Wiener Börse schließt am Donnerstag freundlich

9. Februar 2012, 18:55
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Positives Sentiment flaute europaweit etwas ab - Gemischte Tendenz im Immosektor

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg bis zum Handelsende um 7,08 Punkte oder 0,32 Prozent auf 2.245,70 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 19 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.265 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,13 Prozent, DAX/Frankfurt +0,59 Prozent, FTSE/London +0,33 Prozent und CAC-40/Paris +0,43 Prozent.

Der heutige Handelstag stand erneut im Zeichen der aktuellen Geschehnisse rund um Griechenland. In der Früh war noch von einer weitgehenden wenn auch nicht vollinhaltlichen Einigung zwischen der griechischen Regierung und den Experten der "Troika" hinsichtlich des geforderten Sparplans die Rede gewesen. Im Nachmittagsverlauf konnten sich die Parteispitzen der griechischen Übergangsregierung schließlich doch auf einen abschließenden Kompromiss verständigen. Entsprechende Meldungen gaben den europäischen Börsen zwar einen klaren Impuls nach oben, nachhaltig starke Unterstützung lieferten sie allerdings nicht. Die Einigung sei an den Märkten bereits eingepreist gewesen, kommentierte ein Händler.

Der EZB-Zinsentscheid rückte angesichts der Entwicklungen rund um Griechenland etwas in den Hintergrund. Die Währungshüter beließen den Leitzins erwartungsgemäß auf dem aktuellen Niveau bei 1,0 Prozent.

Unter den im Wiener prime market gelisteten Werten konnten DO&CO (plus 4,53 Prozent auf 29,90 Euro) ihre Position als Spitzenreiter im prime market bis zum Handelsende verteidigen. Das Cateringunternehmen hatte in der Früh seine Neunmonatsergebnisse für das Geschäftsjahr 2011/12 präsentiert und dabei Steigerungen sowohl im Umsatz- als auch im Ergebnisbereich vermeldet.

Stark nachgefragt waren auch CA Immo Anlagen mit einem Aufschlag von 1,87 Prozent auf 8,39 Euro. Die Wertpapieranalysten von SRC Research haben ihre Kaufempfehlung "buy" für die Immoaktie bei einem Kursziel von 12,50 Euro bestätigt.

In einem europaweit gefragten Bankensektor wurden auch die Wiener Bankenwerte mit nach oben gezogen. Die Aktie der Raiffeisen Bank International rückte um 1,97 Prozent auf 28,28 Euro vor und Erste Group befestigten um 2,01 Prozent auf 19,76 Euro.

Unter den übrigen Schwergewichten verbuchten OMV und Andritz Zuwächse um 1,67 Prozent auf 27,43 Euro bzw. um marginale 0,08 Prozent auf 72,86 Euro. voestalpine (minus 1,67 Prozent auf 27,34 Euro) und Telekom Austria (minus 0,22 Prozent auf 8,88 Euro) schlossen indes im Minus.

Die größten Kursgewinner

1. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +4,53 Prozent

2. ALLG.BAUGES.-A.PORR AG VZ +3,22 Prozent

3. ERSTE GROUP BANK AG +2,01 Prozent

4. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG +1,97 Prozent

5. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG +1,87 Prozent

6. OMV AG +1,67 Prozent

7. SEMPERIT AG HOLDING +1,42 Prozent

8. POLYTEC HOLDING AG +1,10 Prozent

9. UNIQA VERSICHERUNGEN AG +0,88 Prozent

10. BENE AG +0,81 Prozent

Die größten Kursverlierer

1. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG -2,79 Prozent

2. CENTURY CASINOS INC -2,05 Prozent

3. VIENNA INSURANCE GROUP AG -2,00 Prozent

4. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -1,77 Prozent

5. VOESTALPINE AG -1,67 Prozent

6. S IMMO AG -1,57 Prozent

7. PALFINGER AG -1,32 Prozent

8. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD -1,18 Prozent

9. LENZING AG -0,95 Prozent

10. MAYR-MELNHOF KARTON AG -0,94 Prozent (APA)

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