Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 800x547Die polnische Metropole Warschau gilt als stabiler (Wachstums-)Markt für Investoren, die in Mittel- und Osteuropa aktiv sind. Prognosen für 2012 sind allerdings auch für die CEE-Region schwierig.
Wien - Der Wiener Büromarkt wird europäischer - zumindest was die Leerstandsrate betrifft. "Die Leerstände werden heuer und wahrscheinlich auch im nächsten Jahr steigen", prognostiziert Andreas Ridder. "Heuer rechnen wir mit einem Anstieg von einem im internationalen Vergleich niedrigen Niveau von 6,1 auf 6,5 Prozent", sagt der Geschäftsführer des Immobilien-Dienstleisters CBRE Österreich. Er sieht darin eine Annäherung an andere europäische Hauptstädte. Zum Vergleich: Im Herbst vergangenen Jahres betrug die Leerstandsrate in Berlin rund 6,4 Prozent, in Warschau 6,5 Prozent, in Bratislava elf und in Budapest sogar 20 Prozent.
Schon 2011 sei ein schwieriges Jahr gewesen, erläutert Ridder. "Die Vermietung ist um 5,5 Prozent zurückgegangen." Und das, obwohl die österreichische Wirtschaft im Vorjahr um real 3,2 Prozent gewachsen ist. Für heuer sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch weitaus schlechter. Das Wirschaftsforschungsinstitut Wifo rechnet mit nur 0,4 Prozent Wachstum und sogar mit einzelnen negativen Quartalen.
Flächenangebot nimmt zu
Ein Grund für den zu erwartenden Anstieg ungenutzter Büroflächen ist - neben einer schwächelnden Wirtschaft - in der Zunahme des Flächenangebots zu suchen. In Wien kommen heuer 62 Prozent mehr moderne Büroflächen auf den Markt, während die Nachfrage weiterhin auf Krisenniveau stagnieren wird, sagt der CBRE-Österreich-Chef. Man rechne mit zusätzlichen 304.000 Quadratmetern Bürofläche (neu und generalsaniert). Und das sei mehr als im Boomjahr 2007 (296.000 Quadratmeter). Der Immobilien-Dienstleister EHL geht von einem Rückgang der Vermietungsleistung von 210.000 auf 200.000 Quadratmeter aus. Die höchsten Leerstände seien in älteren Bürogebäuden mit hohen Betriebskosten zu erwarten. Die Mietpreise würden im Schnitt zwar nominell gleichbleiben, real aber sinken, meint EHL-Büromarktspezialistin Alexandra Ehrenberger.
Der attraktivste Bürostandort in Wien ist und bleibt die Innere Stadt: 43 Prozent aller Anmietungen spielten sich im vierten Quartal des letzten Jahres in dieser Lage ab. Prominentes Beispiel hierfür war im zweiten Halbjahr der STANDARD mit einer angemieteten Bürofläche von 6000 Quadratmetern. Gefragt war auch die Region Wienerberg (28 Prozent) sowie Donau-City und Lassallestraße (15 Prozent). Wohingegen der Prater und der Norden der Stadt bei Mietern nicht sehr beliebt sind.
Schon seit Herbst 2011 hat der gewerbliche Investmentmarkt mit Gegenwind zu kämpfen. Grund dafür sind die Kreditfinanzierungen, die für mittlere und große Transaktionen schwieriger geworden sind. Die geringe Nachfrage konzentriere sich zunehmend auf das absolute Topsegment, heißt es bei EHL. Beim Immobilienmakler-Verbund Remax rechnet man damit, dass Büros, Geschäftslokale und Betriebsobjekte mehr als drei Prozent an Wert verlieren werden.
Retailimmobilien im Trend
Andreas Ridder beziffert den Investmentmarkt in Österreich mit 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro. Das ist der Wert des Vorjahres: Dabei entfielen rund 27 Prozent des Investmentvolumens auf Büroimmobilien, während 24 Prozent in Hotels investiert wurden. Aufs Stockerl schafft es mit 18 Prozent auch der Retailbereich. Damit liegt Österreich aber noch nicht im europäischen Trend, denn in den meisten Investmentmärkten nimmt vor allem das Interesse an Retailimmobilien kontinuierlich zu. "Zurzeit haben wir in Österreich eine relativ ausgewogene Situation", stellt Ridder fest. Das war nicht immer so. "Noch im Jahr 2010 entfielen rund 48 Prozent aller Investments auf Büroimmobilien."
Besser entwickelt als erwartet haben sich Immobilien in manchen osteuropäischen Ländern - allen voran in Polen und Rumänien, aber auch in Russland. Erstere konnten ihre Wirtschaft vom (kriselnden) Westeuropa abkoppeln und einen stabilen Kurs beibehalten. In Russland ist der hohe Ölpreis als Grund für eine Sonderkonjunktur zu nennen. Als für Investoren sicheres Land nennt Ridder die Tschechische Republik.
