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iOS-App Path überträgt komplettes Adressbuch

8. Februar 2012, 16:22
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    foto: path

    Path überträgt komplettes Adressbuch

Entwickler: kein Bug, sondern Feature um weitere Nutzer der Anwendung finden zu können - ab nächster Version optional

Das soziale Netzwerk Path ist mit seiner App für iOS ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die Anwendung verschickt das komplette Adressbuch eines Users an die Server der Entwickler. Die Nutzer werden darüber allerdings nicht in Kenntnis gesetzt.

Telefonnummer bis Postanschrift

Entdeckt wurde das Verhalten der App durch Entwickler Arun Thampi. Demnach wird eine PLIST-Datei vom jeweiligen iOS-Gerät mit sämtlichen Kontaktdaten - inklusive Telefonnummern, Maiadressen und Postanschrift - an die Server des Unternehmens übertragen. 

Kein Bug, sondern ein Feature

Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Bug, sondern ein (schlecht umgesetztes) Feature. Laut Path-Geschäftsführer Dave Morin würden die Daten benötigt, um User auf weitere Path-Nutzer unter ihren Kontakten aufmerksam zu machen. Dafür muss allerdings nicht das gesamte Adressbuch übertragen werden. Dafür reichen Hashes der E-Mail-Adressen, wie Thampi hinweist. Auf diesen Einwand hin meinte Morin, dass man daran nicht gedacht habe. Es sei aber eine gute Idee, die man überdenken werde.

Keine Pflicht-Hinweise

iOS-Apps, die das gesamte Adressbuch verschicken, sind laut heise keine Neuheit. Auch Dragon Dictation und Facebook haben das bis vor kurzem so gehandhabt. Nach Kritik änderten die Unternehmen die Apps jedoch. Auch gibt es einige Apps, die den User explizit darauf hinweisen, Pflicht ist das im Gegensatz zur Standortabfrage allerdings nicht.

Ab neuer Version optional

Mit einem Update soll die Übertragung der Daten nur mehr übertragen werden, wenn das vom User genehmigt wird. Die App befinde sich derzeit bei Apple zur Überprüfung. In der Android-App soll diese Option vor einigen Wochen integriert worden sein. User, die ihre Kontaktdaten aus dem Adressbuch löschen lassen wollen, können das via E-Mail an service@path.com einfordern. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 58
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France6lalanix
00
10.2.2012, 20:58
Wos regts euch auf. Seit der Cloud ist e alles offen.

Mathias Steinlaus
 
00
10.2.2012, 12:45
Auf diesen Einwand hin meinte Morin, dass man daran nicht gedacht habe. Es sei aber eine gute Idee, die man überdenken werde.

Die werden nicht mal "rot" im Gesicht bei der ganzen Lügerei?

Frage mich eh, wo da die Apple Qualitätskontrolle bleibt? Oder ist so ein Gebaren gewollt, damit sich die User an (1984) besser anpassen ...

was weisich
00
Alle Maiadressen?

und das im Februar?

dajonny
00

Wie Apple mit 2erlei Maß misst ist ja eh schon bekannt - das ist dann die berühmte Kontrolle der Apps wo dann nichts mehr passieren kann - zumindest aus Sicht von Apple:
http://www.krone.at/Digital/P... ory-310991

Ziemlich bedenklich, Zeitschriften ändern wegen Apple ihr Cover - wann hört der Wahnsinn endlich mal auf?

Monopoly mit Hut
00
Privacy Policy

Path sollte nicht nur Änderungen an ihrem Programm sondern vor allem Änderungen an ihrer Privacy Policy durchführen:

We actively collect certain information you voluntarily provide to us, such as when you create an account and profile, send us an email or post information or other content to our site.

"voluntarily" hat meines Wissens eine ganz spezielle Bedeutung... ;-)

Dr.Check-iLL
06

Kein Bug, ein Feature.
Wahnsinn, weltweit wird über Datenschutz und weiteres gestritten und geklakt und die laden das ganze Adressbuch auf ihre Server ohne zu fragen.

Ein Hoch auch auf die App-Tests von Apple. Auf was testen die? Ob User dem jeweiligen Entwickler auch genug Daten zukommen lassen um etwas Geld zu machen?
FAIL

12345 ... weiter weiss ich nicht!
01
Google ist doch die "Datenkrake"

*lol*

süße Verkäuferin sucht lieben Handwerker
01
Apple&Oracle => Die Achse des Bösen!

ein bug ist es sicher nicht, es ist ja gewollt dass die privaten daten übertragen werden ...

F T L
30
scheinheilig

oh, eine app überträgt daten des nutzers. pöse. pöse. wer hätte das gedacht, ich dachte die welt ist gut?

klar machen das sehr viel mehr hersteller von apps für sämliche mobile betriebssystem. man sollte von apple erwarten können, dass zumindest eine genehmigung vom benutzer eingeholt wird, bevor eine app auf das adressbuch zugreifen kann. aber trotzdem liegt das versäumnis beim hersteller von path, man kann benutzer und ihre daten auch verknüpfen ohne die daten (dazu noch in klartext, hallo?!) zu übertragen - stichwort hashes.

immerhin, der entwickler steht in öffentlichen kontakt mit den aufdeckern, das gibt grund zur hoffnung.

