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vergrößern 645x484Informationen: mallnitz.at
vergrößern 500x314Die Route: Das Loipennetz von Mallnitz:
Alle Loipen Skating und klassisch, Loipenplan, Loipengebühr. Einkehrmöglichkeiten: Stockerhütte und Gasthaus Gutenbrunn im Tauerntal; Ranneralm und Gasthaus Alpenrose bei der Talstation der Ankogelbahn; Gasthäuser in Mallnitz.500
Häufig schätzen Langläufer nicht nur die Loipenführung, sondern auch die landschaftliche Umgebung der Netze, besonders wenn sie nicht nur auf Leistung und Distanzen aus sind, sondern das gemütliche Gleiten bevorzugen, bei dem sie immer wieder eine Pause einlegen, um sich an der Schönheit der Bergwelt zu erfreuen.
Die Hohen Tauern mit ihren über die 3000-Meter-Grenze hinausragenden Spitzen bilden da natürlich eine berauschende und einmalige Kulisse, die zum Verweilen und zum Bewundern einlädt. Vor allem die nach Süden offenen Hochtäler, in die schon sehr früh die Strahlen der Sonne dringen, haben viele Anhänger. Als Musterbeispiel ist hier das relativ hoch gelegene und daher schneesichere Mallnitz am Fuße der Ankogelgruppe zu nennen. Das dortige Loipennetz hat zwar "nur" eine Gesamtlänge von 25 Kilometern, liegt aber in einer einmaligen alpinen Gegend.
Vor allem das Seebachtal gilt als eines der landschaftlich schönsten in der Tauernkette und zeigt seine Reize im winterlichen Kleid, obgleich der Stappitzer See, der einzige Steppensee im Hochgebirge, derzeit natürlich unter einer Decke aus Eis und Schnee verborgen liegt. Kaum weniger verlockend erweist sich das Tauerntal mit seiner imposanten Umgebung.
Die beiden Täler sind in ihrem unteren Teil relativ flach, daher weisen die Loipen nur geringe Schwierigkeiten auf, mit denen auch der Anfänger leicht fertigwird, lediglich die Verbindungsloipe von Mallnitz zur Talstation der Ankogel-Seilbahn stellt mittlere Anforderungen. Die beiden Loipenäste führen in das Nationalparkgebiet Hohe Tauern hinein und lassen auch in puncto Präparierung keinen Wunsch offen, schließlich nimmt der Ort für sich in Anspruch, das erste Kärntner Loipen-Gütesiegel erhalten zu haben.
In dem hochalpinen Gelände muss man bei besonders unsicheren Verhältnissen mit zeitweisen Sperren rechnen. Mit den Kräften der Natur ist nicht zu spaßen, wie man aus jüngster Vergangenheit weiß. In einer Sturmnacht vom 6. auf den 7. Jänner 1932 brach - völlig unbemerkt von den Bewohnern der Umgebung - der Gipfel des Ankogels ab und stürzte auf die Radeckalm, wodurch sich die Höhe des Berges um zwölf auf 3252 Meter verringerte.
Die Loipen verlaufen teilweise auf uralten Trassen, über den Korntauern verlief schon vor fünftausend Jahren ein Saumpfad, dessen Spuren noch heute zu sehen sind. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/11.02.2012)
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