Rein in die Laufschuhe, raus in die Kälte

9. Februar 2012, 11:34

Auch bei Minusgraden muss auf Sport im Freien nicht verzichtet werden - Vorausgesetzt, der Start erfolgt aufgewärmt

Hamburg - Zwei von fünf Freizeitsportlern verzichten im Winter auf das Training im Freien und machen es sich lieber auf dem Sofa gemütlich, berichtet der deutsche Online-Reportagedienst humannews. Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Dabei sollten auch bei Eiseskälte keine Ausreden gelten. "Aus gesundheitlichen Gründen muss keiner bei Minus zehn Grad auf Sport im Freien verzichten", sagt Petra Rudnick, Allgemeinmedizinerin am Ärztezentrum der TK. "Gerade Ausdauersportarten wie Walken, Joggen oder Radfahren lassen sich gut bei diesen Minusgraden ausüben." Allerdings gibt es dabei einige Regeln zu beachten.

Am besten kleiden sich Wintersportler nach dem sogenannten Drei-Schichten-Prinzip: Unterwäsche, eine wärmende Isolationsschicht, die keine Feuchtigkeit speichert, und eine Schutzschicht. Dies kann zum Beispiel eine atmungsaktive Wind- oder Softshelljacke sein. Besser als Baumwolle ist spezielle Funktionskleidung. Diese leitet Feuchtigkeit von innen nach außen, schützt aber gleichzeitig vor Wind und Kälte. "Der Mensch verliert etwa 40 Prozent der Körperwärme über Kopf und Hals", so Rudnick. "Deswegen empfehlen wir auch Mütze, Schal und leichte Handschuhe."

Kaltstart ist tabu

Kommt man aus geheizten Räumen zum Sport nach draußen, muss der Organismus sich erst auf die niedrigen Temperaturen einstellen. Wer gleich voll durchstartet, atmet zu schnell die kalte Luft ein und riskiert, Rachen, Bronchien und Lunge zu reizen - die Erkältungsgefahr steigt. Am besten atmen Wintersportler durch die Nase ein und durch den Mund aus, da die Luft so etwas vorgewärmt wird. Auch die Muskeln, Bänder und Gelenke brauchen bei niedrigen Temperaturen länger, um auf "Betriebstemperatur" zu kommen. "Wenn es draußen kalt ist, sollte man langsam starten und das Trainingspensum gegenüber dem Sommerprogramm herunterschrauben. Außerdem das Aufwärmen nicht vergessen - und zwar am besten im Verhältnis 1:5 zur gesamten Trainingszeit", sagt Rudnick.

Ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft kurbelt Kreislauf und Immunsystem an. "Voraussetzung dafür sind rutschfestes Schuhwerk und entsprechende Winterkleidung", so Rudnick. "Wer mag, kann sich auch Spikes unterschnallen oder Gehstöcke benutzen, um sich sicherer zu fühlen und Stürze zu vermeiden." (red)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 72
1 2
Smovey Training

Da ich bei Minusgraden lieber langsamer unterwegs bin, aber trotzdem optimal davon profitieren will, bin ich mit den grünen Ringen, den Smoveys unterwegs - die sind echt genial und ich trainiere meine Oberkörpermuskeln gleich mit! Und es ist nicht, wie beim "Stöcke-spazieren-tragen" ;o)

Das langsame Beginnen ist beim Laufen sowieso

immer Pflicht. Wenn man zB einen 5er Schnitt laufen will, sollte man gemütlich mit 6 Minuten 2 Kilometer laufen, bevor man sein Tempo erreicht. Und dann: Auslaufen (wieder ca. einen km).

Und bitte nicht vor dem Laufen Dehnübungen machen...

Bei der Kälte ist es einfach eine Überwindung rauszugehen, aber es zahlt sich aus, wenn man dann auf Betriebstemperatur ist. Und die erreicht man ca nach einem km.

(mein handicap ist, dass mir die Nase beim Sport immer zuschwillt, daher muss ich Mundatmen...)

warum nicht vorher dehnen?

Dehnen vor dem Laufen ist

nicht sinnvoll, weil die Muskeln und Sehnen "kalt" sind und durch langsames Laufen der Bewegungsapparat sich auf das Laufen einstellt. Dehnen nachher macht Sinn.

Mobilisieren ja, dynamisches dehnen ja, Statisches Dehnen nein!!

meine Frage:

wenn ich bei kalter Luft (unter Null) laufe, müsste ich auf diesem Wege ja mehr Luft (mit höherer molekularer Dichte) einatmen, und so umso leistungsfähiger sein - zumindest empfinde ich es so als bekäme ich mehr ab als sonst.

Andererseits kenne ich auch den negativen Effekt bei Langläufern, die ja eine Verengung der bronchialen Räume durch Asthmasprays und dergleichen entgegenwirken.

