Gletscher schrumpfen doch nicht so stark

9. Februar 2012, 12:01
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    foto: apa/epa/olivier maire

    Noch kein Auslaufmodell: Gletscher (hier der Gornergletscher mit dem Matterhorn) verlieren global weniger Masse als gedacht.

Neue Untersuchung über globalen Verlust an Landeismassen brachte Überraschungen

London/Wien - Auf den Landmassen der Erde gibt es insgesamt 160.000 Gletscher, Eisschilder und Eiskappen. Bilder vom Rückgang der Gletschermassen zählen zu den eindrucksvollsten Veranschaulichungen des Klimawandels. Allein: Bei weniger als 120 Gletschern, also nicht einmal einem Promille, wird die jährliche Massebalance genau registriert, und bei bloß 37 der vermessenen Eismassen gehen diese Aufzeichnungen weiter als 30 Jahre zurück.

Aus diesem Grund nimmt es nicht Wunder, dass die bisherigen Analysen zur globalen Landeisschmelze an Land eher vorläufig ausfielen. Und ebenfalls nur sehr grob konnte bisher geschätzt werden, wie groß der Beitrag dieser abgeschmolzenen Gletschermassen zur Erhöhung des Meeresspiegels war.

Wie aber lassen sich die Eismassen und ihre Veränderungen überhaupt global messen? Ein Team von Klima- und Gletscherforschern um Thomas Jacob und John Wahr von der Universität von Colorado in Boulder (US-Staat Colorado) hat dazu eine neue Methode entwickelt: Es wertete Aufnahmen der Grace-Satelliten-Mission aus, die monatliche globale Schwerefeldmessungen vornimmt. Damit konnten die Forscher auch Rückschlüsse auf Massevariationen der Gletscher anstellen.

Die Wissenschafter konzentrierten sich zunächst auf große Gletscher und Eiskappen mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern. Zu den untersuchten Regionen gehörten etwa die Gletscher in den Hochgebirgen wie den Alpen oder dem Kaukasus, das patagonische Inlandeis oder die kanadischen Eiskappen.

Dabei zeigte sich durchaus Überraschendes: Laut der im Fachblatt Nature (online) veröffentlichten Studie verloren die Gletscher und Eiskappen zwischen 2003 und 2010 deutlich weniger Masse als bisher angenommen. Vor allem in den Hochgebirgen Asiens sei der Masseverlust deutlich geringer als in früheren Studien errechnet.

Aus der verflüssigten Eismasse errechnete das Forscherteam auch den Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels: Der betrug ganze 1,5 Millimeter pro Jahr. (tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9. Februar 2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 149
1 2 3 4
das ist fix
24
12.2.2012, 19:11

Und in 10 Jahren dürfen wird dann erfahren, dass es mit der CO2-Erdwärmung auch nichts wird...
Hauptsache jetzt werden deswegen Steuern und Abgaben kassiert.

Michael Bakunin
50
16.2.2012, 14:01

Welche Steuern und Abgaben zahlt du wegen dem CO2-Ausstoß? Mir ist nichts bekannt.

das ist fix
04
18.2.2012, 10:18

ein beispiel: co2-abgabe beim pkw-kauf

Michael Bakunin
50
18.2.2012, 10:57

es gibt keine co2-abgabe beim pkw-kauf.

das ist fix
03
18.2.2012, 11:06

Doch!

Nachlesen:
https://www.bmf.gv.at/Steuern/F... 102007.pdf
da steht sehr, sehr oft "CO2" drinnen

Dass, das Politiker mit dem Mascherl "gegen die Erderwärmung" verkauft haben, das ist klar.

Michael Bakunin
20
20.2.2012, 08:58

Die Normverbrauchsabgabe ist keine CO2-Abgabe.

das ist fix
00
20.2.2012, 19:05

haben sie sich die 4 seiten durchgelesen?
vermutlich nicht, sonst hätte sie gesehen, dass dort dutzende male "co2" vorkommt

wer daraus "keine co2-abgabe" schließt, dem ist nicht zu helfen

Michael Bakunin
20
22.2.2012, 18:09

weil es eben keine co2-abgabe ist.

Searles
 
30
12.2.2012, 20:20

Wer kassiert wieviel, und wieviel davon von dir?

Searles
 
21
12.2.2012, 03:42

Weils gar so schön hierher passt:

http://theconversation.edu.au/diamond-p... ethod-3329

Kurzzusammenfassung:
"Recently my colleagues and I announced the discovery of a remarkable planet orbiting a special kind of star known as a pulsar. (...) The attention we received was 100% positive, but how different that could have been. (...) Imagine for a minute that, instead of discovering a diamond planet, we’d made a breakthrough in global temperature projections. Let’s say we studied computer models of the influence of excessive greenhouse gases, verified them through observations, then had them peer-reviewed and published in Science."

Nun, was wäre dann gewesen?

meineMeinung1969
12
12.2.2012, 00:21
Ja, dürfen ...

... die - in Anbetracht des von selbsternannten Experten so dramatisch propagierten Klimawandels - sowas überhaupt schreiben? Das würd ich sofort verbieten lassen ...

mM

xecapb
23
10.2.2012, 16:31

wie war das mit voodoo science?
zuerst sollen die gletcher in der himalayas bis 2035 verschwinden, dann aber vielleicht nicht so schnell aber doch, und jetzt - gar nicht: "The Himalayas and nearby peaks have lost no ice in past 10 years, study shows"
http://www.guardian.co.uk/environme... -mountains

1000undeine8
22
10.2.2012, 17:16

aus der original-publikation:

"Here we show that GICs [glaciers and ice caps], excluding the Greenland and Antarctic peripheral GICs, lost mass at a rate of 148?±?30?Gt?yr-1"

das sind 148 milliarden tonnen pro jahr. inklusive grönland und antarktis waren es 533 milliarden tonnen.

kann man mit voodoo eine halbe billion tonnen eis pro jahr zum schmelzen bringen?

xecapb
51
10.2.2012, 18:30

tja, zu meiner zeit war groenland & die antarktis noch nicht im himalaya gebirge gelandet. (echt, lernt man das jetzt so in der post-moderne schule?)

