Zahlreiche Verletzte - Explosion in der Nähe des Präsidentenpalastes
Mogadischu - Bei einem Selbstmordanschlag in der
somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Mittwoch mindestens elf
Menschen getötet worden. Der Selbstmordattentäter habe ein mit
Sprengstoff beladenes Auto nahe des Präsidentenpalastes zur Explosion
gebracht, erklärten Sicherheitsbeamte. Zahlreiche weitere Menschen
wurden verletzt. Die Gewalttat ereignete sich nur wenige Stunden nach
einem Treffen des EU-Diplomaten und Sondergesandten für das Horn von
Afrika, Alexander Rondos, mit Vertretern der Regierung in der
Hauptstadt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
In den vergangenen Monaten gab es in Mogadischu immer wieder
Selbstmordanschläge, seit die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida
verbündete Shabaab-Miliz ihre Stellungen in der Stadt verließ. Sie
kämpft seither mit einer Guerilla-Taktik gegen die vom Westen
unterstützte Regierung und Truppen der Afrikanischen Union. Der
Anschlag vom Mittwoch war der blutigste seit Oktober, als 82 Menschen
bei der Explosion eines Busses getötet wurden. In Somalia gibt es
seit 1991 keine funktionierende Regierung für das gesamte
Staatsgebiet, verschiedene Landesteile sind in der Hand der
radikalislamischen Shabaab-Miliz. (APA)