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Am 22. Februar werden die Schlussplädoyers im Prozess gegen den Arzt Eugen Adelsmayr erwartet.
Wien - Erneut gibt es ein diplomatisches Tauziehen um den in Dubai wegen Mordes angeklagten oberösterreichischen Mediziner Eugen Adelsmayr. Kommenden Samstag wird Elisabeth Ellison-Kramer, Chefin der Rechtsabteilung im Außenministerium, nach Dubai reisen, um in dem Fall zu vermitteln. Hintergrund: Bei einem Gerichtstermin im Dezember 2011 hat sich herausgestellt, dass das Gutachten, auf dem die Mordanklage basiert, offenbar manipuliert worden war. "Doch die Dubaier Justiz hat bisher nicht darauf reagiert", sagte Adelsmayr.
Bis zum 15. Februar soll die Diplomatin in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vermitteln. Sie hat bereits mehrfach in Dubai mit den dortigen Verantwortlichen verhandelt und den Mediziner bei den Gerichtsterminen unterstützt. "Es handelt sich hier um einen Follow-up-Besuch, um gegenüber den Behörden die Umstände des Falls zu klären und die Faktenlage zu eruieren", sagte Nikolaus Lutterotti, Sprecher des Außenministeriums. Dabei soll auch noch einmal darauf hingewiesen werden, dass es mittlerweile "drei Gutachten gibt, die belegen, dass die Maßnahmen, die vom Mediziner Adelsmayr angeordnet wurden, nicht zum Tod des Patienten geführt haben".
19 Seiten im Gutachten fehlen
Das Expertenpapier, auf dem die Mordanklage beruht, wurde vom staatlichen Krankenhausträger in Dubai auf Englisch verfasst. In der Übersetzung ins Arabische - der Prozess wird in arabischer Sprache geführt - fehlten plötzlich 19 Seiten, alles Entlastende wurde laut dem österreichischen Arzt herausgestrichen. Diese überraschende Entdeckung hatte Adelsmayrs Anwältin bei der achten Verhandlungsrunde am 28. Dezember 2011 bekanntgegeben.
Dem 52-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zur Last gelegt. Dafür droht dem Bad Ischler ein Strafrahmen von drei Jahren Haft bis hin zur Todesstrafe.
Schlussplädoyers für 22. Februar vorgesehen
Der mitangeklagte indische Arzt habe bisher noch nichts zur Verhandlung beigetragen, erklärte der Oberösterreicher. "Allerdings hat der Anwalt des Zweitangeklagten in der bisher letzten Verhandlungsrunde (am 22. Jänner, Anm.) angekündigt, einen Antrag einbringen zu wollen", sagte Adelsmayr. Wäre dies der Fall, würde das den Prozess weiter verzögern. Ursprünglich waren für die nächste Verhandlung am 22. Februar die Schlussplädoyers der Anwälte geplant. "Meine Anwältin versucht derzeit herauszufinden, ob und welchen Antrag es geben wird", sagte Adelsmayr. "Ich befürchte allerdings, dass die Chancen darauf gering sind, Anträge wurden auch bisher immer erst bei der Verhandlung eingebracht."
Der Bad Ischler musste Ende Jänner einen weiteren Schicksalsschlag hinnehmen - seine schwer kranke Frau verstarb im 57. Lebensjahr. "Wir waren 30 Jahre lang ein Paar, 26 Jahre davon waren wir auch verheiratet", sagte Adelsmayr. (APA)
Mediziner Adelsmayr: "Ich gebe nicht auf"
Arzt wird keine Berufung gegen das Urteil in Dubai einlegen, denn dann könnte er verhaftet werden
Er werde das Urteil nicht akzeptieren, sagt der in Dubai verurteilte Arzt Eugen Adelsmayr - Kollegen rät er, nicht auf der Arabischen Halbinsel zu praktizieren
Die Anklagebehörde kann nach wie vor berufen und die Höchststrafe fordern
Adelsmayr: "Farce" - Mitangeklagter freigesprochen - Berufung aus dem Ausland nicht möglich
Mediziner wird in Österreich bleiben
Medizinischer Sachverständiger neuerlich nicht erschienen - Vertagung auf 1. Juli
Aussagen waren unzureichend - Prozess vertagt
Nächste Verhandlung für 28. März anberaumt
Nächste Verhandlung am 18. März - Beschuldigter Arzt spricht von einer "unerwarteten Verzögerung"
Aus familiären Gründen - Mediziner wird von seinen Anwälten vertreten - Schlussplädoyers werden gehalten
Dokument als Basis für Mordanklage fehlen 19 Seiten - Nächste Verhandlung am 22. Jänner
Arzt geht davon aus, dass er wieder nach Hause fliegen kann - Nächste Verhandlung am 14. Dezember
Ankunft in Österreich Dienstagfrüh
Zeugin wiederholte Anschuldigungen nicht - Am 30. Oktober ist erstmals die Verteidigung am Zug
und dass er im recht ist. aber wo kein rechtsstaat, da kein recht. ich finde, er verkennt die lage. für mich wäre er kein feigling, würde er sich das dort nicht antun. europäische ärzte werden sich wohl in zukunft nicht so gerne dort um eine stelle bewerben.
Wobei die Beweislage bei Operation Spring noch dünner war, und 100 Afrikanar verurteilt wurden, statt einem Europäer der freigesprochen wird.
Resüme: Dubai ist mehr Rechtsstaat als Österreich.
Der nächste Prozesstermin wurde seit Bekanntgabe der Manipulation des Untersuchungsberichts verzögert, angeblich Terminkollisionen der Anwälte - bei deren wohl medienwirksamsten Fall ihrer Karriere wohl wenig glaubhaft. Es wird auf Zeit gespielt, was auf Ermittlungstätigkeit hinweist.
Sein erster "Anwalt", der sich als Hochstapler herausstellte, wird sicher noch für einige Überraschungen sorgen.
... - die eigene Frau sterbend alleine zuhause zu lassen, nur um in irgendeinem Staat auf dieser Erde und in den Medien irgendwas beweisen zu wollen. Weil die Ehre ja wichtiger ist als die Ehefrau, die stirbt ja alleine auch gut genug.
mM
Warum wird der noch unterstützt? Er hätte in Österreich bleiben sollen! Ein Ausländer wird auch nicht abgeschoben, wenn ihm im Ausland die Todesstrafe droht. Ein Österreicher also erst recht nicht. Dieser Mensch scheint unglaublich naiv zu sein.
warum der typ zurückgegangen ist. in einen staat, wor rechtsprechung offensichtlich eine völlig willkürlich motivierte angelegenheit ist. da kann er noch so oft unschuldig sein, das ist ein unabwägbares risiko. und irgendwie rücksichtslos seiner familie gegenüber.
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