Österreich hilft Deutschland wieder mit Strom aus

9. Februar 2012, 10:50
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Vorbeugemaßnahme wegen geringer Stromproduktion aus Windenergie: Deutsche Versorger griffen auf österreichische Kraftwerke zurück

Berlin - Aufgrund eines drohenden Engpasses bei der Stromversorgung haben die vier deutschen Netzbetreiber Medienberichten neuerlich auf Reservekapazitäten in Österreich zurückgegriffen. Es handle sich bereits um den zweiten Zugriff in diesem Winter auf die sogenannte "Kaltreserve". Dabei wurde nach Informationen der "FTD" auch erstmals ein Reservekraftwerk in Deutschland eingesetzt. Demnach lief zwischen 7.00 und 17.00 Uhr ein Steinkohle-Generator der Großkraftwerke Mannheim.

Bereits Anfang Dezember hatten die deutschen Versorger auf Strom aus den EVN-Kraftwerken Korneuburg und Theiß sowie aus einem Verbund-Ölkraftwerk bei Graz zurückgegriffen (derStandard.at hat berichtet). Die deutsche Bundesnetzagentur hatte im vergangenen Sommer vorsichtshalber rund tausend Megawatt Leistung zur Stabilisierung des deutschen Netzes reserviert. Die Hälfte dieser Kapazität wurde der "FTD" zufolge am Mittwoch abgerufen.

Dabei handelte es sich nach Angaben einer Sprecherin der Betreibergesellschaft Tennet um eine Vorbeugemaßnahme, da in den Abendstunden nur eine geringe Stromversorgung aus Windenergie vorhergesagt worden sei, wie das "Handelsblatt" berichtete. Ob auch in den kommenden Tagen Bedarf besteht, auf die Notreserve zurückzugreifen, wollen die Netzbetreiber den Angaben zufolge in Absprache entscheiden. (APA)

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