sechs Monate später noch angehalten hat.
Die Autoren der Studie schlagen vor, die internetbasierten Behandlungen künftig verstärkt in die psychotherapeutische Versorgung von Tinnitus-Patienten einzubeziehen. Außerdem soll die sich die weitere Forschung mit der skeptischen Einstellung der Patienten gegenüber Internet-Therapien beschäftigen - zumal angesichts der langen Wartezeiten und des Mangels an ambulanten Therapieangeboten. (red)
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Was mir sehr geholfen hat sind meine Ohrenstöpsel (angepasste aus Silikon):
Damit hör ich die Geräusche meiner Nachbarn und von vorbeifahrenden Autos nicht mehr, von daher ist mir der Tinnitus inzwischen sehr egal. Hauptsache Ruhe vor Trittschall.
Lernen, den Körper zu entspannen und alle Gedanken loszulassen und den Tinnitus nur zu beobachten. Nichts tun, nichts wollen, nur beobachten.
Das ist Übungssache. Wenn man es aber regelmässig übt, gelingt dieses reine Beobachten. Der Effekt: man stellt sich außerhalb seines Tinnitus und nimmt sich den emotionalen Druck.
Hilft wirklich!
Meditation - und darum handelt es sich - ist die beste Methode, den Geist zu beruhigen und Geist und Körper zu harmonisieren.
einen Tinnitus, und wenn ich mich genug ablenke, dann fällt er mir nicht auf, aber das ist auch bei vielen Dingen so: Hypnose etwa, funktionieren auch bei Schmerztherapien.
Aber die Hypnose (in all ihren Varianten) gibt es schon lange.
Was die "internetbasierte Behandlung" wirklich bedeutet, oder was da gemacht wird, wäre interessant genauer zu erfahren. ... ich weiß ... google.
ist bei mir auch so, faellt nur in der absoluten stille auf... am schlimmsten jedoch ist es, wenn man nicht schlafen kann und dann von diesem geraeusch derart geplagt wird! das kann mich durchaus mal in die verzweiflung treiben. da sollte man dann am besten nur mehr aufstehen und fernsehen....:-(
Würde mich nicht wundern, wenn bei dieser Kontrollgruppe die Belastung durch den Tinnitus sogar nach oben geht.
Habe bei meinem Tinnitus anfänglich auch in vielen Foren im Internet versucht zu verbessern (man will ja schon gerne wissen wo er herkommen könnte) und dabei bemerkt, dass ich bald sterben werde.
Wie bei jeder Selbstdiagnose übers Internet...
Mir haben besuche bei einem Osteopaten sehr geholfen.
Oesteopathie kann helfen, wenn der Tinnitus durch schief sitzende Nackenwirbel hervorgerufen wird. Das sollte man immer prüfen lassen. Mir hat allerdings ein Kurs bei Frau Holl, den sie mal in Bayern geleitet hat, geholfen. Sie praktiziert in Aachen aber kommt im März nach Zürich. http://www.maria-holl.de/wochenend... erich.html
...die Tinnitus-Therapie nach Maria Holl empfehlen. Ist zwar wirklich ungewöhnlich, aber wenn Sie offen für 'Neues' sind, ein sehr interessanter Ansatz.
Ich war auch Leidgeplagter, jetzt nicht mehr :)
link:
http://www.maria-holl.de/publikati... us_lindern
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