"Gewisse Risiken"
Es sei schon 2011 die "Flucht in die Qualität" einiger Investoren zu bemerken gewesen, meint Ridder. "Zum Beispiel in Einkaufszentren in guten osteuropäischen Märkten, also in Sektoren, die in diesen Ländern als sicher gesehen werden." In osteuropäischen Ländern gebe es zudem noch eine gute Verzinsung. "Der Abstand zwischen deutschen Bundesanleihen, die als Richtwert herangezogen werden, und dem Durchschnitt aller osteuropäischen Renditen", rechnet Ridder vor, "belief sich 2007 auf einen Prozentpunkt. Heute liegt er bei 4,75 Prozentpunkten." Es gebe gewisse Risiken, räumt er ein, aber diese würden gut entlohnt. Das ist sicher auch ein Grund dafür, warum 2011 in Osteuropa mit 11,2 Milliarden Euro doppelt so viel investiert wurde wie im Jahr zuvor. Das entspricht rund zehn Prozent aller europäischen Investments in den Sektor. 2007 betrug dieser Anteil nur etwa sechs Prozent.
In Westeuropa wiederum seien im Vorjahr vor allem Deutschland, Schweden, Frankreich und Großbritannien nachgefragt gewesen, sagt Ridder. Bei Letzterem vor allem die Hauptstadt London. (Markus Böhm, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5.2.2012)
Seit wenigen Tagen gibt es in Wien im Bereich Budget-Luxury Zuwachs: Das Hotel 25hours ist nun mit 220 Zimmern in Vollbetrieb
Lukas Hochedlinger, Managing Director Austria bei Christie + Co Wien, über den Trend zu den luxuriösen Budget-Hotels
Die Teilnehmer des "Forum Building Science" waren sich einig: Wesentliches Thema, um Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, ist die Kommunikation zwischen Mieter und Vermieter
Christina Ipser vom Zentrum für Facility-Management und Sicherheit an der Donau-Uni Krems über die Optimierung der lebenszyklischen Verbräuche von Ressourcen
Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der BIG-Tochter ARE, zieht eine Zwischenbilanz über die Auslagerung eines Teils des BIG-Portfolios
Beim Shoppingcenter-Symposium diskutierten internationale Experten über den Statuts quo und die Zukunft des stationären Handels in Europa
Die "Bahnstadt" in Heidelberg soll zur Gänze in Passivhausqualität errichtet werden. Bei den Gewerbeobjekten drückt man aber das eine oder andere Auge zu
Incentives, Musterbüros, virtuelle Touren: Der Büroleerstand in Wien bewegt Verwalter und Eigentümer zu neuen Marketing-Strategien
Der Standard lud drei Experten zu einem Gespräch über die Leerstandsrate bei Büroimmobilien
Harald Schippl, Initiator von "Aktive Immobilienwirtschaft", arbeitete an der ersten Wiener Immobilienmesse mit
Clemens Rumpler, Asset Manager in Wien, erklärt, wie er für seinen Fonds Objekte findet und wie schwierig manchmal die Entscheidungsfindung ist
Soravia-Boss Erwin Soravia über das Projekt "Triiiple", und warum es seiner Meinung nach lebhafter als "TownTown" werden wird
Messepark Dornbirn schneidet im "Performance Report" schon zum zweiten Mal am besten ab, ältere Zentren werden generell besser bewertet
Alexander Redlein, Professor für FM an der TU Wien, erklärt, wie man mit Forschung Grundlagen für besseres Facility-Management schaffen kann
Letztes Wochenende ging die 1. Wiener Immobilienmesse über die Bühne. Fazit: Im Gegensatz zu anderen Sparten reißt die starke Nachfrage nicht ab
14 Fachmarkt- und Einkaufszentren mit zusammen 70.341 m² vermietbarer Fläche - Verträge bereits unterzeichnet
Der deutsche Cultural Capital Producer Jan Teunen erklärt, warum das Büro der Zukunft "ein Wohnzimmer zum Arbeiten" sein muss
Ende November wird die erste Etappe des SCS-Umbaus abgeschlossen
In Österreich wurden 2012 rund 1,6 Milliarden Euro in Gewerbeimmos investiert - Europaweiter Trend zu Retailobjekten - CBRE sieht "stark verbesserte Liquidität" auf wichtigsten Märkten
Shoppingcenter-Management über Handelsfläche von 246.000 m² - 700.000 Besucher im G3 in Gerasdorf in den ersten vier Wochen
Nutzerbefragung an sechs Standorten: Verbesserungsbedarf herrscht auch bei Rauchen und Parken sowie der Akustik
Warimpex-Vorstandschef Jurkowitsch erzählte am Real Estate Cirle 2012 vor allem von seinen Osteuropa-Plänen
Laut RegioPlan wurden 2012 "nur" 200 neue Einkaufszentren eröffnet – 7.000 Center existieren bereits, Österreich liegt bei der Dichte unter 22 Ländern auf Rang drei
Auf dem 8. RegioPlan-Expertenforum stand das "Warten auf das Go" und die Expansionspolitik der großen Player in wenig rosigen Zeiten im Vordergrund
Neben dem Wiener Hauptbahnhof entstehen bis 2018 fast 600.000 Quadratmeter Geschoßfläche. Die Qualität der einzelnen Projekte ist unterschiedlich
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.