Haftbefehl gegen Ex-Präsidenten

9. Februar 2012, 11:08
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    foto: reuters/liyanawatte

    Ex-Präsident Nasheed hofft, dass die internationale Gemeinschaft nicht tatenlos zusieht.

Armee in zweitgrößter Stadt aufmarschiert - Bürgermeister spricht von komplettem "Zusammenbruch" von Recht und Ordnung

Male - Ein Gericht auf den Malediven hat einen Haftbefehl gegen den zurückgetretenen Präsidenten Mohammed Nasheed und seinen früheren Verteidigungsminister herausgegeben. Aber die Vorwürfe gegen sie seien unklar, sagte ein Vertreter von Nasheeds Demokratischer Partei (MDP) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Nasheed selbst sagte am Donnerstag gegenüber Medien in Male: "Ich hoffe, die internationale Gemeinschaft nimmt Notiz davon, was auf den Malediven passiert." Er hoffe, die internationale Gemeinschaft reagiere rasch, denn "morgen bin ich im Gefängnis."

Unterdessen floh die Familie Nasheeds nach Sri Lanka. Angesichts der zunehmenden Gewalt in dem Inselstaat seien die Frau und zwei Töchter Nasheeds nach Colombo gereist, sagten ein Regierungssprecher in Sri Lanka und ein Familienmitglied am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Gegen Nasheed selbst wurde nach Angaben seiner Partei Haftbefehl erlassen. Nasheed war am Dienstag nach einer Meuterei der Polizei zurückgetreten. Angesichts von Unruhen wurden die ersten Eindrücke über einen unblutigen Machtwechsel am Mittwoch widerlegt.

Der Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Addu, Abdulla Sodig, sprach am Donnerstag von einem kompletten "Zusammenbruch" von Recht und Ordnung. Von der Hauptstadt Male seien rund 300 Soldaten und bewaffnete Polizisten nach Addu entsandt worden. Diese patrouillierten nun auf den Straßen und hätten bereits Festnahmen angeordnet, sagte Sodig. Er selbst sei in seinem Büro angegriffen worden, wobei ihm das Handgelenk gebrochen worden sei.

In der Nacht hatte es in Addu schwere Ausschreitungen gegeben, bei denen zwei Polizeistationen, ein Gerichtsgebäude und ein Privathaus angegriffen und in Brand gesetzt wurden. Sodig zufolge waren währenddessen keine Polizisten auf den Straßen unterwegs. Die Armee habe sich zunächst nur auf den Schutz des Gan-Flughafens, eines wichtigen Umsteige-Airports für Touristen, konzentriert. (APA)

NONE
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Nasheed sollte nicht auf die EU hoffen.

Die sieht dem Putsch tatenlos zu.

3dGeist
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Sollen wir uns auf der anderen Hälfte der Weltkugel einmischen?

Jede westliche Einmischung wird dort als Verschwörung gesehen und spielt den Islamisten in die Hände.

Am besten einfach zusehen und warten bis die Bevölkerung draufkommt was sie sich mit den Islamisten an den Hals geschafft haben, dann löst sich das Problem irgendwann selbst.
Dauert halt vermutlich einige Jahrzehnte.

Das man Demoktratie nich von aussen schaffen kann sollten sie seit Afghanistan und Irak wissen.

suedsee insulaner
 
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Nur wir in der EU koennen helfen...

Und das ist ganz einfach. Bereits gebuchte urlaube stornieren wegen putschgefahr . Und die die noch nicht gebucht haben sich ein anderes ferienziel waehlen. Dann werden wir schon sehen wer den laengeren arm hat. Das wird zwar nasheed im moment nicht viel nuetzen wenn er im gefaengnis wahrscheinlich ( meine persoenliche annahme ) gemeuchelt wird.
Ohne touristen wird es dort bald nichts mehr zu fressen geben. Und schoene straende gibt es zu tausenden, vor allem dort wo ruhe herrscht,so wie in der suedsee.

systemfehler1
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Was genau läuft dort?

Das mit den Interventionen einer islamischen Partei habe ich gelesen, aber das kann´s ja nicht sein! Da gings um die Spa-Bereiche der Hotels. Die Gespräche mit China? Die Einführung der Scharia?
Was genau ist also los dort?

der schwitzbär der schwitzt sehr
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Die Verhandlungen mit China über einen Flottenstützpunkt

waren recht weit gediehen

Das geht natürlich nicht, da muß ein Putsch her

Wir bringen nämlich Freiheit und Demokratie ...

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