Leitgeb

"Schröcksnadel ist ein Vorbild"

8. Februar 2012, 18:14
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    apa-foto: barbara gind

    Ronald Leitgeb will im Verband die Strukturen ändern.

Ronald Leitgeb, künftiger Präsident des österreichischen Tennisver­bandes, über Melzer und den Daviscup

Wiener Neustadt - Es klingt beunruhigend, wenn Ronald Leitgeb sagt: "Jürgen Melzer ist kein Freitag-Spieler." Trotzdem beginnt jeder Daviscup an einem Freitag, also auch jener am nahenden zwischen Österreich und Russland in der Wiener Neustädter Arena Nova. Leitgeb ist Melzers Manager, beim nächsten Länderstreit wird er zudem Präsident des österreichischen Tennisverbandes sein. Die Wahl erfolgt Ende März. Sie ist Formsache, Ernst Wolner ist des Amtes müde, Gegenkandidaten gibt es keinen. Leitgeb sieht keinen Interessenkonflikt. "Die Schnittstelle ist klein, die Verträge werden offengelegt."

Vorerst sorgt er sich um Melzer. "Er weiß, dass es auf ihn ankommt. Bei allem Respekt vor Andreas Haider-Maurer. Das kann hemmend wirken." Es sei andererseits nicht auszuschließen, "dass Jürgen beide Einzel gewinnt." Am Freitag gegen Alex Bogomolow jr., am Sonntag gegen Michail Juschnij. Leitgeb ist übrigens auch Manager von Nikolaj Dawidenko, der im russischen Aufgebot steht, allerdings nur zweite Wahl sein dürfte. Und dann kümmert sich der Präsident in spe um Tamira Paszek, die ist aber Frau und somit keine Alternative im Daviscup. Im Fedcup hat Paszek dreimal verloren. Leitgeb: "Ich habe drei Baustellen, aber die sind total unterschiedlich. Da reicht nicht ein Vortrag, und alles wird gut."

Bei Melzer liege es nicht am Tennis. Das relative Tief habe die Ursache im absoluten Hoch. Im Jahr 2010 schaffte er es bis auf Platz acht in der Weltrangliste. Leitgeb: "Das war mit enormem Aufwand verbunden. Vor allem, weil er fast schon 29 Jahre alt war. Normalerweise kommen Leute jung an die Spitze, erleiden einen Einbruch, um sich danach zu etablieren." Leitgeb führt den Tschechen Tomas Berdych als Beispiel an. Bei Melzer folgten Wehwehchen, eine hartnäckige Rückenverletzung. "Da bekommt man Existenzangst. Keine finanzielle, er hat genug verdient. Aber es kommen Gedanken auf. Wie lange geht das noch? Man verliert das Vertrauen in sich." Vergangene Woche hat Melzer in Zagreb sogar die Qualifikation bestritten, im Viertelfinale unterlag er Michael Berrer. "Natürlich klingt das nicht gut. Aber er hat in fünf Tagen fünf Matches gewonnen und somit sich selbst bewiesen, dass er widerstandsfähig ist. Ich denke, der Daviscup fällt für ihn günstig."

Leitgeb hält diesen Bewerb generell "für genial". In Österreich sei er fast zu dominant. "Gewinnen wir, ist Tennis super, verlieren wir, ist Tennis kaputt. Diese Reduktion ist nicht zulässig." Man dürfe allerdings Folgendes nie vergessen: "In kaum einem Mannschaftbewerb sind wir so erfolgreich. Wir gehören zu den besten 16 Nationen. Das ist so, als würden sich die Fußballer für jede WM qualifizieren. Davon kann man nicht einmal träumen."

Leitgeb möchte als Präsident strukturelle Veränderungen vornehmen, Details gibt er nach der Inthronisierung bekannt. "Nur so viel. Der Verband soll Talente auf das Profi-Leben vorbereiten, ihnen eine Basis legen."

Peter Schröcksnadel, der mächtige Skipräsident, sei durchaus ein Vorbild. "Ich will nicht lesen, dass ich der Schröcksnadel des Tennis werden will. Aber er ist konsequent, nützt Kontakte, kann Dinge aufbauen und bewegen. Er gibt den Leuten das Gefühl, dass es das Größte auf der Welt ist, durch Slalomstangen zu fahren und von Schanzen zu springen."