Übrigens gutes Argument gegen Laufen in Fittness-Center: verbrauchte und verpilzte Luft
:o)

Die Lösung ist ganz einfach.

Im Winter zuhause am Laufband und auf der Rolle trainieren.
Verbrauchte Luft oder Sporen sind dann kein Argument mehr. Die Luft ist sogar besser als draußen wo die Feinstaubwerte im Winter schon bedrohliche Maße erreichen.
Am feinsten natürlich im Passivhaus mit Luftfilter, da kann man mit einer Stunde täglich am Rad bei 200W schon das Haus heizen während man L'Alpe d'Huez erklimmt. :)

Laufen im Winter ist zuerst eine mentale Einstellung

Ich bin auch so ein Schönwetter-Läufer gewesen, mit allen möglichen Ausreden bei Minusgraden nicht zu laufen. Dann sah ich diesen unglaubliches Bericht http://www.youtube.com/watch?v=madoDvtKEes der mich motivert hat, mich mehr mit mentaler Stärke sowie Meditation zu beschäftigen. In uns steckt viel mehr als wir wahrhaben wollen. Und Laufen im Winter macht mir sogar Spaß.

War heute laufen bei -10°C und strahlendem Sonnenschein.

Ganz gemütliche 40 min - war wirklich toll. Lange Hose, ein langes Laufshirt, Laufjacke und drüber noch eine dünne Jacke haben gereicht weil kein Wind war. Dünne Haube und dünne Handschuhe (ich mach mal Werbung: Falke Handschuhe kann ich nur empfehlen).
Das einzig lästige ist, dass die Nase gern läuft bei den Temperaturen. Aber sonst, wirklich toll. Und nächste Woche wirds eh wieder ein bisserl wärmer.

Ja, das Wetter war toll - Sonnenschein, in Schönbrunn Gott sei Dank nicht so kalt (um die -5,5°C), kaum Wind. Winterlandschaft - da kommen richtig weihnachtliche Gefühle auf. Bin ich froh, dass mich Lieblingsfrau aus dem Bett gestampert hat damit ich ein bisserl die Wampe abstrample.

tsts ...

mir unverständlich und unnachvollziehbar, wie man sich bei kälte nur fünf minuten von der heizung wegbewegen kann, sofern's nicht was wichtiges wie in die arbeit fahren oder einkaufen ist.

tja, ich würde ja jetzt ein Foto als Vergleich schicken,

dann wüssten Sie, was Sie von mir unterscheidet. Außerdem reden wir noch mal in 20 Jahren, ok? Dann wissen Sie den zweiten Grund.

Der Mensch ist nicht zum Sitzen gebaut. Das sagt Ihnen jeder Orthopäde.

Ich geh auch nicht aus der Wohnung und fahre meine 1500-2000km im Winter...
Die gute feinstaubgeschwängerte Luft spar ich mir lieber und fahre meine virtuellen Klassiker gemütlich bei 24°.
Spart auch gleich Heizenergie.

Sie fahren bei 24°C?

-Hitzesportler, was?
Ein Tipp: Wem das es immer noch zu kalt ist, der kann ja dann noch in der Sauna radeln. ;)

Viel Spaß bei einer Lungenentzündung

Ich Lauf nicht mehr bei minusgraden.

Solange ich Haube und Handschuhe trage, laufe ich auch in Kurzer Hose!

genau: vom Wohnzimmer aufs Klo ;-)

Lockere 20km ;)

Nichts für Anfänger ......

die Laufprofis scheuen auch die Kälte nicht, und die Eingeweihten haben auch das richtige Zeugs an. Nur: leichte Handschuhe bei der Kälte: nogo, da müssen schon Windschützer und eher warme Fäustlinge her, um nicht leichte Erfrierungen in Kauf nehmen zu müssen ....

das ist individuell ganz unterschiedlich

ich laufe immer ohne Handschuhe, da ich sie nach 5 min immer ausgezogen habe. Andere frieren an den Händen halt eher. Hat nichts mit Profi oder nicht Profi zu tun - soll jeder machen, wie er will.

Minusgrade bei "Trockenheit" sind nicht das Hauptproblem, vielmehr macht der rutschige Untergrund das oft Laufen unmöglich, leider.

gibt gute flache trailschuhe mit mördergrip (Merrel, innov8, brooks...)

Bei Minusgraden

stört mich der hart gefrorene Boden mehr, rutschig ist da nichts mehr. Und falls es mal eisig sein sollte, dann laufe ich daneben im Schnee.

unter 0°C "überwintere" ich lieber am Laufband im Fitnesstudio, seit es diese günstigen Studios (19,90/Monat) mit Topgeräten gibt, ists perfekt.

Hmm

das Laufband im Winter besitzt für mich denselben Charme wie zu schönerer Jahreszeit.

Posting 1 bis 25 von 72
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.