Der Unkurze
06

Wenn man den Vorwurf nicht Apple machen darf, womit rechtfertigt Apple dann die Restriktionen im Appstore? ;)

Mathias Steinlaus
 
00
10.2.2012, 12:46
Sowas darf man aber doch nicht fragen ...

... sowas hat der User einfach zu akzeptieren ... Hände falten und Gosch'n halten ... wo kommt man sonst wo hin? ;-)

rolin
00
“bei apple wo es der user nicht mal mitbekommt” —maruh

Naja. Wenn so etwas bei Apple oder iOS passiert, dann steht es gleich in saemtlichen Medien. Und wenn es genug Aufruhr gibt wird das dann auch geaendert.

Idealer waere natuerlich eine gleich umfangreiche Sicherheits- bzw. Berechtigungsabfrage wie bei Android. iOS fragt lediglich um Erlaubnis die Standortdaten fuer eine App verwenden zu duerfen und ob Notifications angezeigt werden solllen.

Grundsaetzlich ist aber ein Transfer jeglicher Daten ohne vorhergehende Information ueber das was und wie laut den TOS fuer Developer untersagt.

Hier sieht man einmal mehr, dass Apple nur oberflaechlich oder stichprobenartig prueft oder es auch garnicht anders moeglich ist, wenn man die Anzahl der taeglich eingereichten Apps bedenkt.

rolin
02
Ad oberflaechlicher App Store-Pruefprozess

Man kann Apple durchaus vorwerfen, dass sie statt “oberflaechlichen” Penisaufkommen auf Magazin-Covern besser die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen durch Apps ueberpruefen sollten.

werwolfi
01

Wo sind eigentlich die ganzen Appleritter wir Freebird, die das ganze schönreden? ;oP

Mathias Steinlaus
 
10
10.2.2012, 12:47
.. wenn die Pressestelle das "schöngeredet" hat, dann ist es "Gesetz" ...

rolin
01

Da gibt es nichts schoen zu reden!

Doctor
00
Grundsätzlich kann man ja sagen

jeder der soziale netzwerke nutzt kann sich von der Privatsphäre verabschieden! das fängt ja schon an wenn man diverse Apps in Facebook nutzen will: man wird gebeten das Facebook auf bestimmte Daten zugreifen darf sonst kann die App nicht verwendet werden. ich meide generell diese Netzwerke - ich seh nicht ein dass ich in ein programm Daten von mir freigeben soll wenn ich genauso gut ein mail schicken kann.

Semmelbeiß
00

Jungchen, es geht nicht primär um meine Privatssphäre, sondern um die all meiner Kontakte, die es so gar nicht beeinflussen können mit wem sie dadurch in Verbindung gebracht werden.

Jedes verservern des Addressbuchs stört nicht nur deine Privatsphäre, sondern die deines ganzen Freundeskreises, vulgo, "circles".

Es ist blödsinnig aus jedem 12-50 jährigen eine Datenschutzbombe zu machen.

benny20
00

macht doch facebook auch oder? ich habe doch sowieso keine kontrolle mehr, was mit meinen daten (durch andere) geschieht

duplo66
316

Bei Negativmeldungen wie dieser rund um iOS resp. Apple bleiben die üblichen Verdächtigen ganz offensichtlich dem Forum fern.

Probleme werden von Apple Fans gerne totgeschwiegen und/oder ignoriert, wie mir scheint.

Bei Artikeln zu solchen Problemen auf anderen Plattformen wird immer kräftig auf alles, was nicht von Apple kommt, eingedroschen. Nicht selten gehen die Postings an die 1000er Grenze und darüber, hier in 24 Stunden gerade mal gut 20. Interessant... soll noch einer sagen, dass alle anderen immer nur Apple-User bashen. Dieses Thema hier ist der eindeutige Beweis, dass dem nicht so ist.

rolin
00

Und wenn's um Android geht ist das … anders?

michikklas
00

Bin zwar kein Apple User, trotzdem würde mich interessieren was in dem Fall Apple oder iOS dafür kann?

dajonny
01

Apple rühmt sich jede App im App-Store zu kontrollieren und dann erst explizit freizugeben, damit gerade sowas nicht passieren kann - ist ja der große Vorwurf gegen Google...

Der Unkurze
01

Apple hat den Daumen auf jeder App im Appstore, Restriktionen bis zum geht nichtmehr, angeblich um genau solche Dinge zu verhindern.

(inoffiziell wohl nur um einfach Kontrolle zu haben)

Bertl Redford
00

um den anschein von kontrolle zu erwecken, das ist billiger

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