Budget

Koalition einigt sich auf neue Steuern

8. Februar 2012, 17:42
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    foto: apa/techt

    Bundeskanzler Werner Faymann steht für das Sparpaket gerade, er muss die Details präsentieren und vertreten.

Bei Spitzenverdienern wird das Urlaubs- und Weihnachtsgeld künftig stärker besteuert, bei der Gruppenbesteuerung werden Lücken geschlossen - Das Steuerpaket der Regierung ist fertig geschnürt

Wien - Zwei Milliarden fehlen noch. Zwei von insgesamt 27 Milliarden, kumuliert auf fünf Jahre. Diese zwei Milliarden müssen noch in Gesprächen mit den Ländern und den Beamten gefunden werden. Fixfertig ist hingegen das Steuerpaket. SPÖ und ÖVP haben sich bereits auf Maßnahmen geeinigt. Auch das Verhältnis zwischen neuen Einnahmen und Einsparungen steht fest: 70 Prozent des Konsolidierungspakets werden über Einsparungen auf der Ausgabenseite erreicht, 30 Prozent über neue Einnahmen bestritten. Was die Gewerkschafter besonders schmerzen wird: Die Erbschafts- und Schenkungssteuer ist endgültig vom Tisch. Was fix kommen wird: eine Solidarabgabe der Besserverdienenden. Der Spitzensteuersatz wird nun doch nicht angehoben.

Stattdessen wird am 13. und 14. Gehalt gedreht. Die Steuerermäßigung, derzeit sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld nur mit sechs Prozent besteuert, wird bei Spitzenverdienern reduziert. Das erste Mal ab einem Jahreseinkommen von 180.000 Euro, das zweite Mal ab 300.000 Euro. Beschlossen ist auch eine Reform der Gruppenbesteuerung, die Regierung spricht davon, dass hier "Lücken geschlossen" werden. Der Gestaltungsspielraum für das Gegenverrechnen von Verlusten im Ausland mit Gewinnen im Inland wird eingeschränkt. Beschlossen ist auch eine Vermögenszuwachssteuer bei Immobilien und eine Steuer auf Gewinne bei Umwidmungen von Grundstücken.

Mit Senioren einig

Mit den Pensionisten ist die Regierung so gut wie handelseins, auch wenn Seniorenbund-Obmann Andreas Khol dämpft: "Noch gibt es keine endgültige Einigung. Wir können nicht zustimmen, ehe wir nicht wissen, was die anderen Punkte sind und wie das Gesamtpaket ausschaut."

Hinter den Kulissen heißt es aber, dass mit den Pensionisten alles auf Schiene sei, man habe sich auf ein Modell geeinigt. Die Pensionisten werden mit etwa sieben Milliarden Euro zum Sparpaket beitragen.

Für das fertige Gesamtpaket fehlt allerdings noch die definitive Zustimmung der Länder und der Beamten. In groben Zügen sei man sich auch hier schon einig, heißt es aus Verhandlungskreisen. Tendenziell sieht man den Fortschritt der Verhandlungen auf ÖVP-Seite etwas positiver als auf SPÖ-Seite. Am Freitag soll es noch eine Runde mit den Sozialpartnern geben, am Wochenende könnte bereits das Paket geschnürt sein.

Die Regierung ist darauf gefasst, dass es mit den Beamtenvertretern noch zu einer heftigeren Auseinandersetzung kommen wird. Insbesondere Vizekanzler und ÖVP-Chef Michael Spindelegger sei hier gefordert, auf seinen Parteifreund Fritz Neugebauer, Chef der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, einzuwirken. (Michael Völker, DER STANDARD, Printausgabe, 9.2.2012)

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Posting 1 bis 25 von 1144
Alexander Patjomkin
00
10.2.2012, 16:08
Von den Pensionisten kann man immer was holen..

Die sind die Hauptsanierer der Budget, genauso wie es zu erwarten war. Tolpatschiger kann es nicht gehen.

Alexander Patjomkin
00
10.2.2012, 16:06
Die Politiker wären auch dem ersten Blick von der Reichensteuer auch betroffen.

