500.000 Euro jährlich bis 2014 - §15a-Vereinbarung im Landhaus unterzeichnet
Bregenz - In Vorarlberg werden bis 2014 jährlich 500.000
Euro in die sprachliche Frühförderung investiert. Die Mittel werden
je zur Hälfte von Bund und Land getragen. Eine entsprechende
Verlängerung der §15a-Vereinbarung unterzeichneten Landeshauptmann
Markus Wallner und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz im
Beisein des zuständigen Landesrats Erich Schwärzler am
Mittwoch im Vorarlberger Landhaus. "Jeder in dem Bereich investierte
Euro ist ein gut investierter Euro", hielt Wallner fest.
Es sei entscheidend, dass Kinder mit dem Erwerb der deutschen
Sprache früh genug anfangen, damit sie bei Schuleintritt nicht
hinterherhinken. "Das muss im Elternhaus beginnen", betonte Wallner.
Ihm sei es ein Anliegen, dass Vorarlberg hier eine Vorreiterrolle
übernehme. Die vereinbarten Mittel bezeichnete er als "stolze Summe",
die es ermögliche, nach der Sprachstandsanalyse in den
Kindergartengruppen die gezielte Hilfe zu intensivieren. Der
Spracherwerb sei für die Zukunft der heranwachsenden Generation
entscheidend. Man sei sich auch darüber einig, dass hier nicht
gespart werden dürfe.
"Es ist sinnvoll, bei den jungen Menschen anzusetzen", erklärte
Staatssekretär Kurz. Diese seien über Kindergärten und Schulen
leichter zu erreichen als ältere Personen. Angesichts des
Fachkräftemangels müsse man sich vor Augen halten, dass es hier viele
Talente und Potenziale gebe. Der Schwerpunkt der Bemühungen liege
zwar auf drei- bis sechsjährigen Kindern aus Migrantenfamilien, die
Hilfen stünden aber allen Kindern offen, die Bedarf haben. Der Erfolg
soll in einer gemeinsamen Evaluierung überprüft werden, so Kurz.
Landesrat Schwärzler nannte die Vereinbarung einen "wichtigen
Meilenstein" und sprach von einem "Signal für die Betroffenen".
Integration sei eine Gestaltungs- und eine Generationenaufgabe. (APA)