Schindler integriert Doppelmayr Aufzüge AG

8. Februar 2012, 18:51
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Bregenz - Die Schindler Aufzüge und Treppen GmbH integriert per Mai 2012 die Doppelmayr Aufzüge AG in ihre Strukturen. Die Doppelmayr Aufzüge AG ist bereits seit 2003 eine 100 Prozent-Tochter von Schindler. Die bevorstehende Integration sei "der nächste logische Schritt", hieß es. "Doppelmayr Aufzüge fügt sich nahtlos in das Traditionsunternehmen Schindler ein", erklärte Anton Marschall, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Schindler.

Für die Kunden von Doppelmayr Aufzüge ändere sich nichts, sagte Marschall. Umgekehrt könne das Doppelmayr-Team künftig aber auch direkt auf das breite Know-how-Spektrum des Schindler-Konzerns zugreifen. Der Firmensitz der zukünftigen Schindler-Geschäftsstelle in Vorarlberg verbleibe unverändert in Wolfurt (Bezirk Bregenz), die Tiroler Geschäftsstellen von Schindler und Doppelmayr Aufzüge werden am Schindler-Standort zusammengeführt. Welche Konsequenzen der Integration für die Beschäftigten hat war kurzfristig nicht zu erfahren.

Die Doppelmayr Aufzüge AG war ursprünglich eine Tochtergesellschaft der Seilbahngruppe Doppelmayr. Der Schindler-Konzern mit Sitz in der Schweiz beschäftigt mehr als 44.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern. 2007 wurden die Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH und die Doppelmayr Aufzüge AG im Rahmen eines Kartellgerichtsverfahrens wegen Preisabsprachen in der Branche der Aufzughersteller zu Bußen von 25 Mio. Euro bzw. 3,7 Millionen Euro verurteilt. Im Zuge dieses Verfahrens wurden auch drei weitere Anbieter verurteilt.

Arbeitsplätze gehen verloren

Durch die Fusionierung von Schindler mit der Doppelmayr Aufzüge AG gehen in Vorarlberg Arbeitsplätze in der Administration verloren. Wie viele Personen betroffen sind, wollte Sima aber nicht sagen. Man habe mit dem Betriebsrat sozialverträgliche Lösungen ausgehandelt. Nach Möglichkeit könnten Mitarbeiter auch konzernintern in ein anderes Bundesland wechseln, sagte Sima. In Vorarlberg und Tirol sind bei der Doppelmayr Aufzüge AG laut Sima derzeit etwa 85 Personen beschäftigt.

Nach außen werde die Integration insofern sichtbar, als der Firmenname Doppelmayr Aufzüge AG verschwinden wird. Intern erhofft man sich durch die Integration eine "operative Stärkung", so Sima. Geschäftskennzahlen wollte Sima mit Verweis auf die Konkurrenz weder von Schindler noch von der Doppelmayr Aufzüge AG bekanntgeben. (APA)

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