Wien - Die Finanzexperten von Goldman Sachs haben im Rahmen einer
Branchenstudie zum europäischen Bankensektor das Kursziel für die
Erste-Group-Aktie von 23,0 auf 30,0 Euro nach oben angepasst. Die Analysten
stufen das Papier aktuell mit "buy" ein. Unter den Eurozonen-Banken nennen sie
die Erste-Group-Aktie zudem als "top pick" neben den Anteilsscheinen der BNP
Paribas und der BBVA.
Die Gewinnschätzung je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 liegt
unverändert bei 0,93 Euro. Für die Folgejahre 2012 und 2013 revidierten die
Experten ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie auf 2,22 (zuvor: 2,15) Euro bzw.
3,19 (zuvor: 3,12) Euro nach oben.
Die Analysten von Goldman Sachs haben im Vorfeld des zweiten und letzten
Drei-Jahres-Tenders der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Verbesserung der
Liquiditätsversorgung des europäischen Bankensektors die Kursziele und
vereinzelt auch die Einstufung der von ihnen gecoverten Banken überarbeitet. Die
erste seitens der EZB aufgelegte Kreditlinie mit drei Jahren Laufzeit zum
Leitzins im vergangenen Dezember war auf eine gewaltige Nachfrage in der Höhe
von rund 489 Mrd. Euro gestoßen; Experten hatten im Vorfeld lediglich mit 310
Mrd. Euro gerechnet. Mit Blick auf die diesmalige Auktion Ende Februar
(28.02.2012) erwarten von Goldman Sachs befragt Investoren eine Nachfrage im
Volumen von 680 Mrd. Euro, während die an der Umfrage teilgenommenen Banken 562
Mrd. Euro prognostizieren. (APA)