Sie können sich aber jederzeit neue Privilegien erfinden und einführen, ohne es Uneingeweihte
nur ahnen könnten.

rico50
00
Koalition einigt sich auf neue Steuern

warum wird nicht über die finanz-transaktions-steuer diskutiert? wenn diese in frankreich eingeführt werden kann, dann sicher auch in österreich !!
man müsste dann nicht von den sozial schwachen in diesem lande das nötige kleingeld holen.
aber dazu würden wir politiker brauchen die nicht vor dem kapitel die hosen gehörig voll haben.
MEHR mut wird sicher bein den nächsten wahlen honoriert werden!!!!

Captain 11
00
Diese regierung ist somit ABGEWÄHLT! Tschüss ihr versager und geniert euch, dass ihr den blauen zu einem fulminaten wahlsieg verhälft.

....dieses paket ist ausdruck totaler unfähigkeit. Sparen, sparen, sparen bei den ausgaben wäre angesagt gewesen. Ps: gott sei dank ist für den dringend nötigen umbau der mariahilferstrasse ja geld da. Diese regierung gehört sofot abgewählt.

Titeuf
 
00
10.2.2012, 07:51
Schaum vorm Mund

hilft nicht beim Denken.

Die Mahü liegt in der Kompetenz des Bundeslands Wien, nicht der Bundesregierung (abgesehen davon, dass ich die Pläne begrüße)
"Sparen" kann je nachdem wo man das tut die Menschen härter treffen als neue Steuern. "Sparen" heißt nämlich oft nix anderes als "Leistungskürzung" (abgesehen von möglichen negativen volkswirtschaftlichen Effekten)
Was genau an der "Bürgermeister-Korruption-Steuer" schlecht sein soll, ist mir auch nicht zugänglich.

Es gibt genug wirklich kritikwürdiges am Sparpaket, sie bringen mich glatt in die Lage die Regierung verteidigen zu müssen - unangenehm.

Adam Markus
02

Klassischer SPÖ Umfaller. Die Reichen, die Konzerne und die Stiftungen Freut's. Und die Erben erst recht.

dragon.75
02
Wozu haben wir den Rechnungshof???

Warum kann diese durchgekn**lte Regierung nicht auf die zahllosen sinnvollen und wesentlichen Vorschläge des Rechnungshofes eingehen und sie Schritt für Schritt umsetzen?

Ausser Spesen nix gewesen!

Auch diese Politiker haben kein Rückgrad.

Lego12
01
auf diese 70% bin ich schon gespannt

sociovation
02
Und wieder ist die SPÖ umgefalllen

Ach wo - sie ist ja schon längst gelegen...

Mag. Doris Mihokovic
 
21
@ sociovation

Im Liegen ist sie wenigstens auf Augenhoehe mit ihrer Waehlerschaft ;-)

didi111
00
Freunde, das passt schon..

Klar muss sein, daß Geld eh nur den Charakter verdirbt.

ABER wirklich bled wäre, wenn das Faymanderl und der Spindi nach erfolgreicher Präsentation wieder mit einem weiteren Downgrading seitens der Ratingagenturen konfrontiert wäre. Weil die Brüder sind Hund...

Dann ging die Hängepartie in die nächste Runde (und der Neugebauer in den nächsten Urlaub).

Collective Image
214
Das 13. und 14. könnte man sicher

schon ab 100.000 Jahreseinkommen höher besteuern, das würde nicht die Armen treffen, im Grunde genommen ist es aber Augenauswischerei, wieviel kommt da wirklich zusammen? Deshalb:

- Vermögenssteuer (mit Freibetrag)
- Erbschaftssteuer (mit Freibetrag)
- Finanztransaktionssteuer
- Steuerschlupflöcher schließen
- Höherer Spitzensteuersatz
- Gruppenbesteuerung abschaffen
- Krankenkassen zusammenlegen
- Bundesländer abschaffen (ich weiß, völlig utopisch)
- Korruption massiv bekämpfen und bestrafen
etc.
Subventionen für die Kirche, Großbauern etc. abschaffen
Spitzensteuersatz anheben und

Captain 11
00
Studiengbühren für langezeitstudenten und sofortige streichung...