Möglicherweise habe Tennis hierzulande ein leicht verstaubtes Image. Dass der 33-jährige Clemens Trimmel Sportdirektor und Daviscupcaptain geworden ist, sei, so Leitgeb, auch ein Zeichen nach außen. "Er ist jung, dynamisch, motiviert, hatte eine Zeitlang Abstand vom Tennis. Und er hat einen guten Draht zu Melzer. Hoffentlich auch am Freitag." (Christian Hackl, DER STANDARD Printausgabe 09.02.2012)

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20 Postings
Die Weisheit
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Er hat schon Recht - Schröcksnadel ist z.B. auch einer, der auf internationalem Pakett die 1. Geige spielt und die heimischen Interessen erfolgreich vertritt. Der ÖSV mit seiner professionellen Struktur ist - so meine ich - der bestgeführte Sportverein Österreichs.

nebenerwerbsposter
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vorbild?

da muss der sport ja vor die hunde gehen.

eins zwei drei
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bezieht er das auf den persönlichen wirtschaftlichen erfolg ?

jack johnson
 
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Macht er das von Monte Carlo aus?

Und bei den nachkommenden 'jungen Talenten' wird er natürlich automatisch deren Manager.

schönwetter
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schreckschnödel

Seria
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Schröcksnadel ist ein Vorbild"

... na ja, aber nicht für alle!

stretfordender
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wusst ichs doch

dass man den Schröcksnadel im Standard nicht loben darf!

Seria
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sind Ihnen Standard Leser zu kritisch?

stretfordender
02

im Gegenteil - einfach unreflektiert und blind vor Hass, wenn einer Erfolg hat. Noch dazu wenn man weiß, wo man ihn politisch einordnen kann ;)

und wie lautet ihr richtiger name ?
01

wo politisch einordnen ?
doch eh dort, wo er in der jeweiligen situation den größten vorteil sieht, sonst wäre er in österreich sicher nicht so erfolgreich.
übrigens das match jungwirth gegen schröcksi (dh schwarz gegen schwarz ?) war nicht ohne, schade das sich das erledigt hat

stretfordender
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Naja das glaub ich grad nicht, dass sich der dreht, wie der Wind weht - der hat schon seine Prinzipien ;)

zum anderen Punkt: I don't know what you have - ist ja eh nix Neues, dass sich die Schwarzen gegenseitig zerfleischen ;D

jack johnson
 
00
10.2.2012, 11:53
leitgebs prinzip

ich bin supa, und mein NLP-Motivations-BS kostet 500€/h.
Wennst erfolgreich bist, dann wegen mir, wennst dann misserfolg hast, weilst mir net richtig zugehört hast

stretfordender
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betrifft jetzt nicht dich im Speziellen - dein Kommentar war eh normal, aber jedes Mal, wenn der Schröcksnadel hier in einem Artikel erwähnt wird, wird er fertig gemacht.

Makro 24/7
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Schröcksnadel?

lol

Melzer mentale Schwäche kann man nicht wegdopen ^^

asdf 1234
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Zitat:

"Er gibt den Leuten das Gefühl, dass es das Größte auf der Welt ist, durch Slalomstangen zu fahren und von Schanzen zu springen." derstandard.at (leitgeb über schröcksnadel)
Und genau darin sehe ich den grössten fehler schröcksnadels, denn: der ösv ist mehr als skifahren und skispringen...........
freestyle, slopesyle, biathlon (in AT), langlauf, uvm. hätte schröcksnadel als ösv-präse auch zu vermitteln..............

Thomas Fanara
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Also gerade Biathlon hatte in den letzten Jahren durchaus einen gewissen Stellenwert, sonst hätte sich der ORF nicht die Rechte an den Übertragungen gesichert... Das Problem ist nur, dass die Burschen im Moment wenig reißen... und das ist halt schwer zu verkaufen.

Sam0025
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Gerade was den Biathlon angeht muss man sagen dass der ÖSV genau nichts dafür gemacht hat dass die Jungs so erfolgreich waren, denn genau zu dieser Zeit wurde ihnen so gut wie alle Unterstützung vom ÖSV entzogen und das Budget extrem gekürzt. Erst als der ÖSV gesehen hat das man mit ihnen gut werben kann waren sie auf einmal die Lieblinge im Verband

F S 4: The science channel
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Wobei die Biathlonrennen durchaus auch spannend genug sind, wenn die Österreicher unter ferner liefen sind.

Karnahkarnanz
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nicht verstaubt

Tennis bewegt sich meiner Meinung mittlerweile abseits von Zeitgeist und Moden, da hat sich ein fester Zuseherkreis gebildet, der sich wohl quantitativ nur geringfügig ändern wird. Ich halte es nicht für förderlich, Tennis jetzt auf Beach-Volleyball zu trimmen und die Zuseher in den Pausen zu beschallen; das nimmt dem Ganzen den kontemplativen Charakter. Basel z.B. macht ein ganz gediegenes Turnier ohne jede Musik- oder Showeinlage und ist stets ausverkauft. Auch die Qualirunden sind da recht gut besucht, obwohl selbst die um die 40 Euro Eintritt kosten.

V995
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wieso vorbild

will er vermehrt doping im tennissport?

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