Michael Bakunin
10
16.2.2012, 14:04
kannst du lesen?

darum steht im obigen posting ja auch "excluding the Greenland and Antarctic peripheral GICs".
Du weißt, was excluding bedeutet?

1000undeine8
12
10.2.2012, 21:05

eis schmilzt trotzdem nicht durch voodoo. auch nicht durch zaubersprüche oder mantra-artiges beschwören von dem fehler mit den himalaya-gletschern im ipcc-bericht.

xecapb
10
12.2.2012, 11:39

2009 wurde in India ein report veröffentlich der "Himalayan Glaciers will melt by 2035? meme stark anzweifelte.
Dieser report wurde von manche als "voodoo science" abgetan. Vielleicht sollte man nicht so leichtfertig mit begriffe wie denialists oder voodoo science herumballern, das kann nach hinten losgehen:
http://wattsupwiththat.com/2012/02/0... ll-circle/

1000undeine8
01
12.2.2012, 12:19

jaja, ich weiß, bestimmte user in diesem forum legen größten wert auf genauigkeit. zumindest, wenn es darum geht, wer welches mem genau wann in welchem zeitungs-interview verwendet hat.

bei der physik erlaubt die community mehr freiheit. da gibt es einen wolken-feedback, der die temperatur der ozeane nahezu konstant hält (xecapb, 10.02.2012 19:13), der aber auf magischem weg außer kraft ist, wenn stärkere sonnen-aktivität die ozeane wärmt (xecapb, 07.02.2012 17:21). und es gibt eine ebenso magische infrarote strahlung, die zwar wasser nicht wärmen kann (xecapb, 01.02.2012 19:31), aber eis gnadenlos zum schmelzen bringt (xecapb, 04.11.2011 19:04).

xecapb
10
12.2.2012, 18:28

sorry, es ist nicht irgendein gletscher und irgendein zeitungs-interview.
ging es nicht um auswirkungen für das leben von mehr als eine milliarde menschen?
"In ASIEN wird die Gletscherschmelze im Himalaya-Gebiet Überschwemmungen und Bergstürze zur Folge haben. Die Menschen im Bereich der grossen Flussdeltas in Süd-, Ost- und Südostasien werden Probleme mit der Süsswasserversorgung bekommen.
Bis 2050 könnten mehr als eine Milliarde Menschen betroffen sein. Probleme bringt auch der steigende Meeresspiegel. Der Bericht erwartet Krankheits- und Todesfälle durch mehr Fluten. Die Probleme mit der Cholera in Südasien werden zunehmen. "

Michael Bakunin
00
16.2.2012, 14:05

nicht "irgendein zeitungs-interview"?
aha, und zwar? ein besonderes?

1000undeine8
00
12.2.2012, 19:49

die himalaya-gletscher schmelzen. der masseverlust ist bloß wesentlich geringer als anderso, weil viele sehr hoch liegen. bei weiterem temperatur-anstieg wird es aber auch dort schneller gehen. die problematik ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

generell gilt, dass gletscher über jahrzehnte träge reagieren und in einem gebiet nicht immer einheitlich. das führt unweigerlich zu breit streuenden und häufig zu revidierenden zahlen.

http://web.hwr.arizona.edu/~gleonard... ontage.pdf

dieser umstand wird von hardcore-leugnern marke xecapb natürlich immer wieder für polemik missbraucht werden, zusammen mit ewigen aufwärmen des ziffernsturzes im IPCC-bericht.

http://sciences.blogs.liberation.fr/files/cogley.p

1000undeine8
00
12.2.2012, 19:50

sorry, der zweite link hat sein ende verloren:

http://sciences.blogs.liberation.fr/files/cogley.pdf

aleph null
01
13.2.2012, 12:04
Eine Chronologie der Ereignisse finden Sie hier:

http://www.zeit.de/2010/05/U... PCC-Kasten

Ganz offenbar geht der Fehler auf einen WWF-Bericht (!) zurück, dessen Prognose vom IPCC 1:1 übernommen wurde. Sich dann auf einen Zahlendreher auszureden, macht die Sache meiner Meinung nur noch schlimmer, da kein Mensch wissen kann, wie die Gletscher in 340 Jahren aussehen werden. Das wäre ungefähr genauso, wie wenn man zur Zeit des 30-jährigen Krieges Prognosen für die Gegenwart erstellt hätte.

Michael Bakunin
10
16.2.2012, 14:09

prognosen kann man für jeden zeitraum erstellen. ob sie eintreffen, ist eine andere sache. das ist eben die natur von prognosen, dass sie unsicher sind.
aber in anderen themenfeldern stört es offensichtlich niemanden, dass prognosen für die nächsten 100 jahre für konkrete polirische maßnahmen herangezogen werden. ich meine damit z.db. die pensionsdebatte. da wird immer wieder vorgegaukelt, man wisse jetzt schon, wie alt wir alle im durchschnitt werden, dass also die lebenserwartung steigt, dass die jetzt geborenen im schnitt 1000 jahre alt werden.
da höre ich nie einen aufschreib der bevölkerung wie unseriös das ist.

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