....aller subventionen die nicht dazu dienen menschen das abgleiten in die armut zu ersparen streichen. Und schon wärs erledigt gewesen.

Peter Holland
01

Ja, ja.

Man könnte auch schon für Jahreseinkommen ab 80.000 Euro höhere Steuern verlangen und würde viele grüne Stricherl kriegen.

Oder mit der Forderung, alle Erbschaften über 500.000 Euro mit 50 % zu besteuern. Und die unter 50.000 Euro mit null.

Leute wie Sie wollen alle anderen höher besteuern, nur selber nichts beitragen.

Werner Eisenmenger
42
Alles unter 100% Steuern ist ZU WENIG!

Wir linken Leistungsverweigerer wollen uns schließlich ein angenehmes Leben leisten können.

schönwetter
10

wetten sie sind kein linker, bei dem nick

Mag. Doris Mihokovic
 
22

Es sollte ueberhaupt NICHTS und NIEMAND hoeher besteuert werden, sondern das "Sparpaket", um seinem Namen gerecht zu werden, ausschliesslich AUSGABENSEITIG geschnuert werden.

Q.E.D q.e.d
03

Höherer Spitzensteuersatz? Sind 50% nicht genug?

sociovation
15
nein, die Flattax ab 50.000 aufwärts

muss endlich weg.
Also ENTlastung bis 50.000 und ordentliche BElastung ab 50.000 - damit jene, die wirklich arbeiten etwas davon haben und jene, die vorwiegend kassieren ohne etwas zu leisten, auch einen Teil wieder zurück geben.

RS69
 
10

Es gibt immer wieder Deppen die das Steuersystem nicht verstehen und dann von einer Flattax sprechen.

Rechnen Sie's doch einfach mal durch, anstelle Unsinn zu posten.

Mag. Doris Mihokovic
 
13
@ sociovation

Bei einem Monatsgehalt von nicht einmal 3.600,-- Euro brutto gilt man in Ihren Augen bereits als "nichtsleistender" Grossverdiener??

So eine Ansicht kann nur von jemandem kommen, der selbst keine besondere Ausbildung absolviert hat, und nicht wirklich viel "drauf" hat und/oder bloss Teilzeit arbeitet.

Ich empfehle Ihnen, sich von einem Facharzt behandeln zu lassen, der die von Ihnen genannte Einkommensschwelle nicht ueberschritten hat - wenn Sie einen finden.
Oder falls Sie einmal einen Rechtsanwalt benoetigen sollten, werden Sie auch keinen finden (ausser RA-Anwaerter sprich "Lehrlinge").

Leistung muss attraktiver gemacht werden, nicht umgekehrt!!!

krendl
21
3600 brutto - davon können die Allermeisten nur träumen!

Auch mit toller Ausbildung und Bienenfleiß. Zeigt aber nur ihre Abgehobenheit. Leistung hat für sich noch geau nix mit dem Einkommen zu tun, auch wenn Fuzzis wie Sie das noch immer glauben.

EuroExpert
00

3.600 brutto habens als einfacher techniker mit einigen jahren berufserfahrung und allin vertrag bald mal zusammen !!!!

Walter Kaiser.
00
Ja, genau. Komisch nur, dass die allermeisten Menschen das nicht verdienen.

Männliches Durchschnittsjahreseinkommen 2011 = 1750,- und das der Frauen = 1300,- - beide Zahlen sind ohne Lehrlinge.

Also bitte nicht mit einzelnen besonders gefragten Berufsgruppen daherkommen, sie müssen sich die Sache schon ein bissl genauer anschauen.

RS69
 
00
10.2.2012, 00:46

Es geht ja um "mit toller Ausbildung und Bienenfleiß".

Da wird ja wohl nicht Hauptschulabschluss + Friseurlehre gemeint sein?

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Posting 1 bis 25 von 1144

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