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Los Angeles - Als siebenter US-Bundesstaat will das nordwestliche Washington in den kommenden Tagen homosexuelle Partnerschaften mit der Ehe gleichstellen. Das Repräsentantenhaus in der Hauptstadt Olympia verabschiedete am Mittwoch mit großer Mehrheit ein bereits zuvor vom Senat gebilligtes Gesetz. Gouverneurin Christine Gregoire, die bereits ihre Zustimmung signalisiert hat, muss die Regelung noch durch ihre Unterschrift in Kraft setzen. Sobald sie ihr zugestellt wurde, hat sie dazu fünf Tage Zeit.
Gleichgeschlechtliche Ehen sind bereits in den Bundesstaaten Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire, New York und Vermont erlaubt. Seit Jänner werben zudem 80 US-Bürgermeister, darunter Michael Bloomberg aus New York und Antonio Villaraigosa aus Los Angeles, für entsprechende Gesetze in anderen Bundesstaaten. In Kalifornien hatte ein Bundesgericht am Dienstag ein per Referendum herbeigeführtes Heiratsverbot für Schwule und Lesben aufgehoben. Der dortige Rechtsstreit dürfte aber bis zum Obersten Gerichtshof weitergehen. (APA)
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Washington und im benachbartem Oregon sind über die Hälfte der Bevölkerung Atheisten und damit ein Kotrast zu Rest-USA.
Noch dazu ist es ein Blue-State durch und durch; von daher ist eine Ablehnung aufgrund Nächstenliebe nicht gegeben und selbst wenn es zur Abstimmung kommt, sollte es kein Problem sein.
Auch wenn es in Washington Gesetz wird, wird es mit Sicherheit im Nov. als Referendum auf den Stimmzettel kommen, da die Gegner schon 100000e Unterschriften gesammelt haben. Und bis jetzt ist in Amerika noch jedes Referendum zur Legalisierung der LGBT-Ehe abgelehnt worden. In Minnesota gibt es ein ähnliches Referendum, auch hier ist der Ausgang sehr ungewiss, obwohl es sich wie bei Washington um einen erz-demokratischen Staat handelt. Und in North Carolina wird schon im Mai über ein Gesetz abgestimmt, aber wie in den meisten Südstaaten wird es dort mit mehr als 60% abgelehnt werden. Es wird also noch ein paar Jahre dauern bis auch das amerikanische Volk diese Formen der Ehe akzeptiert und nicht nur die Parlamente, Gouverneure und Gerichte.
A poll conducted by the University of Washington in October revealed that about 43 percent of respondents support gay marriage. Five years ago, there were only 30 percent people in support of the same sex marriage. 22 percent people think it is ok to give identical rights to gay couples, without calling the unions "marriage."
The report further says that when asked if the gay marriage law was to be challenged on the ballot, 55 percent said they would vote to uphold the law while 38 seems against it, and would even vote to reject the law.
vom Januar diesen Jahres zeigt aber was ganz anderes:
http://www.surveyusa.com/client/Po... c6ac6bf688
47% Zustimmung
46% Ablehnung
Und die SurveyUSA-Umfragen sind sehr genau. Auch 2008 lagen die LGBT-Ehe-Befürworter in den Umfragen in Kalifornien vorne, am Ende ging es aber mit 5% Vorsprung für die Konservativen aus. Und das obwohl Obama in Kalifornien mit einem Rekord-Ergebnis gewonnen hat.
Also ich würde mich freuen, wenn die Umfragen dieses Mal daneben liegen würden und die LGBT-Ehen in Washington und Minnesota vom Wahlvolk akzeptiert würden, nur glauben tu ich es erst wenn ich es sehe ... ;-)
Das hat eine ganz andere Bevölkerungszusammensetzung als Washington, mehr Schwarze, vor allem aber viel mehr Lateinamerikaner. Diese wählen zwar überwiegend demokratisch, sind in Sachen Gesellschaftspolitik aber tendenziell deutlich konservativer als weiße Demokraten.
Auch wenns so Hansln wie ihnen weh tut aber die USA hat eine Verfassung die sehr wörtlich genommen wird. Bist jetzt hat jedes Gericht die Prop 8 für ungültig erklärt und die Chance, dass der Supreme Court eine anderslautende Entscheidung findet geht gegen Null. Die Zeiten in denen Religionsfanatiker der Gesellschaft vorschreiben konnten was zu tun ist sind, zumindest in der westlichen Zivilisation, vorbei.
naja, das letzte urteil zu prop 8 geht leider nicht ganz so weit. das urteil sagt nicht, dass die gleichgeschlechtliche ehe grundsätzlich verfassungswidrig ist, sondern allein, dass die aufhebung eines solchen gesetzes verfassungswidrig ist. gemäss dem urteil kann also ein staat, der die ehe eingeführt hat, sie nicht mehr verbieten. das urteil sagt aber nicht, dass ein staat der diese ehe nie kannte, sie nicht verbieten darf (dazu hat sich das gericht nicht geäussert).
Nachdem das alles allerdings bis zum Supreme Court ausjudiziert wird, wird es hier zu einer Grundsatzentscheidung kommen. Ergo werden Verbote von gleichgeschlechtlicher Ehe für verfassungswidrig erklärt werden. Das bedeutet eben auch, dass Staaten gezwungen werden ggs Ehen anzuerkennen die in anderen Staaten geschlossen wurden.
es scheint momentan nicht sicher zu sein, dass der supreme court diese frage aufnehmen wird. und selbst wenn, so kann der supreme court die gleiche entscheidung wie das berufungsgricht treffen. ich wäre (positiv) überrascht, würde der supreme court tatsächlich einen grundsatzentscheid über die verfassungswidrigkeit der gleichgeschlechtlichen ehe fällen würde.
Das wird sich erst zeigen. Derzeit herrscht noch Kampf darüber:
www.derstandard.at/plink/132... 0/24776032
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