RBI plant doch Milliarden-Kapitalerhöhung

8. Februar 2012, 17:00
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Raiffeisen diskutiere eine solche Kapitalmaßnahme mit (anderen) Banken, habe darüber aber noch nicht entschieden

Wien - Die Raiffeisen Bank International (RBI), plant nun offenbar doch eine Kapitalerhöhung, berichtete Bloomberg am Mittwoch. Raiffeisen diskutiere eine solche Kapitalmaßnahme mit (anderen) Banken, habe darüber aber noch nicht entschieden. Das Volumen solle 1 Mrd. Euro betragen, die Erhöhung werde gegebenenfalls nicht vor der Veröffentlichung der Gesamtjahreszahlen im Februar erfolgen, so die Finanznachrichtenagentur unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die RBI hatte im Dezember bei einem Kurs von 18 bis 20 Euro die Vorbereitungen für eine Kapitalerhöhung abgebrochen. Mittlerweile notiert der Anteilsschein wieder bei 29 Euro. Die europäische Bankenaufsicht (EBA) sieht bei der RBI und ihrer Mutter, der Raiffeisen Zentralbank (RZB) eine Kapitallücke von zusammen 2,1 Mrd. Euro. Rund 1,4 Mrd. Euro davon könnten durch verschiedene Maßnahmen wie z.B. die Umwandlung von privatem Partizipationskapital bzw. die Anerkennung dieses PS-Kapitals als hartes Kernkapitals aufgebracht werden/wegfallen.

Kapitalerhöhung ist "Gerücht"

RBI-Sprecherin Ingrid Krenn-Ditz erklärte, die Kapitalerhöhung sei eine Option, die von der Entwicklung der Märkte abhänge. Die Sprecherin wollte nicht kommentieren, ob die Aufstockung zusätzlich oder alternativ zur Umwandlung/Anrechnung des PS-Kapitals ins Auge gefasst wird.

 

Die RBI hat unterdessen betont, dass es sich bei den kolportierten Plänen zur Kapitalaufstockung um ein reines "Gerücht" handle. (APA)

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