Hackergruppe über Sicherheitslücke im Internet Explorer ins Netzwerk eingedrungen - Kontoinformationen von Apple geleakt
Die Hackergruppe SwaggSec hat den größten Elektronik-Zulieferer Foxconn gehackt. Dank eines Exploits in einer ungepatchten Version des Internet Explorers eines Mitarbeiters konnten die Hacker Zugriff auf das interne Netzwerk von Foxconn erlangen.
Apple-Kontodaten
Die Gruppe stellte eine Datei mit Informationen über Logins und Passwörter zu Foxconns E-Mail- Servern, Intranet und anderen mit dem Konzern verbundenen Seiten online. Nachdem sie über Demonoid nicht mehr erreichbar war, stellte SwaggSec die Informationen über The Pirate Bay zur Verfügung. Die Datei beinhaltet auch ein internes Abrechnungskonto-Profil für Apple, inklusive Bankname und Lieferanten-Kontonummer. Damit wollten die Hacker zeigen, was mit den offen gelegten Informationen erfahrbar ist.
Aus Spaß
9to5Mac bestätigte, dass die Zugangs-Informationen bei mehr als einem Server von Foxconn funktionierten. Der Server ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Ob bereits sensible Daten geleakt wurden, ist nicht bekannt. Im Bekennerschreiben stellt SwaggSec klar, dass sie zwar die schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn kritisieren, der Angriff allerdings nur aus Spaß erfolgt ist. Der Konzern gab bisher keine Statement zum Vorfall ab.
Protestaktion
Die Bürgerrechtsorganisationen Change.org und SumOfUs.org haben über 250.000 Unterschriften gesammelt mit denen sie Apple und Foxconn zu besseren Arbeitsbedingungen zwingen wollen. Am Donnerstag werden die Unterschriften im Apple Store in der New Yorker Grand Central Station übergeben. Gleichzeitig sollen weltweit Demonstrationen vor Apple Stores stattfinden.(soc)