Bauindustrie zählt auf Infrastrukturprojekte

Vor allem im Energiesektor sehen die großen internationalen Bauunternehmen künftig große Chancen - Heimische Firmen sehen gleichbleibende Auftragslage

In den vergangenen Jahren konzentrierte sich die internationale Bauindustrie vor allem auf Geschäfts-, Wohn- und Industriebauprojekte. Diesem Fokus stehe nun aber ein "deutlicher Schwenk" bevor, berichtet das Beratungsunternehmen KPMG. Laut dessen internationaler Studie "KPMG Global Construction Survey 2012", für die auch vier österreichische Unternehmen befragt wurden, setzt die Bauindustrie künftig vor allem auf Infrastrukturprojekte in den Bereichen Energie und Naturressourcen, Transport, Kommunikation und Technologie.

75 Prozent sind optimistisch

Die Befragung von insgesamt 161 Konzernen ergab, dass diese besonders im Energiesektor ein großes Potenzial für Umsatzwachstum sehen. 41 Prozent rechnen mit Aufträgen bei Erdöl-, Erdgasprojekten und erneuerbarer Energie. Sorgen machen sich Bauunternehmer vor allem um die instabile Wirtschaftslage (weltweit 71 Prozent, in Europa 82 Prozent).

Die Studie zeigt allerdings auch, dass nur elf Prozent der Unternehmen mit einem Rückgang der Aufträge rechnen. International betrachtet glauben 75 Prozent, dass neue Aufträge die gleichen oder sogar höhere Gewinnspannen als die vorhandenen bringen werden. "Dieser Optimismus in der internationalen Befragung ist natürlich stark vom anhaltenden Bauboom in Asien - wie etwa China oder Hongkong - geprägt. In Europa betrachten die Unternehmen die Eurokrise mit wachsender Besorgnis. Die politischen Diskussionen werden aufmerksam verfolgt. In Österreich rechnet man insgesamt mit einer etwa gleichbleibenden Auftragslage", sagt KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler.  (red/APA)

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Bei solchen Berichten wäre es immer sehr wichtig und spannend den Link zu der Studie anzufügen.
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